Füchse können mit klarem Heimsieg gegen SG Pforzheim die Abstiegszone der Rugby-Bundesliga verlassen

Die schweren Kerle sind der Vorteil für den RK Heusenstamm

Der RK Heusenstamm um Tobias Apelt (mit Ball) will sich wie gegen den RC Luxemburg nun auch gegen die SG Pforzheim durchsetzen.
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Der RK Heusenstamm um Tobias Apelt (mit Ball) will sich wie gegen den RC Luxemburg nun auch gegen die SG Pforzheim durchsetzen.

Die Ausgangslage ist gut und gefährlich zugleich. Dessen ist sich auch Markus Walger bewusst. Und so will der Präsident und Ex-Spieler des Rugby-Erstligisten RK Heusenstamm dem Heimspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den direkten Tabellennachbarn SG Pforzheim keine zu große Bedeutung beimessen. „Ja, es ist ein wichtiges Spiel, aber kein Schlüsselspiel“, meint Walger.

Heusenstamm - In den ersten vier Partien haben die „Füchse“ bereits gegen zwei direkte Konkurrenten gepunktet - beim 8:8 gegen den Vorletzten Heidelberger RK (4) und beim jüngsten 29:18 gegen Schlusslicht RC Luxemburg (1). Mit acht Zählern liegen sie als Fünfter der acht Teams umfassenden Süd/West-Staffel drei Punkte vor Pforzheim und könnten diesen Vorsprung mit einem Sieg auf bis zu acht Zähler ausbauen. „Wenn wir gewinnen, hätten wir ein ganz gutes Polster“, gibt Walger zu, betont jedoch zugleich. „Wir haben in der Hinrunde gegen alle direkten Konkurrenten Heimrecht. Es gibt aber ja auch noch die Rückspiele, da kann man ruckzuck wieder unten drinstecken.“ Zumal es am Samstag auch zum direkten Duell zwischen dem RC Luxemburg und dem Heidelberger RK kommt. „Da wird einer eventuell näher an uns heranrücken. Ich gehe davon aus, dass es im Kampf um den Ligaerhalt eng bleiben wird.“ Es sei denn, die „Füchse“ gewinnen in Pforzheim und holen dabei sogar noch den Offensiv-Bonuspunkt für mindestens vier gelegte Versuche. „Dann könnten wir den Blick langsam nach oben richten“, so Walger. Mehr als Platz vier in der Staffel ist jedoch völlig utopisch.

Der TSV Handschuhsheim (1. Platz, 20 Punkte), der SC Frankfurt 1880 (2./19) sowie der SC Neuenheim (3./16) seien die „drei Topteams“, stellt Walger klar. Und gegen die gibt es für die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte nichts zu holen. Der RKH musste diese Erfahrung diese Saison bereits gegen Frankfurt (7:62) machen, Pforzheim verlor gegen Handschuhsheim zuletzt sogar 5:93. „Die Topteams würden auch noch Vollgas geben, wenn sie 200 Punkte hätten“, so Walger. „Pforzheim hat sich irgendwann aufgegeben. Gegen uns werden sie aber alles zusammenkratzen.“

Das Team aus der Goldschmiedstadt hatte in Handschuhsheim vier Stammkräfte geschont, darunter in Josh Gando und Tafadzwa Chitokwindo das überragende Duo aus Simbabwe. „Über die beiden wird bei Pforzheim alles funktionieren“, sagt Walger, der ohnehin vermutet, dass der Gegner über seine schnelle Hintermannschaft versuchen wird, dem RKH das Leben schwer zu machen. Im Sturm hingegen, also dort, wo die schweren Kerle spielen, sieht der Heusenstammer Vereinsboss klare Vorteile für die „Füchse“, zumal in Daniel Almeida (zurück auf dem Urlaub) eine weiter Alternative bereit steht.

Fehlen wird beim Gastgeber hingegen der zuletzt so starke Siebener-Nationalspieler Leon Hees, der mit dem Entwicklungsteam des Deutschen Rugby-Verbandes an einem Turnier im spanischen Elche teilnimmt. RKH-Trainer Chris Howells gibt sich zuversichtlich: „Das Spiel gegen Pforzheim ist auf jeden Fall eines, das wir gewinnen können.“

Von Christian Düncher

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