„Bulle und Bär“ kommen doch noch zum Zug

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Beim Halbmarathon gingen 800 Läufer an den Start.

Egelsbach (lfp) - Die Narren hätten sicherlich gelacht, wenn gerade die 33. Veranstaltung des Egelsbacher Waldmarathons „den Bach runter“ gegangen wäre. Viel hatte nicht gefehlt und es wäre soweit kommen.

Ein Gewitter hatte seine Spuren hinterlassen. Aufgrund der starken Böen wurden viele Bäume im „Koberstädter Wald“, durch den die Laufstrecke führt, beschädigt oder gar umgeworfen. Das Forstamt Darmstadt und das Forstamt Langen kündigten daraufhin mit sofortiger Wirkung den Vertrag zur Durchführung der Veranstaltung.

Doch mit Hilfe des für die Koberstadt zuständigen Revierleiters Manfred Schröpfer wurde eine Alternativstrecke gefunden. Diese entsprach zwar nicht auf den Meter genau den Vorgaben, doch der Austragung stand nichts mehr im Wege.

„Da die Strecke nicht den Vorgaben entspricht, werden die Zeiten auch nicht in die Wertungslisten eingehen, die Platzierungen zählen aber für die Wertung des Pfungstädter Laufcups sowie für die Kreismeisterschaften des HLV-Kreises Darmstadt-Dieburg“, erläuterte Horst Bernau, der den Koberstädter Marathon mitbegründete.

Ein Ausfall wäre blöd

Den Marathon-Lauf gewann Roland Roelz (Lawine Langen) in 2:38,53 Stunden, gefolgt von Elmar Wilde (Aschaffenburg) in 2:50,13 und Lars Kegler (BF Darmstadt) in 2:50,28 . Der Rodgauer Björn Appel kam mit 2:50,34 auf den vierten Platz und Alfred Leonhardt (SG Egelsbach) gewann mit 3:18,55 die Altersklassenwertung M60. Bei den Frauen siegte die in der Altersklasse W50 startende Regina Blatz in einer beachtlichen Zeit von 3:08,08 Stunden, gefolgt von Manuela Hohmeister (W40, LB Mörfelden-Walldorf) in 3:17.18 Std. und Deborah Deckert (W55, Aschaffenburg) 3:31,11 Stunden).

Den Sieg über die Halbmarathon-Distanz holte sich Marc-André Ocklenburg (Essen) in 2:12,20 Stunden, auf den Rängen folgten Stefan Rauch (1:16,16) und Alexander Görzen (1:17,41). Dirk Förster von der SG Egelsbach kam nach 1:18,50 als Fünfter ins Ziel. Bei den Frauen siegte Haimanot Haile (W20, Spiridon Frankfurt) in 1:24,37 vor Marion Peters-Karbstein (Langen) in 1:32,16. und Christina Poetzsch in 1:33,06.

Den 10-Kilometer-Lauf bei den Männern gewann Sebastian Zang (TV Hergershausen) in 36:18 Minuten, bei den Frauen siegte Candes Gentry in 43:45 Minuten.

Die Halbmarathon-Strecke betrug durch den geänderten Streckenverkauf 20,9 anstatt 21,1 Kilometer, die Marathonstrecke gar nur 40 Kilometer.

„Ein Ausfall wäre für uns blöd gewesen, denn wir haben diesen Lauf fest in unsere Serie eingeplant“, meinte Kay Spamer, der mit seiner Laufpartnerin Andrea Helmut den 20. Marathonlauf absolvierte. Das Isenburger Duo meisterte bereits den Transalpin Run und nimmt an der Serie „In jedem Bundesland ein Marathon“ teil. Als „Bulle und Bär“ sind sie weiter auf Erfolgskurs.

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