2. Bundesliga West führt Offenbacher nicht auf

BSC-Rugger klagen vor Zivilgericht

Offenbach - In der Tabelle der 2. Rugby-Bundesliga West sucht man den BSC Offenbach nach dem ersten Spieltag vergebens. Ob das so bleiben wird, müssen nun Juristen klären.

„Noch ist alles offen“, sagt BSC-Sprecher Bruno Vrga, der fest davon überzeugt ist, „dass wir unser erstes Spiel nachholen dürfen“. Zuletzt hatte das Schiedsgericht des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) entschieden, dass der BSC nicht in die 2. Liga aufsteigen darf, offenbar auch, weil der hessische Verband (HRV) die dafür erforderliche Zustimmung verweigert hatte.

Der BSC zog daher vor ein Zivilgericht. Er will per einstweiliger Verfügung erreichen, in der 2. Liga spielen zu dürfen, und fordert zudem 50.000 Euro Schadenersatz, da er im Glauben, aufgestiegen zu sein, Spieler verpflichtet hat. Laut Vrga haben DRV und HRV bis heute Zeit, sich gegenüber dem Gericht zu äußern.

Bilder: BSC gewinnt Offenbacher Derby

Der BSC-Sprecher kündigte an, „notfalls bis vor den europäischen Gerichtshof zu gehen“. Falls man aber keinerlei Aussicht auf Erfolg habe, werde man in der Regionalliga antreten und die Saison als „Einspieljahr“ nutzen. Die eigentlich für die 2. Liga geholten Spieler stehen weiterhin zur Verfügung. Unter anderem kamen in Giorgi Gujabidze (SC Neuenheim), David Khomeriki (RK Heusenstamm) und George Oqromelidze drei georgische Erste-Reihe-Stürmer. Ziel sei es, gut mitzuspielen und so eine Basis für die Jugend zu legen, so Vrga. In welcher Liga das sein wird, ist aber unklar. (cd)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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