Corona-Krise im Sport

Von klassischem Rugby-Training weit entfernt

Es ist keine einfache Phase für Rugby-Vereine: Die aktuelle Spielzeit wurde abgebrochen. Wann und in welcher Form die kommende Saison stattfindet, ist unklar.

Offenbach – Zumal Kontaktsportarten wohl als letzte in den Wettkampfbetrieb zurückkehren werden. Dennoch hat beim RK Heusenstamm und BSC Offenbach das Training begonnen. Den Anfang machten in Heusenstamm die U12 und U14. Kommende Woche folgen U16 und U18 - alle auf dem Hartplatz. Die Herren (1. Liga) trainieren noch individuell. Erst am 16. Juni, wenn die derzeit gesperrten Rasenplätze zur Verfügung stehen, werden auch sie gemeinsame Einheiten absolvieren.

„Es ist aber kein klassisches Training“, erklärt Markus Walger, Präsident des RKH. Sogar die Touch-Variante, bei der man den Gegner lediglich abklatscht, anstatt ihn per Tackling zu Boden zu bringen, ist verboten. Stattdessen wurde der Platz in vier gleichgroße Felder aufgeteilt. In jedem üben vier Spieler unter Anleitung eines Trainers. „Jeder muss zwei Meter Abstand halten. Das heißt, wir können lediglich Technik, Kraft und Fitness trainieren“, so Walger.

Wynston Cameron-Dow, Spielertrainer des BSC Offenbach, der zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs souverän die Tabelle der 2. Liga anführte, übt mit seinen Jungs wieder. „Die Entscheidung, dass es keine Aufsteiger gibt, war nicht leicht zu verdauen“, gibt er zu. „Aber so ist das Leben. Wir werden eine noch stärkere Mannschaft aufbauen und zeigen, dass wir nach oben gehören.“ Im Training bemühe man sich, das Beste aus der Situation zu machen. „Wir laufen viel, halten Abstand. Es gibt nichts Schöneres, als wieder mit den Jungs auf dem Platz zu sein.“

cd

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth / dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare