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Besondere Pokalspiele: Carsten Frey trifft auf Sohn Aaron und Spezi Breideband / Schäfer trainierte einst Ljubicic

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Von: Gert Bechert

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Eintracht Oberrodenbach steht erstmals im Halbfinale. Und die Mannschaft von Trainer Carsten Frey ist gut drauf, besiegte am Wochenende in der Kreisoberliga den SV Wolfgang mit 8:1.
Eintracht Oberrodenbach steht erstmals im Halbfinale. Und die Mannschaft von Trainer Carsten Frey ist gut drauf, besiegte am Wochenende in der Kreisoberliga den SV Wolfgang mit 8:1. © Scheiber/Göbel

Der Hanauer Fußball-Kreispokal geht in die vorletzte Runde. Im Halbfinale stehen sich am Dienstagabend (19.30 Uhr, Sportplatz am Wald) die SG Bruchköbel und der FC Hanau 93 gegenüber, am Mittwoch (19 Uhr, Hainmühle) folgt die Partie zwischen Eintracht Oberrodenbach und dem FC Erlensee. In beiden Spielen sind die Gäste klar favorisiert.

Hanau – Der 3:1-Sieg gegen Sportfreunde Oberau hat bei der SG Bruchköbel zu Entspannung im Abstiegskampf der Gruppenliga Ost geführt. Umso konzentrierter geht das Team von Claus Schäfer in die Partie gegen die 93er.

Trotzdem ordnet der Fußballlehrer dem Ligaverbleib alles unter. Auf dem Sportplatz am Wald kommt es zu einem Wiedersehen mit Kreso Ljubicic. Mit dem jetzigen Spielertrainer der 93er hatte Schäfer schon vor über 15 Jahren Kontakt. Damals war der heute 54-jährige Trainer der U19-Junioren der Frankfurter Eintracht und hatte Ljubicic als Spieler unter seinen Fittichen.

Hanaus Spielertrainer betonte im Vorfeld zum wiederholten Mal, wie wichtig ihm der Pokal ist. Und das trotz der weiter bestehenden Abstiegsgefahr des FC Hanau 93 in der Hessenliga. „Ich will den Pott gewinnen“, macht er vor der Begegnung mit dem Gruppenligisten unmissverständlich deutlich. Nach der klaren 0:4-Niederlage bei Türk Gücü Friedberg fordert der Ex-Profi eine Reaktion seiner Mannschaft. Diese stellt sich wie in den vergangenen Spielen fast von selbst auf. Nur zwölf Feldspieler stehen zur Verfügung, erneut muss er Anleihen aus dem B-Team nehmen.

Carsten Frey freut sich auf das Spiel gegen den FC Erlensee. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen trifft der Oberrodenbacher Trainer auf seinen langjährigen Niederrodenbacher Spezi Jochen Breideband, der seit Sommer vergangenen Jahres den FCE coacht, zum anderen steht mit Aaron Frey sein Sohn in den Reihen des Hessenligisten. „Gefühlt haben wir keine Chance, die wollen wir aber nutzen“, lautet sein Credo. Die Ergebnisse nach der Winterpause lassen Frey dem Spiel mit vorsichtigem Optimismus entgegenschauen. Von acht Punktspielen wurden sieben gewonnen, nur die Partie beim VfR Kesselstadt ging verloren, dazu gesellte sich noch der 1:0-Sieg im Viertelfinale gegen Germania Dörnigheim. „Das Spiel gegen Erlensee ist ein absolutes Highlight. Die Eintracht stand noch nie im Halbfinale des Kreispokals und hat in diesem Wettbewerb noch nie gegen einen Hessenligisten gespielt“, berichtet der 52-Jährige, „wir wollen die 90 Minuten genießen, das Ergebnis spielt keine Rolle.“

Breideband kramt vor der Begegnung ebenfalls in den Erinnerungen. „2004 wurden wir gemeinsam mit der Mannschaft von Germania Niederrodenbach Meister der damaligen Bezirksliga Hanau“, sagt der FCE-Übungsleiter. Das Spiel am Mittwoch hat für den 46-Jährigen einen „gewissen Reiz.“

„Es ist immer schön, auf ehemalige Teamkollegen zu treffen, die man gut kennt.“ Spätestens hier enden allerdings die Nettigkeiten. Breideband macht unmissverständlich deutlich, den Pokal verteidigen zu wollen. Gleichzeitig warnt er vor einer Unterschätzung des Kreisoberligisten: „Wir sind im Viertelfinale beim 3:2 in Kesselstadt mit Ach und Krach eine Runde weitergekommen.“ Er wartet das Montagtraining ab, um die Mannschaftsaufstellung bekannt zu geben. Fakt ist, dass angeschlagene Spieler keinesfalls auflaufen werden. Bei 19 zur Verfügung stehenden Feldspielern eher ein Luxusproblem.

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