Großes Lob für Zugänge Wagenknecht und Kretschmann

Echte Gewinne für Bürgel

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Bürgels Toptorschütze Nils Lenort (rechts) in der Saisonvorbereitung gegen die Allstars mit Christian Schwarzer.

Offenbach - Sie wohnen in Darmstadt-Arheilgen in unmittelbarer Nähe, kennen sich seit der Kindheit und fahren nun gemeinsam zu den Spielen ihres neuen Vereins. Von Holger Appel 

TSG-Zugänge mit weiter Anfahrt: Markus Wagenknecht (links) und Lars Kretzschmann.

Die Zugänge Markus Wagenknecht und Lars Kretschmann sollen die TSG Bürgel in der Handball-Oberliga frühzeitig zum Klassenerhalt werfen. „Das sind zwei herausragende Persönlichkeiten ohne irgendwelche Allüren. Sie haben sich prima bei uns eingefügt, sind echte Gewinne für unsere Mannschaft“, ist Bürgels neuer Trainer Louis Rack voll des Lobes.
Rückraumspezialist Wagenknecht (25) kommt vom Landesliga-Absteiger SG Arheilgen, Linksaußen Kretschmann (22) vom Oberliga-Absteiger TuS Griesheim. Er wollte ursprünglich zum VfR Eintracht in seinen BWL-Studienort Wiesbaden wechseln, „aber das hat dann überhaupt nicht gepasst.“ Also folgte er seinem „guten Freund Markus“ nach Offenbach. Dort will er mit der TSG „in einer ausgeglichenen Liga wenn möglich Platz fünf anpeilen“. In der vergangenen Saison hatte die TSG als Aufsteiger mit 27:25 Punkten den siebten Platz unter 14 Teams belegt.

Wagenknecht, gelernter Immobilienkaufmann, äußert sich sogar noch einen Tick zurückhaltender mit Blick auf die neue Runde: „Zunächst einmal wollen wir den Klassenerhalt sichern. Wenn wir als Kollektiv gute Leistungen abrufen, keine schwerwiegenden Verletzungen hinnehmen müssen, kommen die Erfolge von ganz allein. Im zweiten Jahr in der Oberliga aber gleich nach ganz oben zu schauen, wäre vermessen.“

Wagenknecht bezeichnet seinen Freund und Kollegen „von den Fähigkeiten her als einen der besten Linksaußen, den die Oberliga zu bieten hat“. Bürgels Co-Trainer Sven Lenort ergänzt: „Lars hat in der Vorbereitung wahnsinnig viele Tore aus unmöglichen Positionen geworfen. Er verfügt über unendliche Varianten und immense Sprungkraft - da ging häufig ein Raunen durch das Publikum. Zudem ist er auch immer für einen Kempa-Trick gut.“ Beim Kempa-Trick nimmt der angespielte Akteur den Ball am Kreis in der Luft an und schließt den Wurf ab, bevor er wieder gelandet ist. Der kürzlich verstorbene Bernhard Kempa zeigte diesen Trick erstmals in einem Länderspiel gegen Schweden im Jahr 1954 - noch immer gilt er als die spektakulärste Wurfvariante im Handball.

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Über Wagenknecht sagt Co-Trainer Lenort: „Markus hat als Linkshänder eine unglaublich gute Grundausbildung. Er trifft auf dem Feld meist die richtigen Entscheidungen, erkennt schnell die Spielsituation und kann in der Abwehr und im Angriff richtig gut spielen - das können nicht viele Spieler in dieser Liga.“ Wagenkencht soll die TSG im Rückraum noch flexibler machen und Nils Lenort als Haupttorschützen, vergangene Saison immerhin 165 Mal erfolgreich, entlasten. Wagenknecht hat einst auch für Groß-Umstadt, Reinheim und Nieder-Roden gespielt.

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