Eigengewächse statt bezahlter Spieler im Regionalliga-Kader

Basketball: Langener Reserve eine rühmliche Ausnahme

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Entschlossen fliegt der Langener Flügelspieler Ruben Spoden (Mitte, gegen Fellbach) mit dem Ball dem Korb entgegen. Der Ex-Profi geht mit den „Giraffen“ in seine zweite Regionalliga-Saison.

Offenbach - Auf ein Neues: Die Regionalliga-Basketballer des TV Langen wollen mit bewährten Kräften eine möglichst ruhige Saison spielen. Den Aufstieg in die Oberliga haben sich der EOSC und TV Babenhausen auf die Fahnen geschrieben. Von Jörn Polzin

1. REGIONALLIGA

TV Langen

Die „Giraffen“ haben die Leistungsträger halten können. Nur der überragende Top-Scorer Nick Smith hat das Team verlassen. Eine tragende Rolle soll künftig sein Landsmann Christopher Edward spielen. Der athletische Center kommt direkt vom College, ist 2,03 Meter groß und 22 Jahre alt. Aus der letztjährigen U19-Mannschaft rücken Julian Smuda und Felix Feilen auf, Philipp Pons aus der U16. „Leander Sielaff und Timothy Chabot sind nach ihren Verletzungen wieder einsatzfähig. Das hilft uns weiter“, sagt TVL-Trainer Markus Kühn. Gleiches gilt für den Verbleib von Ex-Profi Ruben Spoden, der eine zweite Saison in Langen dran hängt. Neu im Kader sind Eigengewächs Karan Sansoa und Ben Kawusu, der aus Mörfelden-Walldorf kommt. „Wir wollen an die erfolgreiche letzte Saison anknüpfen und junge Spieler fördern“, sagt Kühn. In der Vorbereitung gab es gegen die gut eingespielte Truppe von Eintracht Frankfurt/Skyliners ein 71:72 sowie ein 76:66 über den Ligakonkurrenten Kronberg. Zum Auftakt gastiert der TVL am 23. September in Kaiserslautern.

TVL: Ruben Spoden, Chris Reinhardt, Maxim Schneider, Timothy Chabot, Devon Jacob, Julian Smuda, Ben Kawusu, Philipp Pons, Christopher Edward, Karan Sansoa, Felix Feilen, Leander Sielaff, Lukas Beuschlein

2. REGIONALLIGA

TV Langen II

Das Team setzt sich ausschließlich aus Langener Eigengewächsen und Spielern mit TVL-Vergangenheit zusammen. „Das ist mittlerweile die Ausnahme in einer Liga, in der sich immer mehr finanzstarke und ambitionierte Teams tummeln“, sagt Kapitän Mirco Palazzo. „Das macht die Aufgabe nicht leichter, aber die Motivation ist umso größer.“ Reizvoll erscheint besonders das Duell mit Bensheim um den früheren TVL-Trainer Manuel Lohnes. Dessen Nachfolger Aron Duracak muss auf Spielmacher Xavier Blain-Cruz verzichten (Karrierende). Ebenfalls nicht mehr mit dabei ist Youngster Chris Lovric (Beruf), hinter dem Einsatz von Niko Anders und Felix Lewe stehen Fragezeichen. Neu im Team sind die Jugendspieler Julian Smuda und Philipp Pons. „Wir werden In keiner Partie der Favorit sein“, so Palazzo. Auch nicht am Sonntag (16 Uhr), wenn Langen bei der Trierer Reserve gastiert

TVL II: Mirco Palazzo, Yannick Couturier, Felix Lewe, Julian Smuda, Philipp Pons, Manuel Donnermeyer, Niko Anders, Max Püchert, Kai Santelmann, Niklas Butz, Moritz Overdick, Julian Pfaff, Timo Haucke, Felix Kaut, Alex Arndt

Landesliga

EOSC Offenbach

In die Runde geht der EOSC mit einem Rückkehrer-Trio: Armin Reichert, Robert Topic und Fabian Fischbach spielten bereits in der Jugend für die Offenbacher. Auch Kurosh Moghaddam und Dima Disterhof sind bekannten Gesichter. Erstmals Landesliga-Luft schnuppern sollen die Talente Daniel Kukic und Simon Schäfer. Im dritten Jahr unter Trainer Koray Karaman ist es das große Ziel, endlich den Aufstieg schaffen. „Besonders freuen wir uns auf die Duelle mit Babenhausen und unserem Ex-Trainer Alphan Bartik. Aber auch die Spiele gegen Aschaffenburg und Neu-Isenburg versprechen Spannung“, sagt EOSC-Spieler Vaios Ourgantzidis. In der Rückrunde soll der Langzeitverletzte Spielmacher Dimitrios Ourgantzidis zurückkehren. Zum Auftakt geht es am Samstag (20 Uhr) gegen den Sport Club Bergstraße.

