Löwen scheitern an Bietigheim

Endstation Halbfinale

+
Enttäuschte Löwen nach dem Aus: Tim Schüle (links) und Eric Stephan nach der Schlusssirene.

Frankfurt - Nach einer 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)-Niederlage gegen die Bietigheim Steelers verabschieden sich die Löwen Frankfurt in die Sommerpause, verlieren die „Best-of-seven“-Serie mit 2:4 Spielen.

„Wir müssen schlauer spielen“, hatte Interimscoach Franz Fritzmeier nach dem mit 2:5 verlorenen Freitagsspiel seinen Mannen geraten, die die einfachsten Dinge erfolgreichen Eishockeys in den Play-offs nicht beherzigten. Der Satz schien jedoch eher bei den Steelers gefruchtet zu haben, die geradlinig und schnörkellos ihre Kreise am Ratsweg zogen.

„Die Partie wurde mit effizientem Überzahlspiel entschieden“, hatte Kevin Gaudet, der scheidende Bietigheimer Trainer, ebenfalls am Freitag erkannt und der Satz schien bei seinen Grünweißen auch angekommen zu sein. Die nutzten nämlich das erste Powerplay zu einem ihrer oft einstudierten Spielzüge durch Tyler McNeely (5. Minute), als der freistehend von Justin Kelly gesehen wurde, der Frankfurter Verteidiger viel zu weit weg war. Die Angriffe der Löwen danach waren aus der Rubrik „bemüht“, aber wenig gefährlich für Steelers-Schlussmann Sinisa Martinovic.

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie zumindest unterhaltsamer, denn der Sonntagsschuss des gebürtigen Bietigheimers im Löwen-Trikot, Tim Schüle, ließ die Hoffnungen der nur gut 4500 Zuschauer wieder aufkeimen. Der Verteidiger traf dabei aus unmöglichem Winkel genau das Tordreieck (23.).

Doch die Freude währte nicht allzu lange, denn als sich in René Schoofs ein Abwehrspieler der Schwaben ins Angriffsspiel einschaltete, hatten den die Frankfurter nicht im Blick und der traf fast unbedrängt zur erneuten Führung (28.). Kaum war bei den Gästen der Torjubel verklungen, setzte Löwen-Verteidiger Pawel Dronia einem Abpraller nach und erzielte nur 63 Sekunden später den Ausgleich zum 2:2 (29.).

Bilder: Löwen im Playoff-Halbfinale

Im Schlussdrittel waren beide Teams sichtlich bemüht, keine Fehler zu machen. Dies gelang den Löwen mit enormem Einsatz sogar besser, doch vor dem Tor des Gegners waren sie zu harmlos. Die große Chance, noch ein siebtes Spiel zu erzwingen, ergab sich in Minute 54, als die Löwen einen Akteur mehr auf dem Eis hatten, aber wenig bis nichts mit der Überzahl anzufangen wussten. Die Fans peitschten ihr Team zwar weiter nach vorne, konnten aber die Defizite aus einer langen Saison nicht kaschieren.

Ein Konter brachte dann die Steelers ins Finale, als Justin Kelly den Unterschied zwischen den Frankfurter und Bietigheimer Importspielern aufzeigte. Der Kanadier traf zum 3:2 (58.), beendete die Löwen-Träume von der erneuten Meisterschaft. (ulan)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare