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Baskets: Verkorkste Saison, aber kein verlorenes Jahr

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Von: Jörn Polzin

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Immerhin Spielpraxis gesammelt: Für die 20-jährige Sari Cornelius (links) und die Rhein-Main Baskets geht eine turbulente Saison vorzeitig zu Ende.
Immerhin Spielpraxis gesammelt: Für die 20-jährige Sari Cornelius (links) und die Rhein-Main Baskets geht eine turbulente Saison vorzeitig zu Ende. © Lorenz

Vorzeitiges Runden-Ende für die Rhein-Main Baskets. Die Spielerinnen des Basketball-Zweitligisten verzichten in der Corona-Saison auf weitere Partien.

Langen – Haken dran und durchatmen: Die Rhein-Main Baskets haben die Saison in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen vorzeitig beendet. Zu diesem Schritt konnte sich die Mannschaft nun durchringen, die sich nach wie vor noch in Quarantäne befindet. „Ich bin froh, dass diese verkorkste Runde vorbei ist und wir alles soweit halbwegs gut überstanden haben“, betont Präsidentin Silke Dietrich.

Halbwegs deshalb, weil es trotz regelmäßiger Tests und Hygienekonzepte kürzlich die Baskets mit zwei Corona-Fällen erwischt hatte. Beide Spielerinnen weisen keine schwerwiegenden Symptome auf, freilich ist die Sorge vor Langzeitschäden aber allgegenwärtig.

Auch aus diesem Grund hatte sich die Mannschaft, bis zum Quarantäne-Stopp noch Tabellendritter, dazu entschieden, einen Schlussstrich unter die Saison zu ziehen. „Es sind ja ohnehin nur noch wenige Begegnungen, da wollen wir kein Risiko eingehen, zumal einige Spielerinnen noch Abitur-Prüfungen oder Uni-Klausuren vor sich haben“, betont Dietrich. „Die Sorge, dass es nochmal passieren könnte, ist zu groß“.

Die Basketball-Zweitligisten werden zwar als „Profis“ eingestuft und dürfen trotz Pandemie den Spielbetrieb fortsetzen, leben aber nicht in einer Blase, sondern nehmen am normalen Alltag teil. „Wenn dann 20 Spielerinnen ohne Mundschutz aufeinandertreffen, ist das nicht ohne“, sagt Dietrich, die durch die verpflichtenden Tests aber „etwas entspannter“ in die Spieltage gegangen war. So bleibt bei ihr eine Saison hängen zwischen Ängsten und Unterbrechungen, aber auch der Freude darüber, „dass sich die Mannschaft weiterentwickeln konnte“.

Bis zur Quarantäne, die in den nächsten Tagen zu Ende gehen wird, mischten die Baskets sogar vorne mit und gewannen sieben ihrer elf Begegnungen. Vor allem aber: Sie konnten trainieren und Spielpraxis sammeln. „Insofern ist es für uns zumindest kein verlorenes Jahr, gerade für die jüngeren Spielerinnen“, meint Dietrich, die der Liga den Entschluss bereits mitgeteilt hat. Die ausstehenden Spiele werden nun mit je 0:20-Punkten gewertet, was die Baskets ans Tabellenende spült. Bei einer Saison ohne Absteiger zu verschmerzen.

Die beiden Aufsteiger in die 1. Liga werden im Mai beim Vierer-Finalturnier der besten zwei Teams aus der Nord- und Südstaffel ausgespielt. Dietrich rechnet in dieser besonderen Zeit mit wenigen Mannschaften, die sich diesen Sprung überhaupt zutrauen. Ganz zur Ruhe setzen wollen sich die Baskets auch noch nicht. Neben Online-Einheiten setzt Trainer Thorsten Schulz auf kontaktfreies Training in kleinen Gruppen. „In der neuen Saison wird auf jeden Fall wieder mit uns zu rechnen sein“, meint Schulz. (Von Jörn Polzin)

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