Offenbacher dominiert in Leipzig - Platz drei für FCO-Team

Degenfechten: Bodoczi zum zweiten Mal Deutscher Meister

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Gut gelaunte FCO-Fechter in Leipzig. Thorsten Bayer, Nikolaus Bodoczi, Kampfrichter Uwe Neder, Richard Schmidt und Toni Kneist (von links).

Großer Erfolg für Nikolaus Bodoczi und den Fechtclub Offenbach (FCO) am Wochenende in Leipzig: Der 25-Jährige gewann am Samstag zum zweiten Mal nach 2014 den deutschen Meistertitel im Degen-Einzel.

Offenbach – Im Mannschaftswettbewerb belegte Bodoczi gestern mit seinen Offenbacher Vereinskollegen Richard Schmidt, Toni Kneist und Thorsten Bayer nach einer klaren Niederlage im Halbfinale gegen Tauberbischofsheim (28:45) und einer starken Vorstellung gegen Heidenheim (45:43) den dritten Rang.

Im Finale des Einzels hatte sich Bodoczi mit 15:9 deutlich gegen Samuel Unterhauser vom FC Tauberbischofsheim durchgesetzt. Zwischenzeitlich hatte er sogar mit 11:3 geführt. „Ich habe wirklich sehr, sehr gut gefochten, habe wenig Fehler gemacht und die Ruhe bewahrt“, berichtete Bodoczi. Da einige Favoriten überraschend ausgeschieden waren, hatte er frühzeitig seine Chance gewittert. „Mir wurde die Tür weit aufgemacht, so etwas wird in den nächsten zehn Jahren wohl nicht mehr passieren“, meinte er.

Knackpunkt war sein Gefecht im 16er K.o. gegen Janek Stumpf aus Tauberbischofsheim. Bis kurz vor dem Ende lag er 12:14 zurück, drehte die Partie in den letzten Sekunden zum 15:14. „Das war der Punkt, an dem ich wusste, dass ich nicht mehr zu stoppen bin und mit der Goldmedaille nach Hause fahren will.“ Und das schaffte er nach den Siegen gegen Fabian Rieblinger (Augsburg; 15:8), Fabian Herzberg (Leverkusen; 15:13) und Unterhauser auch tatsächlich.

„Nikolaus gibt immer alles, verfügt über einen unbändigen Siegeswillen. Ganz besonders, wenn ihn niemand auf der Rechnung hat“, lobte FCO-Vorsitzender Eberhard Theobald den Deutschen Meister. Richard Schmidt, Sieger im Jahr 2016, belegte nur Platz 17, Toni Kneist, im Vorjahr Zweiter im Einzel, folgte auf Platz 18.

Bereits morgen fliegt Bodoczi mit der deutschen Auswahl zum Weltcup nach Kolumbien. Mitte Mai beim Weltcup in Paris wird sich endgültig entscheiden, ob er das Ticket für die Europameisterschaft im Juni in Düsseldorf und die Weltmeisterschaft im Juli in Budapest lösen kann. „Die deutsche Meisterschaft ist da nicht ausschlaggebend, aber ich habe die Weichen gestellt, stehe kurz vor den Großereignissen. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und nicht zu träumen“, sagte Bodoczi.

Die für Heidenheim startende Offenbacherin Nadine Stahlberg, zuvor FCO, belegte zweimal Platz zwei. Sie verlor am Samstag im Einzel das Finale gegen Beate Christmann aus Tauberbischofsheim mit 9:12. Zuvor hatte sie unter anderem Anna Hornischer (Heidenheim; 15:14) und Julia Wagner (Berlin; 15:8) geschlagen. „Das war für mich ein super Turnier und hat mega viel Spaß gemacht. Meine Leistungskurve steigt weiter an“, berichtete Stahlberg, die gestern mit Heidenheim im Finale gegen Bayer Leverkusen mit 36:39 unterlag.

Florina Plachta, Vizepräsidentin Sport des FCO, meinte: „Man sieht, was Nikolaus und Nadine bei uns in Offenbach für eine gute Ausbildung genossen haben. Ich bin wahnsinnig glücklich und stolz angesichts dieser Ergebnisse. Das ist schon beeindruckend.“  

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