Ex-Profi Uli Borowka warnt vor Alkoholsucht

„Bietet im Verein lieber Wasser statt Bier an“

Las in Offenbach aus seinem Buch „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“: Uli Borowka   J Foto: p
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Las in Offenbach aus seinem Buch „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“: Uli Borowka

Offenbach - Nicht nur die fußballerische Karriere von Uli Borowka, auch seine Ehe und die Beziehung zu seinen zwei Kindern zerbrachen am Alkohol.

Eindrucksvoll schilderte der Ex-Nationalspieler beim Fanprojekt Offenbach, wie es dazu kam und wie er es schaffte, seine Alkoholabhängigkeit als Krankheit zu akzeptieren, seit Jahren trocken zu sein und ein neues Leben zu führen.

Seit einer viermonatigen stationären Entziehungskur vor 14 Jahren lebt Uli Borowka abstinent. In einer Autobiografie „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ hat er seine Karriere und Alkoholabhängigkeit verarbeitet.

Borowka, geboren 1962, lernte zunächst den Beruf des Maschinenschlossers. In der Bundesliga war er für Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen aktiv. Als Abwehrspieler kam er von 1981 bis 1996 insgesamt 388 Mal in der Bundesliga zum Einsatz und erzielte 19 Treffer. Mit Bremen wurde er 1988 und 1993 Deutscher Meister und 1991 und 1994 DFB-Pokalsieger. Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger mit Bremen 1991/92.

Gute Erinnerungen an Bieberer Berg

Gut erinnert sich Borowka an den Bieberer Berg, wo er im DFB-Pokal einen entscheidenden Elfmeter für Bremen verwandelte. Der als „Eisenfuß“ bekannte Abwehrspieler, auch „die Axt“ genannt, war wegen einer Schuss- und Zweikampfstarke gefürchtet. Er galt als einer der besten und härtesten Verteidiger seiner Zeit.

Bereits in jungen Jahren war Alkohol sein ständiger Begleiter – sowohl im Verein als auch in der Lehre. Borowka appellierte im Saal des Fanprojekts Offenbach in der Luisenstraße an Trainer und Verantwortliche : „Bietet den Jugendlichen Wasser und Brause an statt Bier oder Ramazotti!“ Ein Appell, den Rainer Ummenhofer (Suchthilfezentrum Wildhof) und Frank Weber vom Ordnungsamt (Geschäftsstelle Kommunale Prävention) gerne aufnahmen und auch an die Vorbildfunktion der Erwachsenen erinnerten. Eine Zuhörerin ergänzte: „Auch die Eltern sind in der Verantwortung, dass ihre Kinder nicht zum Alkohol greifen!“

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Bei Offenbacher Schulen wirbt die Stadt seit zirka vier Jahren für Workshops des Suchthilfezentrums zur Alkohol- und Suchtprävention, die dank der Finanzierung des Fördervereins Sicheres Offenbach kostenlos angeboten werden können: „Dass die gut ankommen und ein Aufklärungsbedarf gesehen wird, zeigt die kontinuierlich steigende Nachfrage der Lehrkräfte“, so Frank Weber. 2013 wurden Workshops von neun Schulen für 26 Klassen mit 618 Schülern gebucht, auch für das Schuljahr 2014/15 liegen beim Suchthilfezentrum Wildhof bereits einige Anmeldungen vor.

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vvg

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