Ohne Top-Scorerin Tori Fisher gegen Tabellendritten

„Jetzt erst recht“ bei Rhein-Main Baskets

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Schmerzhafter Verlust: Tori Fisher (links gegen Krofdorf) fehlt den Baskets vier Wochen. Hinten links: Trainer Peter Kortmann.

Langen - „So eine komplizierte Saison brauche ich nicht noch mal. “ Das hatte Trainer Peter Kortmann im Sommer mit Blick auf die vielen Verletzungen und die verkorkste Hinrunde gesagt. Doch Geschichte scheint sich bei den Rhein-Main Baskets zu wiederholen.

Auch in dieser Spielzeit läuft vieles schief – und die Negativnachrichten reißen vor dem Spiel am Samstag (16. 30 Uhr) gegen Würzburg nicht ab. Nach sechs Spieltagen stehen die Baskets auf dem zehnten und vorletzten Tabellenplatz der 2. Basketball-Bundesliga. Nur ein Sieg steht auf der Habenseite. Zuletzt gab es in Bad Homburg die höchste Saisonpleite. Statt Punkte anzuhäufen, füllt sich Woche für Woche nur das Lazarett.

Und nun fällt auch noch die Top-Scorerin mit Knieverletzung länger aus. „Bei Tori Fisher ist am Mittwoch ein Stück Knorpel entfernt worden. Sie wird uns etwa vier Wochen fehlen“, sagt Kortmann. Bereits in Bad Homburg musste die Centerin wegen anhaltender Kniebeschwerden pausieren. Die Baskets zogen mehrere Ärzte zu Rate. Ergebnis: Ein Eingriff ist unumgänglich. Sehr bitter für die Baskets, die auf den großen Positionen ohnehin eher dünn besetzt sind. Fisher kam bislang auf 15 Punkte pro Partie, ist mit ihrer Präsenz unter den Körben schwer zu ersetzen.

Pech für Kortmann, das auch seine zweitbeste Schützin Pia Dietrich angeschlagen ist. Die Grippewelle hat die Baskets weiter im Griff. Neben Dietrich ist auch Talent Jule Seegräber betroffen.

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Alles andere als gute Voraussetzungen für die Begegnung am Samstag, zumal der Tabellendritte in der Sehring-Halle gastiert. „Würzburg ist ein junges Team, das befreit aufspielt und deshalb auch erfolgreich ist. Sie spielen sehr schnell und mit hoher Intensität“, sagt Kortmann. Acht Punkte haben die Sharks auf dem Konto und eine Partie weniger absolviert als die Spitzenteams aus Freiburg und Bad Homburg. Herausragend ist die kanadische Flügelspielerin Jenna Bugiardini, die 15,2 Punkte pro Partie erzielt. Ansonsten setzt Würzburg auf viele deutsche Talente. „Wir wollen trotzdem im Heimspiel alles reinwerfen, was wir haben“, sagt Kortmann: „Jetzt erst recht“. (jp)

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