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Der Knall bei den „Fröschen“: FSV Bischofsheim trennt sich von Trainer Palermo

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Von: Thorsten Jung

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Kein Trainer mehr: Giovanni Palermo hatte sich nach der langen Corona-Pause sehr auf den Re-Start gefreut. Nach zwei Saisonspielen hat er schon wieder Pause.
Kein Trainer mehr: Giovanni Palermo hatte sich nach der langen Corona-Pause sehr auf den Re-Start gefreut. Nach zwei Saisonspielen hat er schon wieder Pause. © Scheiber

Die erste Trainerentlassung in der Fußball-Kreisoberliga Hanau nach dem dritten Spieltag kam für alle überraschend - sogar für den Spielausschussvorsitzenden und den Coach selbst. Giovanni Palermo ist seit Montag nicht mehr für den FSV Bischofsheim tätig.

Maintal – „Das kam überraschend, weil bis letzte Woche noch alles okay war“, sagte Palermo am Tag nach der Trennung. „Diese Entwicklung war nicht abzusehen“, teilte Klaus Pawlytko mit. Der Spielausschussvorsitzende versicherte aber, dass die bisherigen Ergebnisse nicht ausschlaggebend gewesen seien. Am vergangenen Wochenende war Bischofsheim spielfrei, zuvor unterlag man bei der Spvgg. Hüttengesäß 1:2 und spielte beim KSV Langen-Bergheim 2:2.

Auf die Gründe der Trennung „im gegenseitigen Einvernehmen“, wie es Pawlytko nennt, wollte keine der Parteien näher eingehen. „Das sind Interna. Deswegen heißen sie so und deshalb will ich das nicht ansprechen“, meinte Palermo. Man habe am Montag zusammengesessen und die Punkte durchgesprochen, die angestanden hätten, und sich entschieden, es zu beenden, erklärten Verein und Trainer fast wortgleich.

Unterschiedlicher Meinung schien man bei der Kaderzusammensetzung gewesen zu sein. Dass die Abgänge von Leistungsträgern wie Lukas Juling (FC Gelnhausen) und Nikola Andrejic (SG Rosenhöhe) nicht kompensiert wurden, scheint einer der Punkte gewesen zu sein, über die Palermo und die FSV-Verantwortlichen gesprochen haben. „Wenn sich zwei Leistungsträger anders orientieren, ist es mit dem Ersatz eine schwierige Geschichte“, so Pawlytko. Oft würde es eine gewisse Zeit brauchen, ehe sich die Neuzugänge eingeordnet hätten. Er verhehlte aber auch nicht, dass der eine oder andere weitere Neuzugang wünschenswert gewesen wäre. „Das war vor der Runde ja bekannt, dass sie gehen, damit muss man umgehen können und das haben wir getan“, sagte wiederum Palermo.

Der Spielausschussvorsitzende sprach von vielen verletzten und angeschlagenen Spielern und dem Saisonstart, der nicht rund gelaufen sei. Von der „Grundentwicklung“ habe man kein gutes Gefühl mehr gehabt. „Die vielen Pausen haben dem Gefüge nicht gutgetan. Die Mannschaft konnte sich aufgrund von Verletzungen nicht finden. Das spiegeln die ersten Ergebnisse wider“, so Pawlytko

Die „Frösche“ wollen in der Nachfolge-Frage einen Schnellschuss vermeiden. Eine interne Lösung sei ebenso denkbar wie eine externe. Möglich sei auch, dass am kommenden Sonntag in Wolfgang ein Interimstrainer auf der Bischofsheimer Bank Platz nehmen könnte.

Für Palermo steht derweil eine weitere ungeplante Fußballpause an. „Das kam sehr überraschend, klar ist man da enttäuscht. Ich werde jetzt erst mal in Ruhe schauen.“ Vor dem Saisonstart hatte der 49-jährige Ex-Coach des FC Hochstadt und der Spvgg. Dietesheim im HA-Interview noch gesagt, die lange Corona-Pause sei langweilig gewesen und dass er sich auf jedes Spiel freue. Nach nur zwei Saisonspielen ist ihm diese Freude vorerst wieder genommen.

Von Thorsten Jung

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