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Breideband entspannt dank großem Kader, Ljubicic mit Kampfansage

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Von: Gert Bechert

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Auf geht’s: FC Erlensees Coach Jochen Breideband klatscht seinen Jungs aufmunternd zu. Am Mittwoch steht das Derby in Hanau an.
Auf geht’s: FC Erlensees Coach Jochen Breideband klatscht seinen Jungs aufmunternd zu. Am Mittwoch steht das Derby in Hanau an. © Scheiber

Kreso Ljubicic redet erst gar nicht um den heißen Brei herum. „Wir haben mit dem FC Erlensee noch eine Rechnung offen“, betont der Spielertrainer des FC Hanau 93 vor dem morgigen Derby (19 Uhr, Kastanienallee) in der Fußball-Hessenliga. Die 0:4-Hinspielschlappe wurmt den am Sonntag 33 Jahre alt gewordenen Ex-Profi noch immer. Und auch die Gelb-Rote Karte am Samstag beim FSV Fernwald wegen wiederholten Meckerns beschäftigt ihn.

Hanau – „Ich bin in meiner gesamten Profizeit nur einmal vom Platz geflogen, das war 2016 beim FC Winterthur, wo ich wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. Ich bin gegen Schiedsrichter nie persönlich geworden“, verteidigt sich der in Maintal aufgewachsene Kroate. Selbstkritisch räumt er aber ein, dass er sich nicht auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter und seinem Assistenten hätte einlassen dürfen. Alles geschah - wie berichtet - nach der Roten Karte für Torwart Armend Brao wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums. Selbst der vor Ort befindliche Erlenseer Beobachter Martin Kirchner empfand die Hinausstellung als sehr hart.

Die personelle Lage spitzte sich für den HFC vor dem Derby weiter zu. Neben den verletzten Rico Kaiser, Varol Akgöz und Semih Sentürk fallen jetzt auch Brao und Ljubicic aus. Alles Stammspieler, wie der 93-Trainer betont. Im Tor wird Mitja Hofacker stehen, der seine Sache im zweiten Durchgang in Fernwald gut machte. „Er genießt unser Vertrauen. Mit seiner kommunikativen Art kommt er gut an“, stärkt Ljubicic das Selbstvertrauen seiner Nummer zwei. Die Stelle des Spielertrainers wird sehr wahrscheinlich Kapitän Tolga Ünal einnehmen, auf den Ljubicic aus taktischen Gründen am Samstag verzichtete.

Gischewski ist noch nicht fit

Patrick Gischewski fühlt sich nach seiner Corona-Erkrankung immer noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. „Ich kenne das. Ich war selbst an Corona erkrankt und habe vier Wochen gebraucht, um wieder fit zu werden“, berichtet Ljubicic. Obwohl auch Erlensee den Ausfall von vier Spielern beklagt, spricht Jochen Breideband von einer entspannten personellen Lage. „Wir sind in Anbetracht der Corona-Pandemie bei unserer Saisonplanung von einer vermehrten Zahl von Ausfällen ausgegangen. Unser großer Kader kommt uns daher entgegen“, sagt der Erlenseer Coach.

Neben Marcel Mohn (verletzt) und Jonas Bassenauer (studienbedingt verhindert) stehen auch Sven Franek und Dorian Ahouandjinou nicht zur Verfügung, die erst diese Woche wieder ins Training einsteigen. Dem Kader gehört wieder Nico Hixt an, der gegen Steinbach verhindert war. Im Tor hat Breideband mittlerweile ein Luxusproblem. Der vom B-Team nach oben gezogene Leonhard Kohlstedt hat sich als vollwertiger Ersatz herauskristallisiert. „Ich bin froh, dass ich mit Kohlstedt und Jens Westenberger zwei gute Torleute zur Verfügung habe“, ließ Breideband offen, wer am Mittwoch zwischen den Pfosten steht.

Für den HFC steht viel auf dem Spiel. Der fünfte Platz, der die Qualifikation für die Aufstiegsrunde bedeutet, ist das erklärte Ziel. Dazu bedarf es eines Dreiers gegen Erlensee, es wäre zugleich der erste Heimsieg in der laufenden Runde. Ljubicic blickt trotz aller personellen Rückschläge optimistisch nach vorne. „Die Mannschaft ist viel fitter als noch beim Hinspiel in Erlensee, wir werden ein anderes Gesicht zeigen als bei der 0:4-Pleite in Erlensee“, ist der HFC-Übungsleiter überzeugt. Er selbst ist nach seiner Ampelkarte nicht nur gesperrt, sondern darf auch nicht auf der Bank Platz nehmen. Ihn vertritt dort Co-Trainer Alex Konjevic.

Im Gegensatz zu Ljubicic wäre Breideband mit einem Punkt zufrieden. „Wichtig ist für uns der direkte Vergleich. Um den zu gewinnen, brauchen wir einen Punkt.“ Der 46-Jährige erwartet einen heißen Tanz an der Kastanienallee. „Wir müssen konzentriert und diszipliniert an die Sache herangehen, das ist der Schlüssel zum Erfolg“, betont er. (Von Gert Bechert)

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