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Bruchköbel verzweifelt an Münsters Keeper und Hanau II unterliegt Aufstiegsaspiranten

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Von: Robert Giese

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Tobias Jockel fängt den Ball. Der Bruchköbeler Kreisläufer und seine Teamkollegen mussten sich der TSG Münster geschlagen geben, weil die einen bärenstarken Torhüter zwischen den Pfosten stehen hatte.
Tobias Jockel fängt den Ball. Der Bruchköbeler Kreisläufer und seine Teamkollegen mussten sich der TSG Münster geschlagen geben, weil die einen bärenstarken Torhüter zwischen den Pfosten stehen hatte. © Scheiber

Für die Handballer der SG Bruchköbel gab es zum Auftakt der Oberliga-Abstiegsrunde eine bittere Pleite. In der Aufstiegsrunde gab es für die HSG Hanau II die erwartete Niederlage gegen einen Meisterschaftsfavoriten.

Bruchköbel/Hanau – Die SG Bruchköbel ist mit einer Heimniederlage in die Abstiegsrunde der Oberliga gestartet. Gegen die TSG Münster kam die Mannschaft von Torsten Weber nicht über ein 23:27 hinaus, was vor allem an zwei gegnerischen Spielern lag, die den Unterschied ausmachten.

Zur HSG Pohlheim und damit zum Top-Favoriten auf den Aufstieg führte die zweite Mannschaft der HSG Hanau am Sonntagabend das Auftaktspiel in der Aufstiegsrunde der Oberliga. Trotz Personalproblemen konnten die Hanauer die Partie lange ausgeglichen gestalten, auch wenn sich der Favorit am Ende durchsetzte.

SG Bruchköbel - TSG Münster 23:27 (12:12): Vor 250 Zuschauern in der Dreispitzhalle begannen die Bruchköbeler stark und lagen nach knapp zehn Minuten mit 6:3 in Führung. Diesen kleinen Vorsprung verspielten die Gastgeber aber rasch, der Rest der ersten Halbzeit verlief ausgeglichen. Auch beim Seitenwechsel waren beide Mannschaften noch gleichauf.

Nach Wiederanpfiff riss Münster das Ruder an sich: 13:17 nach 37 und 15:21 nach 46 Minuten waren die nächsten Zwischenstände aus Sicht der SGB. Entscheidend waren dabei vor allem zwei Spieler aufseiten der Gäste, denn während Patrick Weber nach Belieben traf - insgesamt gelangen dem früheren Bundesliga-Spieler 13 Tore - verhinderte Thomas Bolling im Kasten der TSG, dass die Bruchköbeler im Angriff die passende Antwort fanden.

„Er hat uns eindeutig den Zahn gezogen“, kommentierte SGB-Coach Torsten Weber mit Blick auf die starke Leistung des gegnerischen Schlussmanns, der gerade in der zweiten Halbzeit etliche hochkarätige Chancen der Bruchköbeler entschärfte und seinem eigenen Team damit einen entscheidenden Vorteil verschaffte.

Trotz des deutlichen Rückstands kämpfte die SGB aber bis zum Schluss und wurde für diese gute Moral beinahe noch belohnt, denn gut zwei Minuten vor dem Abpfiff waren die Bruchköbeler beim 23:25 wieder in Schlagdistanz. Einige „merkwürdige“ Schiedsrichterentscheidungen beendeten die Aufholjagd der Hausherren aber jäh, wobei Weber die Unparteiischen nicht als Grund für die Niederlage ausmachen wollte: „Wir haben gerade in der zweiten Halbzeit nicht gut gespielt und sind an unserer eigenen Chancenverwertung gescheitert.“

SG Bruchköbel: M. Bätz, Simic; A. Günes (9/1), Eck (3), Haupt, Jockel (3), Junker, Kosch (2), Klein (1), Kulenovic, Wienand, J. Wolff, M. Wolff (2), Zutic (3) - Schiedsrichter: Minwegen / Rautschka - Siebenmeter: SGB 1/1, TSG 8/6 - Zeitstrafen: SGB 4, TSG 6 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Friemann (36., TSG, grobes Foul) - Zuschauer: 250

HSG Pohlheim - HSG Hanau II 28:21 (10:7): Obwohl sie einige Ausfälle zu verzeichnen hatten - in Jannik Wadel und Til Bachmann fehlten alleine zwei Linkshänder -, präsentierten sich die Gäste bei den Mittelhessen anfangs stark und lagen nach zehn Minuten mit 4:2 in Führung. „Wir haben eine sehr gute Abwehr gespielt und Henrik Naß war ein sicherer Rückhalt“, freute sich der Hanauer Trainer Norbert Wess über seine sattelfeste Defensive.

Dass Hanau noch im Lauf der ersten Hälfte in Rückstand geriet, lag an der nicht immer überzeugenden Leistung in der Offensive, wo die Gäste sich den ein oder anderen technischen Fehler oder Ballverlust zu viel erlaubten, was Pohlheim umgehend bestrafte. Mit 10:7 aus Sicht der Gastgeber wechselten die Teams die Seiten, angesichts von nur drei Toren Rückstand beim Seitenwechsel war Wess im ersten Durchgang aber nicht unzufrieden.

Die Grimmstädter ließen sich auch nach Wiederanpfiff zunächst nicht abschütteln und waren nach gut 40 Spielminuten bei zwei Treffern Rückstand noch in Schlagdistanz. Dann musste Cedric Schiefer jedoch mit Rückenproblemen vom Feld, was die Personalnot im Rückraum weiter vergrößerte. „Außerdem haben wir dann ein paar Mal zu früh abgeschlossen“, monierte Wess.

Während Pohlheim die Ballverluste und Fehlwürfe der Gäste zu Tempo-Gegenstößen nutzte, ging den Hanauern angesichts fehlender personeller Alternativen die Kraft aus, wodurch sich die Mittelhessen auf bis zu neun Tore absetzen konnten. Obwohl Hanau am Ende mit 21:28 unterlag, war Wess stolz: „Wir haben uns hier teuer verkauft und Pohlheim lange geärgert.“

HSG Hanau II: Naß, Schäfer; Graichen (3), Horn (3/2), D. Kegelmann (1), Kirchherr (1), Niederhüfner (1), Reinhardt (1), Schiefer (1), Siegmund (1), Steiner (5), Stengel (4) - Siebenmeter: Pohlheim 1/0, Hanau II 2/2 - Zeitstrafen: Pohlheim 5, Hanau II 5 - Zuschauer: 300

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