A-Jugend der HSG Hanau

DHB-Pokal: Joker Torben Scholl sorgt für ersten Saisonsieg

Gegen die Niederlage gestemmt: HSG Hanaus Torben Scholl (am Ball) und Nils Prüfert (Nr. 15).
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HSG Hanaus Torben Scholl (am Ball) spielte gegen Ende der Partie in Münster groß auf.

Lange mussten die A-Jugendhandballer der HSG Hanau auf ihren ersten Saisonsieg warten, am Samstag war es so weit: Im DHB-Pokalspiel bei der TSG Münster gelang ein 34:31-Auswärtssieg. Der Erfolg bei der favorisierten TSG war nicht nur auf die konzentrierte Leistung über die gesamte Spieldauer zurückzuführen, sondern auch Ergebnis eines taktischen Kniffs in der Schlussphase.

Hanau – In der Endphase hatten die Gastgeber zunächst allerdings alle Trümpfe in der Hand, denn die Hanauer lagen zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 26:28 zurück und mussten wenig später auch noch eine Zeitstrafe gegen sich hinnehmen. Allerdings zog HSG-Coach Adrian Schild mit Torben Scholl den entscheidenden Joker: „Er hat 50 Minuten auf der Bank geschmort, aber dadurch konnte ich mit ihm am Ende noch einen frischen Spieler bringen. Münster war platt, wir waren spritziger“, freute sich Schild über den gelungenen Schachzug, denn Scholl netzte in kürzester Zeit dreimal ein.

Eine spannende Schlussphase hatte sich schon zuvor angedeutet, denn die HSG knüpfte nahtlos an ihre gute Leistung aus der Vorwoche an. „Wir haben uns sogar noch einmal gesteigert, auch wenn wir zu Beginn“, so der HSG-Coach zum Drei-Tore-Rückstand nach acht Minuten, „ein paar gute Chancen ausgelassen haben.“

In der Folge steigerten sich die Gäste stetig, legten viel Leidenschaft und Engagement an den Tag und waren gerade im Tempospiel deutlich besser als zuletzt. Daher drehten die Hanauer in der Anfangsviertelstunde die Partie und gingen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause.

Münster, das in der Vorwoche einen Auswärtssieg in Aue feierte, gab sich nicht geschlagen und holte sich die Führung zehn Minuten nach Wiederanpfiff zurück. „Wir haben da etwas den Faden verloren und Münster hat auch wirklich stark gespielt“, betonte Schild, Die HSG blieb allerdings auch wegen Torwart Philipp Spenkoch in Schlagweite – und konnte in den Schlussminuten die entscheidenden Wirkungstreffer setzen.

HSG Hanau: Philipp Spenkoch, Benedikt Weigand; Philipp Busse (6), Akos Csaba (4/1), Alen Durmic, Marlon Faust, Leon Gutknecht, Peer Kreuzkam (4), Max Moock (7), Niels Prüfert (2), Cedric Schiefer (8), Niklas Schierling, Torben Scholl (3), Justin Schreiber – Schiedsrichter: F. Foerster/T. Foerster – Siebenmeter: TSG 5/5, HSG 1/1 – Zeitstrafen: TSG 4, HSG 3  rob

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