JUGENDFUSSBALL Rodgauer B-Junioren eilen von Aufstieg zu Aufstieg, die Nutznießer sind aber andere

Ein starker Jahrgang mit einem kleinen Makel

Erfolgreiches Trio: Trainer Stephan Pauer und seine Assistenten Davin Schröder und Patrick Weihele (von links) betreuen die starken B-Junioren des JSK Rodgau.
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Erfolgreiches Trio: Trainer Stephan Pauer und seine Assistenten Davin Schröder und Patrick Weihele (von links) betreuen die starken B-Junioren des JSK Rodgau.

Rodgau – Der Jahrgang 2004 des JSK Rodgau eilt in diversen Fußball-Klassen von Erfolg zu Erfolg und von Aufstieg zu Aufstieg. Weil die jungen Fußballer am Rundenende aber in die nächste Altersstufe aufrücken, haben sie davon nicht wirklich etwas. Aktuell mischen die Jügesheimer als B1-Junioren im dritten Verbandsliga-Jahr erneut im Aufstiegsrennen mit, führen punktgleich mit der U17 von Bayern Alzenau nach sieben Partien mit je 16 Punkten die Tabelle an. Wobei die noch ungeschlagenen Teams des FC 07 Bensheim und Kickers Offenbach mit einer Begegnung in Rückstand und jeweils 14 Punkten auf der Habenseite noch besser in die Saison gestartet sind.

Der Jahrgang 2004 wird im achten Jahr von Stephan Pauer trainiert, der die Mannschaft damals als jüngeren E-Juniorenjahrgang übernommen hatte. In der Spielzeit 2018/2019 sicherte sich der JSK bei den C1-Junioren mit 15 Punkten Vorsprung auf Kickers Viktoria Mühlheim überlegen die Meisterschaft in der Kreisliga Offenbach und stieg nach zwei Duellen mit Bayern Alzenau (0:0, 4:0) in die Gruppenliga auf.

Hier ging in der Saison 2019/20 dann der 2005er-Jahrgang auf Punktejagd, während Pauer mit seiner Mannschaft in den B-Juniorenbereich wechselte - und als B2 erneut in der Kreisliga Offenbach spielte.

Zum Zeitpunkt des Corona-bedingten Saisonabbruchs waren 14 von 24 Saisonspielen absolviert, mit zwölf Siegen, einem Remis und einer Niederlage führte der JSK mit zwei Punkten Vorsprung auf den JFV Hainburg-Seligenstadt erneut die Konkurrenz an und stieg als Meister in die Gruppenliga auf. Wieder waren die 2005er der Nutznießer, während die Pauer-Schützlinge nun als B1 in der Verbandsliga am Ball sind.

„Wir haben der Mannschaft schon zugetraut, dass sie vorne mitspielt“, sagt Stephan Pauer. Wir, das sind neben dem langjährigen Torhüter (unter anderem Spvgg. Seligenstadt) noch die beiden Assistenten Davin Schröder und Patrick Weihele. „Dass es so gut läuft, ist allerdings phänomenal“, meint Pauer.

Die JSK-B-Junioren spielen bereits im dritten Jahr in der Verbandsliga. Im ersten Jahr sicherte sich der JSK unter den Trainern Thorsten Zuch und Giuseppe Vinci als Zwölfter noch den Klassenerhalt, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz betrug allerdings satte sieben Punkte. Ein Jahr später reichte es unter Gernot Lutz zu Platz acht.

„Kicken können in dieser Liga alle Mannschaften“, nennt Pauer den großen Unterschied zur Kreisliga. Das körperliche Spiel ist deutlich intensiver geworden, auch technisch zeigen sich die Gegner auf einem starken Niveau. „Und auch aus taktischer Sicht ist das etwas ganz anderes als in der Kreisliga“, betont der JSK-Trainer. Gegen Kontrahenten „auf einem gewissen Niveau“ macht es den talentierten Nachwuchskickern aber auch mehr Spaß. „Fehler darfst du dir hier keine erlauben, die werden direkt bestraft“, erklärt Pauer.

Aufgrund der Corona-Pause in den Sommermonaten tat sich im Kader des 2004er Jahrgangs vor der neuen Saison nur sehr wenig, nur drei neue Spieler kamen hinzu. Aktuell umfasst der Kader 22 Spieler, darunter zwei Torhüter, die einmal pro Woche ein spezielles Torwarttraining erhalten. Die Spieler kommen alle aus der näheren Umgebung, aus Rodgau, Offenbach und Mühlheim, zwei auch aus dem Raum Dieburg.

„Wichtig ist mir vor allem ein guter mannschaftlicher Zusammenhalt“, sagt Pauer. Beim JSK sieht er diese Voraussetzung erfüllt: „Das sind alles gute Jungs. Der Zusammenhalt ist sehr gut und auch vom Charakter her ist das eine starke Truppe.“

Pauer wird seine Mannschaft in diesem Jahr nicht mehr zum Training begrüßen können. „Ich hoffe, dass es im Januar wieder los geht“, meint er. Bis dahin sollen sich die Spieler mit Laufeinheiten und Stabilisierungsübungen fit halten. Und was ist sportlich noch möglich, ist der Aufstieg in die Hessenliga realisierbar? „Wir wollen weiter oben mitspielen“, kündigt Pauer an.

Gegen starke Konkurrenten, wie den Tabellendritten SG Kelkheim oder den Viertplatzierten Kickers Offenbach U16, haben die Jügesheimer noch gar nicht gespielt. Aber selbst wenn es mit dem Aufstieg klappen sollte - der 2004er Jahrgang hat davon nicht viel. Spieler und Trainer wechseln im Sommer in den A-Juniorenbereich und gehen dann als A2 auf Punktjagd. Die aktuelle A2 des JSK nimmt in der Kreisliga-Herbstrunde mit nur vier Mannschaften den ersten Platz ein. Mehr als Gruppenliga ist somit für Pauer und seine Jungs in der Spielzeit 2021/22 nicht möglich. Umso mehr drücken alle der A1 die Daumen, die ebenfalls in der Verbandsliga Süd eine gute Rolle spielt. Da will auch der Jahrgang 2004 in knapp zwei Jahren hin.

Von Patrick Leonhardt

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