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Belaajel soll Türk Gücü Hanau retten

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Marco Filges von der SG Rosenhöhe (rechts) stört Germania Dörnigheims Jerome Tevin Boos bei einer Flanke. Die Offenbacher setzten sich mit 2:1 durch und blieben am Tabellenzweiten Kickers Obertshausen dran.
Marco Filges von der SG Rosenhöhe (rechts) stört Germania Dörnigheims Jerome Tevin Boos bei einer Flanke. Die Offenbacher setzten sich mit 2:1 durch und blieben am Tabellenzweiten Kickers Obertshausen dran. © scheiber

Offenbach – Der Abstiegskampf in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost spitzt sich immer mehr zu. Teams mit 40 Punkten auf der Habenseite müssen weiter zittern, da zuletzt Vereine wie der VfB Offenbach (am Freitagabend 2:0-Sieger gegen die SG Marköbel) oder Alemannia Gedern (2:1-Sieg in Klein-Krotzenburg) plötzlich fleißig punkten.

So kam dem SVG Steinheim die überraschende 0:2-Niederlage beim ersten feststehenden Absteiger Viktoria Nidda gar nicht gelegen. Türk Gücü Hanau wechselte zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer. Raduan Belaajel, der in der Vergangenheit unter anderem Kickers Viktoria Mühlheim, den SC 1960 Hanau und den SVG Steinheim trainierte, löste Cengiz Avan ab, der erst nach der Winterpause als Nachfolger des zurückgetretenen Bayram Tunc das Traineramt übernommen hatte, und sich jetzt enttäuscht äußerte: „Ich respektiere die Entscheidung des Vereins, stehe aber für eine weitere Mitarbeit im Trainerteam nicht zur Verfügung.“ Beim Debüt von Belaajel gelang ein 2:1 gegen die SG Nieder-Roden, durch das die Rückkehr auf den ersten Nichtabstiegsplatz gelang.

Hanau 93 II muss nach dem 2:4 beim Tabellenzweiten Kickers Obertshausen seine Planungen derweil auf die Kreisoberliga ausrichten.

Die Partie zwischen den Sportfreunden Oberau und dem FSV Bad Orb wurde wegen eines Unwetters abgebrochen. Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt kam wieder einmal zu drei kampflosen Punkten, da der VfB Oberndorf wegen Personalmangel auf die Fahrt in die Einhardstadt verzichtete.

Türk Gücü Hanau - SG Nieder-Roden 2:1 (2:0). Die Gastgeber setzten im Kampf um den Klassenerhalt ein Lebenszeichen. Türk Gücü überraschte nicht nur mit dem neuen Trainer Raduan Belaajel, sondern auch mit neuen Spielern im Aufgebot. Unter anderem stand der frühere Torjäger Domenico di Rosa, mittlerweile 40 Jahre alt, in der Startformation.

Mit Salvatore Ercole (zuletzt Sportfreunde Seligenstadt) sorgte ein Neuzugang in der zehnten Minute für die Führung der Hanauer. Der zweite Treffer ging auf das Konto eines Altbekannten: Onur Bulut, in den vergangenen Wochen mit seinen Treffern die Lebensversicherung von Türk Gücü, netzte in der 37. Minute mit einem fulminanten Schuss zum 2:0 ein. Sein 19. Saisontreffer.

„Wir haben das anfangs sehr gut gemacht, indem wir Nieder-Roden keine Räume zum Spielen angeboten haben“, analysierte Türk-Gücü-Sprecher Adem Arslan. Auch in Hälfte zwei war die Partie sehr kampfbetont. Nieder-Roden drängte auf den Anschlusstreffer, doch die Hanauer hielten trotz nachlassenden Kräfte gut dagegen. Das 2:1 durch Luis Friedrichs fiel in der Nachspielzeit und kam für die Rodgauer zu spät. „Durch den Trainerwechsel war frischer Wind drin, mal schauen, wie es jetzt weitergeht“, kommentierte Adem Arslan nach dem in seinen Augen verdienten Sieg.

