Ab sofort und bis 1. November keine Spiele

Drei Wochen Pause im Fußballkreis Offenbach

Offenbach – Aufgrund der steigenden Coronazahlen finden in Stadt und Kreis Offenbach an diesem Samstag und Sonntag sowie an den beiden folgenden Wochenenden (24./25 Oktober und 31.10./1. November) keine Fußballspiele von der C-Liga bs zur Kreisoberliga statt. „Wir haben den Spielbetrieb in Stadt und Kreis gestoppt“, sagte Offenbachs Kreisfußballwart Jörg Wagner, „es gibt viele Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Wenn das Aussetzen des Spielbetriebes bei der Eindämmung der Pandemie hilft, machen wir das gerne.“

Für die höheren Spielklassen von der Gruppenliga bis zur Hessenliga – auch bei Jugend und Frauen – lag bis Freitagabend noch keine Komplettabsage vor, allerdings wurden schon zahlreiche Spiele mit Vereinen aus Stadt und Kreis Offenbach gestrichen.

Michael Sobota, Klassenleiter der Verbandsliga Süd, setzte die Begegnungen Germania Ober-Roden - SV Pars Neu-Isenburg und Spvgg. 03 Neu-Isenburg - TS Ober-Roden ab. In der Gruppenliga fällt das Heimspiel des VfB Offenbach gegen die Sportfreunde Seligenstadt aus. Außerdem sind die SG Nieder-Roden, Germania Klein-Krotzenburg und der 1. FC Langen von Spielabsagen betroffen. Gestern Abend wurden dann alle Heimspiele der Rödermarker Vereine Germania und TS Ober-Roden, Viktoria und KSV Urberach von der Kreisoberliga bis zur D-Liga abgesagt. Im Kreis Hanau wird die Runde fortgesetzt, alle Mannschaften sind im Einsatz. Das gilt auch für die beiden Darmstädter Gruppenligisten SG Langstadt/Babenhausen und Hassia Dieburg, die an diesem Wochenende nicht auf Vereine aus dem Kreis Groß-Gerau, wo die Fallzahlen ebenfalls hoch sind, treffen.

Die neuen Maßnahmen der Stadt zur Eindämmung der Pandemie betreffen auch massiv den Sport: Duschen und Umkleiden müssen geschlossen bleiben, Zuschauer sind verboten. Bei Kontaktsportarten dürfen analog zum öffentlichen Raum maximal drei Personen oder zwei Haushalte miteinander trainieren, bei kontaktlosem Sport ist eine höhere Zahl zugelassen.

Auch der Kreis Offenbach reagierte umfassend. Zum einen mit Blick auf die Chancengleichheit, zum anderen „macht es wenig Sinn, in der Stadt Offenbach ein Spielverbot zu erlassen und einen Kilometer weiter in Mühlheim zu spielen“, erklärte Wagner.

Die Einstellung des Spielbetriebes trat mit sofortiger Wirkung bereits am Freitagnachmittag in Kraft – und dauert bis einschließlich Sonntag, 1. November, an. Angesichts der zuletzt stark ansteigenden Corona-Zahlen „mussten wir handeln“, betonte Wagner. Schiedsrichter nehmen aus Sorge um ihre Gesundheit keine Spielaufträge mehr an. Zuschauer sind (in der Stadt Offenbach) keine mehr zugelassen – im Kreis wurden sie zuletzt auf 100 pro Begegnung herabgesetzt. Während in Offenbach analog zum öffentlichen Raum maximal drei Personen miteinander trainieren dürfen, ist im Kreis für die Vereine weiter uneingeschränktes Training möglich.  leo

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