Berliner Doppelsieg

Ultramarathon in Dudenhofen: Heusenstammer Markus Heidl auf Platz elf

Kampf um die Spitze beim Ultramarathon in Dudenhofen: Der spätere Sieger Frank Merrbach aus Berlin, auffallend mit Mütze, langem Bart, gelber Hose, einem blauen und einem grün-gelben Strumpf, liegt noch auf Platz sechs oder sieben. - Foto: Eyßen

Dudenhofen - Frank Merrbach und Enrico Wiessner sorgten bei der 18. Auflage des Ultramarathons der Rodgau Lauftreffs für einen Berliner Doppelsieg. Bei den Frauen setzte sich Sabine Schmitt aus Udenheim durch. Insgesamt gingen 812 Starter an der Gänsbrüh in Dudenhofen auf die 50 Kilometer lange Strecke. Von Sascha Eyßen 

Die entscheidende Attacke ritt Merrbach, der aus Thüringen stammt und für die LG Nord Berlin startet, zu Beginn der siebten der zehn Fünf-Kilometer-Runden. Bei Kilometer 31 setzte er sich von einer Spitzengruppe ab. Merrbach siegte in neuer persönlicher Bestzeit von 3:08:32 Stunden vor seinem Vereinskollegen Wiessner (3:11:10) und Bernhard Eggenschwiler aus der Schweiz, der nach 3:12:29 ins Ziel kam. Für Merrbach war es die dritte Teilnahme in Dudenhofen. Dass es zu einer neuen persönlichen Bestzeit gereicht hatte, überraschte den Sieger etwas. Schließlich sei er den Ultramarathon aus dem vollen Training heraus gelaufen, berichtete der 33-Jährige, der sich zudem über die guten Bedingungen in Dudenhofen freute.

Vereinskollege Wiessner, der ebenfalls am Vorabend angereist war, freute sich über seine Leistung: „Ich habe meine Bestzeit um fast vier Minuten verbessert.“ Eine neue Bestzeit gab es auch für den drittplatzierten Eggenschwiler. „Ich habe mir das Rennen gut einteilt“, meinte der Schweizer. Der Heusenstammer Markus Heidl, der für Spiridon Frankfurt startet, wurde in 3:34:00 Elfter. Uli Amborn von der LG Offenbach belegte in 3:42:53 den 22. Platz in der Gesamtwertung und gewann die M60.

Die schnellste Frau hatte mit einem Sieg selbst nicht gerechnet. Schon deshalb nicht, weil Sabine Schmitt gar nicht vor hatte, das Rennen zu Ende zu laufen. Bereits nach sieben Kilometern setzte sie sich von ihren Konkurrentinnen ab. Als sie dann auch nach einem Großteil der Distanz deutlich in Führung lag, setzte langsam ein Sinneswandel ein. „Eigentlich wollte ich nach 35 Kilometern aufhören“, verriet Schmitt. Schließlich lief sie das Rennen doch zu Ende. Einen Anteil am Sieg hatte auch Führungsradfahrer Ewald Vorloeper, der sie immer wieder motivierte. „In den letzten Runden hatte ich schon schwere Beine. Glücklicherweise hatte ich deutlichen Vorsprung, so konnte ich in den letzten Runden etwas Tempo raus nehmen“, meinte Schmitt.

Sie gewann in 3:49:06 Stunden vor Astrid Staubach (3:54:53, SV Herbstein) und Natascha Bischoff (4:00:00, LSG Karlsruhe). Staubach hatte sich auf ihren Auftritt in Dudenhofen in den vergangenen zwei Wochen auf Langlaufskiern vorbereitet und schwärmte im Ziel von den idealen Schneebedingungen daheim im Vogelsberg. Auch Bischoff, die etwa die Hälfte des Rennes gemeinsam mit Staubach gelaufen war, zog ein positives Fazit. Über den vierten Platz durfte sich Katrin Herbrik vom TV Hergershausen freuen, die nach 4:00:40 Stunden in Ziel kam.

Bilder: Der 50 km-Ultramarathon des RLT Rodgau

Die beiden Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Benedikt Hoffmann (2:57:26) und Tinka Uphoff (3:32:42) waren in diesem Jahr nicht am Start. Die Mannschaftswertung der Männer gewann das Team mega-joule.ch I vor dem ASC Marathon Friedberg I und dem Eiscafé Winter Hauenstein I. Bei den Frauen siegte die LG Mauerweg Berlin I vor dem 100 Marathon Club 1. Von den 812 Startern erreichten 526 das Ziel. Altersklassensiege gab es aus der Region unter anderem für Noemi Diebold (TV Babenhausen, weibl. U23), Christian Runzer (Dreieich, U23), Simone Stöppler (W50, SSC Hanau-Rodenbach) und Ruth Jäger (W65, JSK Rodgau).

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.