Türk Gücü: Tok - Yücel, Kale, Korkmaz, Badur (65. Jakicevic), Cimen, Özelci, Ercole (75. Oguz Bulut), Müller, Onur Bulut, di Rosa (86. Süslü)

Nieder-Roden: Bartke - Ekici (18. Demirtas), Roth (88. Jäger), Ring, Friedrichs, Ermert, Nikolov (58. Wagner), Militello, Spataro, Völker, Leue

Tore: 1:0 Ercole (10.), 2:0 Onur Bulut (37.), 2:1 Friedrichs (90.+3)

SG Rosenhöhe Offenbach - Germania Dörnigheim 2:1 (0:1). Beide Mannschaften ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. „Das war ein typisches Spiel zwischen Rosenhöhe und Dörnigheim“, meinte SG-Sprecher Tim Kleinschmidt. Den besseren Start hatten die Gäste. Simeon Lichtenfels war nach 13 Minuten erfolgreich. Den knappen Vorsprung verteidigten die Maintaler auch bis zur Pause. In Abschnitt zwei ging es mit offenem Visier weiter. Pech für Dörnigheim, dass Luka Schäfer eine Hereingabe vor Christian Rügers Eingreifen ins eigene Tor lenkte (50.). Beide Mannschaften gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden und spielten weiter nach vorne. Die Entscheidung fiel durch einen Foulelfmeter: Offenbachs Torjäger Robin Weber wurde zu Fall gebracht, als er mit hohem Tempo in den Strafraum stürmte. Daniel Sachs verwandelte sicher zum 2:1-Endstand (86.).

Rosenhöhe: Waffender - Dahri (46. El Haddoudi), Curth, Filges, Zola (60. Pfitzer), Bock (75. Arovinici), Kraus, Sachs, Gallus, Weber, Rüger

Tore: 0:1 Lichtenfels (13.), 1:1 Eigentor Schäfer (50.), 2:1 Sachs (86./FE)

Kickers Obertshausen - FC Hanau 93 II 4:2 (2:0). Es brauchte eine starke Schlussphase, ehe der Heimsieg der favorisierten Kickers in trockenen Tüchern war. Dass das Spiel lange spannend blieb, lag in erster Linie an der bärenstarken Leistung von HFC-Schlussmann Caner Tekinalp. „Unglaublich, was der gehalten hat“, lobte Obertshausens Trainer Marcel Dindorf. Seine Kickers waren überlegen und schossen durch Matthieu Folschweiller und Jan Gebhardt eine verdiente 2:0-Pausenführung heraus. Die Gäste hielten trotzdem gut dagegen und waren nach einem Doppelpack des eingewechselten Kenan Ferguson (55., 60.) plötzlich im Spiel. „Unsere Mannschaft hat das gut gemacht, leider konnten wir das Unentschieden nicht halten“, meinte HFC-Sprecher Matthias Merten. Obertshausens Torjäger Marius Krikser war in der 83. Minute mit dem 3:1 zur Stelle. In der Nachspielzeit stürmte Hanaus Keeper Tekinalp mit und Daniel Bacher schloss den letzten Konter zum 4:2 ab, mit dem die Kickers Rang zwei vor der SG Rosenhöhe behaupteten. Hanau 93 II hat sechs Spieltage vor Rundenende zehn Punkte Rückstand zum rettenden Ufer bei einem bereits mehr absolvierten Spiel.

Obertshausen: Files - König, Mannhart (73. Savic), Weirich, Prechtel, Bacher, Arnold, Folschweiller (55. Goldammer), Kolchak, Gebhardt (84. Aydin), Krikser

Hanau 93 II: Tekinalp - Richter, Podvorica (46. Ferguson), Shoshaj, Alonso (46. Bonaffini), Weintritt (76. Nuri), Tokic, Krause, Merten, Pinto, Yalcin

Tore: 1:0 Folschweiller (31.), 2:0 Gebhardt (34.), 2:1, 2:2 Ferguson (55., 60.), 3:2 Krikser (83.), 4:2 Bacher (90.+3) - Rote Karte: Arnold (Obertshausen, 90.)