EOSC: Christos Katsiakis, Evangelos Katsiakis, Lukas Pätzold, Denis Eres, Simon Schäfer, Dimitrios Ourgantzids, Vaios Ourgantzidis, Justin Jäger, Alan Burdzovic, Fabian Baumgarten, Maxim Popov, Armin Reichert, Dima Disterhof, Kurosh Moghaddam, Robert Topic, Fabian Fischbach, David Schäfer, Daniel Kukic

TV Babenhausen

„Natürlich haben wir durch den Abgang von Chris Haub einen Riesenverlust hinzunehmen. Nicht nur spielerisch, auch menschlich. Er ist durch einen Einzelnen nicht zu ersetzen“, sagt Trainer Alphan Bartik. Den Abstieg aus der Oberliga will der Klub für einen Neuanfang nutzen, den Fokus stärker auf den Nachwuchs legen. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir in dieser Saison auf so viele Jugendliche zurückgreifen können. Ein Ziel wird es sein, die Jungs in den Spielbetrieb zu integrieren“, erläutert Bartik. „Ich bin der festen Überzeugung, dass das Team nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz überzeugen wird.“ Die Jungs seien motiviert. „Wir wollen alle Heimspiele gewinnen, auswärts stabiler auftreten und ein Wörtchen mitreden um den Aufstieg.“ Erster Gegner ist am Sonntag (18 Uhr) die FTG Frankfurt.

TVB: Andreas Altmann, Ersin Bayazit, Mike Boutté, Marco Harbusch, Michael Harris, Florian Junker, Can Kapikiran, Florian Keller, Magnus Scharf, Bugra Yavuz, Robert Sauer, Altan Özmen, Eren Küpeli, Adrian Elsaß, Nils Dalwitz, Hendrik Mais

BC Neu-Isenburg

Der Vizemeister und Fast-Aufsteiger setzt weitgehend auf den bewährten Kader. Neu dazu gekommen ist Arnold Menace (TS Frankfurt-Griesheim). Roman Moschny kehrt nach einem beruflichen Jahr in Afrika zurück. Coach Billi Adamoudis erwartet dennoch eine schwierige Saison. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Unser Ziel ist es, eine ordentliche Runde zu spielen und einen Platz im Mittelfeld zu erreichen.“ Los geht es am Samstag (19.30 Uhr) beim alten Rivalen aus Klein-Krotzenburg.

BC Neu-Isenburg: Ricardo Mendez Modesto, Isidoros Michalakis, Ade Brandon Malano, Niklas Pröscher, Arnold Menace, Chris Rühle, Leo Stotz, Daniel Hack, Tihtah Bangang, Tehkuh Bangang, Louis Feistkorn, Roman Moschny, Spiros Kotsinas.

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SV Dreieichenhain

Mit dem sechsten Platz in der vergangenen Saison können die „Haaner“ gut leben. Auffällig: Gegen die Teams der unteren Tabellenhälfte gewann der SVD acht von zehn Spielen, gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte ging man leer aus. „Uns hat es vor allem in der Schlussphase an der nötigen Stabilität gefehlt“, blickt Trainer Jörg Stefanski zurück.

Der Kader bleibt weitgehend zusammen. „Deshalb muss es oberstes Ziel sein, die Jugendlichen noch besser zu integrieren“, betont Stefanski. Gemeint sind Bennet Gossen und Yannic Feldmann, die ihre Sache bislang ordentlich machen. Als einziger Zugang kommt der schnelle und athletische Flügelspieler Erik Wieser vom SC Steinberg zu den „Haanern“ und wird auf den kleinen Positionen für Entlastung sorgen. Zum Auftakt empfängt der SVD am Sonntag (17 Uhr) den BC Darmstadt.

SV Dreieichenhain: Timo Buchmüller, Benjamin Dönitz, Peter Ehrenberg, Yannic Feldmann, Jonas Gassenmeyer, Jens Glöser, Bennet Gossen, Roman Gossen, Maurice Holzmann, Robert Hunkel, Nikolei Kiefer, Fabian Klose, Philipp Maaß, Stefan Öppling, Jarod Santoso, Spasen Slavnic, Frederic Weber, Erik Wieser

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