HESSENLIGA

Corona macht die Platzsuche noch schwerer: Hanau 93 bestreitet kommendes Heimspiel in Hochstadt

Hier können die 93er diese Woche nicht rein: Weil auf der Sportanlage in Steinheim viel Betrieb herrscht, hat der Hessenligist sich beim FC Hochstadt eingemietet. Der SVG hofft, dass das Flutlicht der Hanauer bald fertig ist.
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Hier können die 93er diese Woche nicht rein: Weil auf der Sportanlage in Steinheim viel Betrieb herrscht, hat der Hessenligist sich beim FC Hochstadt eingemietet. Der SVG hofft, dass das Flutlicht der Hanauer bald fertig ist.

Hessenligist FC Hanau 93 feiert seine Heimpremiere in dieser Saison im benachbarten Hochstadt. Dort, auf dem Kunstrasenplatz wird am heutigen Dienstagabend (19.30 Uhr) das Match gegen den FV Bad Vilbel angepfiffen. Eine reizvolle Partie mit Derby-Charakter gegen einen starken Gegner, der mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen einen zufriedenstellenden Start hinlegte.

Hanau – Sollte für den HFC nach diesem Spiel die gleiche Ausbeute zu Buche stehen, wäre für Spielertrainer Michael Fink der allenfalls durchschnittliche Auftritt beim FSV Fernwald vergessen. „Ich will nicht vor dem zweiten Spieltag schon sagen, dass wir zum Siegen verdammt sind, doch klar ist, dass ich eine deutliche Reaktion meiner Mannschaft sehen und natürlich das Spiel gerne gewinnen möchte.“

Fink kann sich natürlich noch gut an die Duelle in den vergangenen Spielzeiten in der Verbandsliga Süd und der Hessenliga gegen die Wetterauer erinnern. Fast in jeder Partie ging es eng zu. In der vergangenen Runde teilten die Teams zweimal die Punkte. „Ich habe Bad Vilbel beobachtet, das ist ein starker Gegner“, warnt Fink.

Trainer sieht bei Hanau 93 noch Luft nach oben

Der Ex-Profi sieht im eigenen Team genügend Potenziale schlummern und war deshalb am vergangenen Samstag beim torlosen Remis etwas enttäuscht, weil der eine oder andere Spieler leistungsmäßig noch Luft nach oben hatte: Semih Sentürk etwa. Vom Neuzugang aus Alzenau, in Fernwald an der Seite von Wessam Abdel-Ghani auf der Doppelsechs im Einsatz, erhofft sich Fink noch mehr Offensivdrang. Generell war ihm das Angriffsspiel am ersten Spieltag etwas zu statisch, auch andere Spieler liefen nicht zu Höchstform auf.

Die Personallage ist im Vergleich zum Auftaktspiel etwas angespannter. Sorgen bereitet der hintere Oberschenkel von Salvatore Bari. Erste Ultraschall-Untersuchungen lassen einen Muskelfaserriss befürchten, was für den Stürmer eine mehrwöchige Pause bedeuten könnte.

Mehrere Spieler von Hanau 93 haben mit Verletzungen zu kämpfen

Feta Suljic knickte in Fernwald um. „Sein Fußgelenk ist dick geworden, sein Einsatz ist daher sehr fraglich“, berichtet Fink. Enis Muratoglu plagt sich mit Rückenbeschwerden herum. Beim Innenverteidiger steht der Einsatz deswegen ebenfalls auf der Kippe. Wieder zur Verfügung steht Tarik Sejdovic. Frisch aus dem Urlaub zurück, sammelte der Linksverteidiger am Sonntag im Gruppenligaspiel der zweiten Mannschaft beim FSV Bad Orb Spielpraxis und steuerte zum 4:1-Erfolg auch einen Treffer bei.

Fink hätte an diesem ersten Wochenspieltag am liebsten an der Kastanienallee gespielt, doch der geplante Flutlichtbau lässt sich in der Kürze der Zeit nicht realisieren. „Für das nächste Wochentagheimspiel im Oktober habe ich ein Fünkchen Hoffnung, dass wir in Hanau spielen können“, sagt Fink.

Trainer Fink trainierte mit Hanau 93 nicht in Hochstadt

Klar wäre dem Trainer ein echter Heimvorteil am liebsten. Im Grunde genommen findet für die 93er das Spiel am Dienstagabend gegen Bad Vilbel auf neutralem Platz statt, da der Hessenligist in Hochstadt ja nicht trainiert. „Das wäre auch nicht möglich, weil unser Platz an allen Wochentagen in der Regel mit unseren eigenen Mannschaften belegt ist“, berichtet der FCH-Vorsitzende Manfred Maier.

Tore müssen her: Diesmal wollen es Kristijan Bejic (links) und seine HFC-Kollegen besser als in Fernwald machen.

Für das eine Spiel, eben jenes am Dienstag, stellt der Kreisoberligist den Platz gerne bereit und improvisiert, was den eigenen Trainingsbetrieb betrifft. „Wir helfen gerne aus und freuen uns natürlich auch über ein bisschen Umsatz“, so Maier. Der Kreisoberligist wird den Verkauf von Speisen und Getränken übernehmen, während die Zuschauereinnahmen in die Kasse von Hanau 93 fließen. Der Hessenligist ist zudem laut Maier für die Umsetzung der Einlasskontrollen des Hygienekonzepts verantwortlich.

Hanau 93 muss für das Training demnächst wohl wieder nach Steinheim ausweichen

Was den Trainingsbetrieb betrifft, werden die 93er wohl in den kommenden Wochen wieder nach Steinheim ausweichen müssen. „Ich hoffe, dass die Flutlichtanlage auf dem 93er-Gelände bald fertig ist, denn die Belegungssituation am Pfaffenbrunnen ist sehr grenzwertig“, berichtet SVG-Vereinschef Bernd Hartmann.

Coronabedingt hat der Gruppenligist seinen Trainingsbetrieb etwas entzerrt. Die drei gemeldeten Mannschaften der Steinheimer wollen aber ebenfalls trainieren und müssen sich zudem die freien Zeiten noch mit DJK Eintracht Steinheim teilen. Mehrfachnutzungen an gleichen Tagen von verschiedenen Vereinen erschweren aber optimale Umsetzung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen. Gerade im Bereich der Umkleiden und Duschen.

„Wir sind der Hauptnutzer der Sportanlage und haben uns von der Stadt versichern lassen, dass unsere Spieltermine vorgehen“, erklärt Hartmann. So wäre es an diesem Mittwoch zu einer Terminkollision gekommen, da der SVG Steinheim in der Gruppenliga Frankfurt Ost gegen die Sportfreunde Seligenstadt im Einsatz ist.

Von Frank Schneider

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