Verbandsliga

Deutlicher 5:1-Sieg für SC 1960 Hanau im Auftaktspiel

Guter Einstand: Hanaus Neuzugang Masaya Ohashi überwindet den Ginsheimer Schlussmann Max Kunze zum zwischenzeitlichen 2:1. Foto: TAP

Fußball. Der Start in die neue Saison der Verbandsliga Süd ist dem SC 1960 Hanau geglückt. Der 5:1 (2:1)-Sieg gegen den VfB Ginsheim II vor nur 120 Zuschauern fiel allerdings zu hoch aus, was auch Savas Erinc bestätigte.

Von Gert Bechert

„Das Ergebnis spiegelt nicht den wahren Spielverlauf wider. Ich muss dem Gegner ein Kompliment machen, im ersten Durchgang haben sie uns das Leben sehr schwer gemacht“, kommentierte der HSC-Trainer das Geschehen.

Der Neuling war mit vier Akteuren aus dem Hessenligakader angereist und bestimmte die Anfangsminuten. Die Gäste ließen mit ihrem hautnahen Pressing die Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel kommen und erarbeiteten sich in den ersten zehn Minuten drei gute Möglichkeiten. Bereits nach drei Zeigerumdrehungen kam Henok Teklab nach einer Linksflanke frei zum Schuss, scheiterte jedoch an HSC-Keeper Jannis Pellowski.

Spielgeschehen war auf den Kopf gestellt

Wenig später spitzelte ein HSC-Abwehrspieler dem einschussbereiten Tim Vietze (5.) das Leder noch vom Fuß. In der achten Minute lief Oliver Schmitt nach einem mustergültigen Pass allein auf Pellowski zu, erneut vereitelte der HSC-Keeper einen Rückstand.

Das wurde in der Folge bestraft. Markus Hofmeier (11.) versenkte einen Freistoß aus 23 Metern zur 1:0-Führung. Gästetorwart Max Kunze sah dabei nicht gut aus. Das Spielgeschehen war auf den Kopf gestellt. Ginsheim ließ sich davon nicht beeindrucken und glich durch Vietze (23.), der allerdings deutlich im Abseits stand, aus.

Unzufriedenheit zur Halbzeit

Der HSC kam langsam auf Touren und ging nach 28 Minuten erneut in Führung. Der quirlige Neuzugang Masaya Ohashi schloss den schönsten Spielzug des Tages zur 2:1-Führung ab. In der 39. Minute hatte der HSC erneut viel Glück, als Schmitt mit einem Schlenzer nur den Pfosten traf.

Kein Wunder, dass Okan Sari zur Halbzeitpause trotz der Führung nicht zufrieden war. „Wir sind hinten zu anfällig, da muss ich was ändern“, forderte der Sportliche Leiter. Der von Sari erhoffte Treffer zum 3:1 ließ nicht lange auf sich warten. Der von Wormatia Worms gekommene Ex-Alzenauer Aret Demir (47.) traf ins lange Eck.

Fast optimale Chancenverwertung

Die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen, offenbarten aber im Abschluss weiter große Schwächen. Ganz im Gegensatz zum HSC, der seine Chancen eiskalt nutzte. Der für den leicht angeschlagenen Travis Parker in der 75. Minute gekommene Michael Kohnke unterstrich sofort seine Torjägerqualitäten. Nach Pass von Demir erhöhte der Neuzugang auf 4:1 (81.). Den Schlusspunkt setzte Demir (85.), diesmal war Kohnke der Passgeber.

„Unsere fast optimale Chancenverwertung gab letztlich den Ausschlag. Jetzt können wir entspannter den kommenden Aufgaben entgegensehen“, meinte Erinc abschließend. Viel Zeit hat der HSC nicht. Schon am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) gastiert mit dem JSK Rodgau der nächste Aufsteiger im Herbert-Dröse-Stadion.

1960 Hanau: Pellowski – Aslan (75. Hiromoto), Gültekin, Fustero, Boateng – Bayraktaroglu, Bicakci, Hofmeier, Demir – Parker (50. Kohnke), Ohashi (84. Yildiz) – Tore: 1:0 Hofmeier (11.), 1:1 Vietze (23.), 2:1 Ohashi (28.), 3:1 Demir (47.), 4:1 Kohnke (81.), 5:1 Demir (85.) – Schiedsrichter: Rother (Heppenheim) – Zuschauer:120 – Beste Spieler:Hofmeier, Demir, Parker/Shojo, Schmitt

Quelle: Hanauer Anzeiger

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