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Das Schlusslicht und ein Topteam warten auf HSG Hanau II und SG Bruchköbel

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Von: Robert Giese

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Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die HSG Hanau II: Die Babenhäuser Steffen Pieroth (links) und Martin Habenicht (rechts) hatten Cedric Schiefer und seinen Teamkollegen nicht viel entgegenzusetzen.
Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die HSG Hanau II: Die Babenhäuser Steffen Pieroth (links) und Martin Habenicht (rechts) hatten Cedric Schiefer und seinen Teamkollegen nicht viel entgegenzusetzen. © Scheiber

Nach einer kurzen Winterpause sind die Oberliga-Handballer der SG Bruchköbel und der HSG Hanau II zum Rückrundenstart gefordert. Mit der MT Melsungen II gastiert am Sonntag das Topteam der Nordstaffel in der Dreispitzhalle.

Buchköbel/Hanau – Die Hanauer sind in der Südstaffel ebenfalls am Sonntagabend im Einsatz, haben bei der SG RW Babenhausen allerdings eine deutlich einfachere Aufgabe.

SG RW Babenhausen - HSG Hanau II (So., 18.00 Uhr): Nachdem die zweite Mannschaft der HSG auf dem vierten Platz überwintert hat, kann sie zum Rückrundenauftakt die Weichen für ein weiteres erfolgreiches Handballjahr stellen: Gewinnt das Team von Norbert Wess nämlich beim Tabellenletzten aus Babenhausen, könnte es den Abstand auf den fünften Rang auf bis zu vier Punkte vergrößern und damit einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen.

„Wir haben es selbst in der Hand“, umreißt der HSG-Coach die Situation, denn der Spielplan hat den Hanauern ein dankbares Auftaktprogramm beschert: Zunächst geht es zum abgeschlagenen Schlusslicht nach Babenhausen, danach empfängt man den Vorletzten aus Münster.

Um diese gute Ausgangsposition nicht zu verspielen, wollen die Hanauer an ihren Erfolg im Hinspiel anknüpfen und erneut doppelt gegen die „Löwen“ punkten. „Das wird allerdings kein Selbstläufer wie im Hinspiel“, warnt Wess mit Verweis auf den klaren 30:14-Sieg damals, denn Babenhausen habe sich im Saisonverlauf stabilisiert. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sie sich in einen Rausch spielen, denn sie haben durchaus torgefährliche Spieler“, verweist der HSG-Coach unter anderem auf Carl-Philipp Erk, der bereits 28 Treffer erzielt hat.

Die Mittel der Wahl, um auch in die Rückrunde mit einem Sieg zu starten, sind bei der HSG die gleichen wie in der Hinrunde: Stabile Abwehr, hohes Tempo, einfache Tore. Den Kader hat es inzwischen aber ordentlich durcheinandergewirbelt: Auf Leistungsträger wie Daniel Kegelmann oder Jonas Faust, die wegen Verletzungen ausfallen, muss der Trainer der Hanauer erst einmal verzichten, auch Sebastian Siegmund auf Linksaußen wird nicht zur Verfügung stehen.

Neben Julian Niederhüfner, der nach überstandener Verletzung wohl in den Kader zurückkehren wird, sollen es daher erneut vor allem die Talente richten: Aus der A-Jugend der Hanauer, die am Wochenende spielfrei ist, werden erneut mehrere Spieler ins Oberliga-Team rücken und den ohnehin schon recht niedrigen Altersschnitt noch weiter senken.

Wess ist - auch angesichts der jüngsten Leistungen der jüngeren Spieler um Benjamin Horn und Cedric Schiefer - nicht bange, auf die Talente zu setzen: „Wir haben da eine Menge Potenzial und unsere spielerischen Qualitäten kamen zuletzt immer besser zum Vorschein.“ Geht es nach dem Trainer der Hanauer, darf sich dieses Bild im neuen Jahr gerne fortsetzen, doch dazu muss sein Team die nötige Disziplin an den Tag legen. „Wir müssen dieses Spiel“, fordert Wess daher, „völlig seriös angehen.“

SG Bruchköbel - MT Melsungen II (So., 17.00 Uhr): Die Nordhessen gehen zwar als klarer Favorit ins Duell mit der SGB, deren Trainer Torsten Weber will die Partie dennoch keinesfalls schon im Vorfeld abschreiben. Dabei ist dem Bruchköbeler Coach durchaus bewusst, vor was für einer schwierigen Aufgabe seine Mannschaft steht: „Individuell“, so Weber, „ist Melsungen durch die Bank stärker als wir.“ Vor allem die rechte Melsunger Seite mit dem Toptorschützen David Kuntscher strahle viel Gefahr aus, wegen der EM-Pause verstärkt Julian Fuchs diese Seite zudem noch weiter.

Auf dem Spielfeld sind die Nordhessen bisher ungeschlagen, verloren die beiden Punkte gegen die HSG Kleenheim-Langgöns aber am Grünen Tisch, weil sie einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatten. Diesen Gefallen werden sie den Bruchköbelern am Sonntagabend allerdings kaum machen, sodass die SGB alles einsetzen muss, um etwas Zählbares zu holen. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, alles an Punkten zu holen, was möglich ist“, stellt Weber klar, weshalb Bruchköbel auch als Außenseiter auf seine Chance lauere.

Damit es gegen Melsungen klappt, müssen in der Dreispitzhalle einige Dinge anders laufen als im Hinspiel - damals unterlag der Tabellensechste aus Bruchköbel mit 23:30 und war letztlich chancenlos. „Wir müssen in der Deckung geduldig sein und kompakt stehen“, fordert Weber daher diesmal, „außerdem brauchen wir ein gnadenloses Rückzugsverhalten und müssen unsere Überzahlsituationen ausnutzen - denn zu denen wird es sicherlich kommen.“

Grundsätzlich gehe es darum, „Melsungen das Leben schwerzumachen“, wie der SGB-Coach betont, der dafür eine tadellose Disziplin von seiner Mannschaft verlangt - „und zwar über 60 Minuten.“ Gegen den Tabellendritten - Melsungen hat erst fünf Partien bestritten - dürfte vor allem die Bruchköbeler Defensive gefragt sein, denn kein Team der Liga war bisher torhungriger als die Nordhessen, die pro Spiel im Schnitt mehr als 33 Treffer erzielen.

Weber hofft jedoch, dass Melsungen nicht die beste Leistung abrufen kann und die Gastgeber hingegen überzeugen können, „denn dann ist auch gegen Melsungen etwas möglich.“

Die genaue Kaderzusammensetzung der SGB steht noch nicht fest: Während Sergej Zutic weiterhin nicht zur Verfügung steht, könnten Leon Eck und Bennet Wienand möglicherweise wieder auflaufen. (Von Robert Giese)

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