Trainer aus Heusenstamm schafft Durchmarsch

Coopers Coup: Abermals 1. Tennis-Liga

Offenbach - Er hat es wieder getan. Larry Cooper aus Heusenstamm ist mit den Tennis-Damen des TC Bad Vilbel in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Dem 69 Jahre alten Trainer und seinem Team gelang damit der Durchmarsch.  Von Rolf Joachim Rebell 

Als Aufsteiger in die 2. Bundesliga gewann der TC Bad Vilbel alle fünf Begegnungen und sicherte sich die Meisterschaft. Bereits in den 1990er Jahren war der in Chicago geborene US-Amerikaner bei Rot-Weiß Neu-Isenburg für den Aufschwung im Damen-Tennis verantwortlich, sechs Jahre lang sahen die Zuschauer auf der Anlage an der Alicestraße Bundesligatennis.

Cooper schaut sehr gerne auf diese schöne Zeit zurück. „Ich habe noch viele Erinnerungen daran“, sagt er. „Wir hatten viele tolle Spiele mit bis zu 1 000 Zuschauern auf der Anlage. Damals hat sich ein Großteil der deutschen und internationalen Tennisspitze bei Rot-Weiß Neu-Isenburg gezeigt. Der Höhepunkt war sicher das Finale um die Deutsche Meisterschaft 1997, leider haben wir beide Spiele gegen Heidelberg verloren.“

Zu einigen seiner damaligen Spielerinnen hat Cooper immer noch Kontakt. Andrea Glass (einst die Nummer 53 der Weltrangliste) und Petra Winzenhöller (1994 deutsche Meisterin im Einzel) „leben ja noch in Neu-Isenburg“, sagt der Erfolgstrainer. „Einige haben mir über die sozialen Medien zum Aufstieg mit Bad Vilbel gratuliert.“

Cooper, der seit 1971 in Deutschland lebt, war zunächst Trainer bei Foresta Gravenbruch und dem hessischen Verband. Über den TC Waldschwimmbad kam er nach Neu-Isenburg. Von dort ging es weiter zum TV Buchschlag und schließlich zum TC Bad Vilbel, den er nun in die 1. Liga führte. Beide Aufstiege in das Oberhaus seien „sehr schön“ gewesen, meint Cooper. „In Neu-Isenburg gelang uns das aber mit vielen Eigengewächsen.“ Er übernahm das Team auf Bezirksebene, entwickelte es ständig weiter. „Wir sind mehrfach aufgestiegen, es war ein steiler Weg nach oben.“

Die Klasse mit Bad Vilbel zu halten, wird nicht einfach. In Hessens größtem Talent Mara Guth und Jule Niemeier (einst Offenbacher TC) wurden lediglich zwei deutsche Spielerinnen eingesetzt. „Ohne ausländische Spieler kannst du in dieser Klasse nicht viel ausrichten“, stellt Cooper klar. „Welche Rolle wir kommende Saison spielen wollen, soll zeitnah entscheiden werden. Aber um die Klasse zu halten, müssten wir sicher personell noch etwas nachlegen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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