76 Mannschaften in 14 Wettkämpfen

Erste Pokalrunde im Turngau Offenbach-Hanau 

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Zwei Turnerinnen im Einsatz bei den Pokalwettkämpfen des Turngaus in der Sporthalle in Nieder-Roden.

Rodgau - Garantiert an die frische Luft kommen die Turnerinnen am kommenden Samstag und Sonntag bei den Gauturnfesten in Jügesheim. Am vergangenen Wochenende war bei der ersten Pokalrunde der „Mannschaftsmeisterschaften Gerätturnen weiblich“ noch einmal Hallensport angesagt.

Insgesamt 76 Mannschaften gingen bei 14 Wettkämpfen in der Sporthalle Wiesbadener Straße in Nieder-Roden an den Start. Zur Gesamtwertung zählen auch noch die Ergebnisse der zweiten Pokalrunde, die im August in Heusenstamm stattfindet. Bei zwei der 14 Wettkämpfe geht es um die Qualifikation für die Hessenmeisterschaften, die restlichen Wettkämpfe enden bereits auf Gauebene.

14 Wettkämpfe bedeuteten wieder einiges an Vorbereitungszeit für das Organisationsteam um Fachbereichsleiterin Erika Stefanski (siehe Interview unten). Wobei sich Stefanski noch gut an die computerlose Zeit erinnern kann, als der Aufwand noch deutlich größer war. „Früher haben wir das alles per Hand geschrieben. Es läuft mittlerweile alles über den Computer, das ist eine wesentliche Erleichterung. Wobei die Arbeit nach wie vor gemacht werden muss“, erläutert Stefanski.

Über die Auswertung der Ergebnisse mussten sich die Turnerinnen keine Gedanken machen. Ihnen ging es nur darum, mit ihren Teams auf den Listen möglichst weit oben zu stehen. Wobei gute Platzierungen nicht die einzige Priorität sind. „Uns gefällt, dass wir immer wieder Neues lernen“, meinten Sena Tas und Elif Osman von der TG Dietzenbach. Die beiden Zehnjährigen trainieren zweimal die Woche, um die Wertungsrichter zu überzeugen. Lina Mensinger von der TSG Neu-Isenburg sieht das ähnlich: „Es gibt immer wieder neue Übungen, das macht einfach Spaß.“

Trainiert wird die Neu-Isenburger Truppe von Linas Mutter Conni Mensinger. Deren Eindruck ist, dass das Interesse am Turnen nach wie vor vorhanden ist. „Es ist für die Vereine eher schwieriger geworden, die Trainer zu bekommen“, hat Mensinger festgestellt. Da in Neu-Isenburg eine Trainerin ausfiel, war die studierte Sportlehrerin eingesprungen. „Das war jetzt so nicht geplant. Aber sonst wäre das Angebot weggebrochen, es gibt keinen Nachwuchs an Trainern.“ Conni Mensinger hat zudem festgestellt, dass zunehmende schulische Verpflichtungen und schwindende Freizeit bei Kindern und Jugendlichen auch dem Turnen zu schaffen machen. Das sei aber eher ein grundsätzliches Problem und habe nichts mit der Attraktivität des Turnsports zu tun. Die Mädchen seien auch früher schon beim Gerätturnen in der Überzahl gegenüber den Jungs gewesen. Allerdings nicht ganz so deutlich wie heute.

Turnfest zum 125. Geburtstag

Die moderne Technik erleichtert übrigens nicht nur den Organisatoren die Vorbereitung auf die Wettkämpfe. Beim Einturnen zu den Bodenübungen war am Wochenende immer wieder zu beobachten, wie die Turnerinnen sich auf dem Smartphone die Musik zu ihren Übungen anhörten und Schrittfolgen übten. Bis so eine komplette Bodenübung sitzt, dauere es schon ein halbes Jahr, berichtete Emma Sternischa vom TV Roßdorf: „Durch das Turnen lernt man einfach ganz viel Körperkontrolle und kommt an seine Grenzen“.

Die Zwischenstände nach der ersten Pokalrunde mit seinen insgesamt 14 Wettkämpfen gibt es auf der Turngau-Webseite unter www.turngau-offenbach-hanau.de. (ey)

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