Gruppenliga

Bruchköbeler Personalsorgen immer größer: Die Perspektivspieler sollen es richten

Die SG Bruchköbel profitiert von den jungen Talenten aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft. Paul Marti Kern (rechts) gehört dazu und punktete mit der SGB zuletzt gegen Kickers Obertshausen.
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Die SG Bruchköbel profitiert von den jungen Talenten aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft. Paul Marti Kern (rechts) gehört dazu und punktete mit der SGB zuletzt gegen Kickers Obertshausen.

Vier Vereine aus dem Fußballkreis Hanau sind am Wochenende in der Gruppenliga gefordert. Alle vier müssen auswärts ran, alle vier im Fußballkreis Offenbach. Den dicksten Brocken bekommt Germania Dörnigheim mit Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt vorgesetzt.

Sportfreunde Seligenstadt - Germ. Dörnigheim (Sa., 16 Uhr): „Das ist eine schwere Aufgabe, aber wir wollen da punkten. Und Seligenstadt hat ja auch eine schwere Aufgabe vor sich“, sagt Germania-Coach Jochen Kostiris selbstbewusst. Er hat die Sportfreunde beim 6:0-Sieg in Steinheim beobachtet. Dass Jan Hertrich, Philipp Traut und Jakob Traut jeweils mit einem Doppelpack gute Form bewiesen, hat er registriert. „Aber das weiß man vorher, deswegen muss man da nicht hinfahren“, so Kostiris, der wieder auf die Treffsicherheit seines Torjägers hofft. Emmanuel Becker, der zu Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, traf beim 6:1 gegen den VfB Offenbach viermal. „Er hat lange wegen seiner Leistenprobleme nur unregelmäßig trainieren können, ist noch nicht bei 100 Prozent. Der Viererpack hat ihm gutgetan“, meint der Germania-Coach, der neben den Langzeitverletzten auch auf seinen zweitbesten Torschützen, Mert Özkan, verzichten muss. Er wurde am vergangenen Spieltag wegen Knieproblemen ausgewechselt. Bei Seligenstadt kehrt mit Muhammed Kayaroglu ein wichtiger Spieler zurück.

SG Nieder-Roden - SG Marköbel (So., 15.30 Uhr): Im Mittelfeld der Tabelle kann die auf Rang acht notierte SGM im Erfolgsfall mit dem Sechsten Nieder-Roden nach Punkten gleichziehen. Die SGN wartet seit vier Spieltagen auf einen Sieg. Für Marköbel sei es wichtig, im Blick zu haben, dass man 45 Punkte für den Klassenerhalt brauche. Dafür müsse gepunktet werden, egal gegen wen, meint Wolfram Rohleder. „Daher wäre es schön, wenn wir bis Winter noch ein paar Pünktchen sammeln könnten“, sagt der Coach, der lediglich einige angeschlagene Spieler zu beklagen hat. Sein Team hat erst neun Tore in 13 Spielen erzielt. „In der jetzigen Phase mit dem dünnen Kader und vielen Spielen, steht im Training eher regenerieren an. Das trägt nicht dazu bei, dass wir eine Torfabrik werden.“

1. FC Langen - FC Hanau 93 II (So., 15.30 Uhr): Die Hessenliga-Reserve der 93er war am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz. Trainer Burim Gashi war mit den Trainingseinheiten zuletzt nicht zufrieden: „Das habe ich mir anders vorgestellt. Einige waren krank, andere hatten mit der Uni zu tun.“ Gashi ärgert sich über den Trainingsrückstand vieler Spieler und daraus resultierende fehlende Fitness. Für das Gastspiel beim Tabellensiebten, der unter der Woche aus dem Offenbacher Kreispokal ausschied (nach Elfmeterschießen gegen Ligakonkurrent VfB Offenbach) stehen alle Spieler zur Verfügung. Ein großer Vorteil könnte Verstärkung aus dem Erstmannschaftskader sein. Das Hessenliga-Team ist spielfrei. „Da sind einige Verletzte und Kranke zurück im Training. Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere davon Spielpraxis sammeln soll“, so Gashi. Wer in der Zweiten auflaufen wird, entscheidet sich am Samstag nach dem Training der ersten Mannschaft.

Germ. Klein-Krotzenburg - SG Bruchköbel (So., 15.30 Uhr): Trainer Claus Schäfer hat arge Personalsorgen. Er sieht den kommenden Spieltag für erste und zweite Mannschaft sowie A-Jugend als große Herausforderung. „Es ist ähnlich wie die letzten Wochen. Wir pfeifen seit Wochen aus dem letzten Loch“, meint der SGB-Coach. „Die Personalsituation war lange extrem schlecht, jetzt ist sie am absoluten Limit.“ Mehr als eine komplette Mannschaft falle aus, nur bei den Torhütern bestünden keine Sorgen. Schäfer setzt wieder auf „Perspektivspieler aus dem B-Team“, die nun die Möglichkeit hätten, sich in den Vordergrund zu spielen. „Die jungen Spieler haben es letzte Woche beim 1:1 gegen Obertshausen, die ja auch keine Laufkundschaft sind, sehr gut macht. Daraus schöpfen wir Hoffnung.“ Der Tabellenvierte aus Klein-Krotzenburg ist gut in Form. „Sie kommen voller Selbstvertrauen, haben Bad Orb beeindruckend mit 6:1 geschlagen“, sagt Schäfer.  tj

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