Viktoria Nidda - SVG Steinheim 2:0 (0:0). „Das war der absolute Tiefpunkt, ein katastrophales Ergebnis“, kommentierte Steinheims Fußball-Abteilungsleiter Bernd Hartmann die 0:2-Niederlage beim trotz des Sieges nun auch rechnerisch abgestiegenen Schlusslicht. Die Steinheimer, die nur vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben bei bereits zwei mehr absolvierten Spielen, waren in Hälfte eins klar überlegen, ließen aber eine Unmenge an hochkarätigen Torchancen aus. In der 58. Minute jubelte Nidda, da Benjamin Geyer einen Freistoß mit Hilfe den Innenpfostens zur Führung verwandelte. In der 63. Minute wehrte Viktoria-Keeper Gheorghe Popa einen Schuss von Alexander Blocher bravourös ab. In der Folge übernahm der Gast immer mehr die Initiative. In der 80. Minute hielt Popa die Führung der Heimelf mit drei Paraden innerhalb von einer Minute fest. In der Nachspielzeit schloss dann Leutrim Jusufi einen Konter zum 2:0 ab.

Steinheim: Mermertas - Hartmann, Skok, Blocher, Brighache, Rachor (76.), Camara, P. Busch (14. Andrejic), C. Busch, Löffler, Balzer

Tore: 1:0 Geyer (58.), 2:0 Jusufi (90.+1)

Germania Klein-Krotzenburg - FC Alemannia Gedern 1:2 (0:1). Das Spiel begann für die Gäste furios. Nach einem guten Angriff über die rechte Seite traf Spielertrainer Jannik Jung mit einer Direktabnahme für den Abstiegskandidaten. Klein-Krotzenburg übernahm zwar die Spielkontrolle, kreierte aber zu wenig klare Chancen. „Gedern hat mir sehr gut gefallen. Sie waren spritziger als wir und haben das richtig gut gemacht“, lobte Klein-Krotzenburgs Sprecher Ralf Walter. In der zweiten Hälfte stand Maximilian Heck nach einer zunächst abgewehrten Flanke goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Ähnlich fiel der Anschlusstreffer durch Andre Scheel. Nur lief da bereits die Nachspielzeit, so dass die Germania keine weiteren Angriffe mehr starten konnte. „Wir haben nicht schlecht gespielt, hätten für einen Sieg aber mehr investieren müssen“, sagte Walter.

Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Schultz, Scheel, Topcagic, Spahn (54. Schwab), Schuschkleb, Eckert, Seker (54. Serra), Kaufmann (72. Doschek), Kohnke, Toskovic

Tore: 0:1 Jung (1.), 0:2 Heck (54.), 1:2 Scheel (86.)

1. FC Langen - FC Gelnhausen 1:2 (1:0). Erneut verlor der 1. FC Langen aufgrund schwacher Chancenverwertung ein Heimspiel. Dabei sah es zunächst gut aus. Dominik Seibel brachte die Elf von Marco Betz in Führung. Diese hätte Fabio Mola in der Folge mehrmals ausbauen können. „Es war nicht der Tag von Fabio“, meinte FCL-Sportchef Pedram Navidi, der losgelöst von Einzelkritiken von einer völlig unnötigen Niederlage erzählte. Die Gäste aus Gelnhausen glichen durch ihren stärksten Spieler, Kahraman Damar, kurz nach der Pause aus. Danach drängte Langen auf den erneuten Führungstreffer, fing sich in der 83. Minute aber den entscheidenden Konter ein. Dennis Westenberger vollendete und bescherte seiner Mannschaft drei wichtige Punkte.

Langen: Kulessa - Mike Werner, Marinovic (69. Navidi), Max Werner, Khan, Kirnig (87. Boskovic), Mola (87. Heil), Deuker, Below, Arat, Seibel

Tore: 1:0 Seibel (34.), 1:1 Damar (48.), 1:2 Westenberger (83.)  fs

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