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Skurriler Modus verhindert EM-Titel

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Von: Christian Düncher

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Mittendrin: Leon Hees vom RK Heusenstamm (links) und Max Calitz im Spiel gegen Georgien.
Mittendrin: Leon Hees vom RK Heusenstamm (links) und Max Calitz im Spiel gegen Georgien. © Jan Perlich

Die deutsche Siebenerrugby-Auswahl mit Leon Hees vom RK Heusenstamm wird trotz 10:1 Siegen nur Vize-Europameister

Offenbach – Trotz einer starken Bilanz von zehn Siegen und nur einer Niederlage hat das deutsche Siebenerrugby-Nationalteam den zweiten Gewinn der Europameisterschaft nach 2019 verpasst. Nach Platz eins beim ersten EM-Turnier in Lissabon musste sich die Mannschaft um Leon Hees vom RK Heusenstamm bei der zweiten und letzten Station in Krakau dem alten und neuen Kontinental-Meister Spanien im Halbfinale klar mit 10:31 geschlagen geben. Weil die Iberer das Endspiel gegen Frankreich gewannen, lagen sie in der Endabrechnung zwei Punkte vor dem deutschen Team, das zum zweiten Mal in Folge Vize-Europameister wurde.

Im Endspiel von Lissabon hatte sich die DRV-Auswahl noch gegen Spanien durchgesetzt. In Krakau fehlten allerdings sechs wichtige Akteure, darunter Sam Rainger vom RK Heusenstamm, der wie einige andere geschont wurde.

Zudem erwies sich der skurrile Modus als Nachteil für das deutsche Team. In Lissabon hatten die Gruppensieger direkt das Endspiel bestritten, in Krakau gab es ein Halbfinale. Und in das zog Spanien nach einer Niederlage gegen Portugal „nur“ als Zweiter seiner Gruppe ein.

„Natürlich wäre es schön gewesen, zum zweiten Mal einen EM-Titel für Rugby Deutschland zu holen“, sagte Manuel Wilhelm, Vorstand Leistungssport von „Rugby Deutschland“, wie der Verband nun heißt. Die „deutlich wichtigeren Herausforderungen“ seien aber die Qualifikationsturniere zur WM (16./17. Juli in Bukarest) und zur Weltserie (August). „Wenn wir da erfolgreich sind, lässt sich die heute verpasste Chance sicher leichter verkraften. Man darf nicht vergessen, dass wir eine recht unerfahrene Mannschaft auf dem Platz hatten, die sich aber gut geschlagen hat. Vor ein paar Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, mit so einem jungen Team auf diesem Niveau um den Turniersieg mitzuspielen.“  

Leon Hees sagte: „Insgesamt können wir zufrieden sein, zumindest mit dem ersten Turnier und der Tatsache, dass wir trotz so vieler Wechsel den zweiten Platz in der Gesamtplatzierung gesichert haben. Trotzdem wäre hier in Polen mehr noch möglich gewesen. Aber wir haben noch ein wenig Zeit, um für die nächsten Aufgaben daran zu arbeiten.“ (Von Christian Düncher)

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