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„Einfach nur froh, wieder laufen zu dürfen“

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Los geht’s: Das größte Teilnehmerfeld gab es beim Halbmarathon. Dort setzte sich der Frankfurter Robert Unger (vorne rechts, Trikotnummer 3809) bei optimalen Bedingungen durch.
Los geht’s: Das größte Teilnehmerfeld gab es beim Halbmarathon. Dort setzte sich der Frankfurter Robert Unger (vorne rechts, Trikotnummer 3809) bei optimalen Bedingungen durch. © eyssen

Der Offenbacher Mainuferlauf verzeichnet diesmal 1000 Finisher und damit deutlich weniger als beim letzten Vor-Pandemie-Lauf. Die Organisatoren zeigen sich dennoch zufrieden und loben die hohe Impfquote.

Offenbach – Knapp 1000 Teilnehmer kamen am Sonntag bei den vier Wettbewerben des 28. Mainuferlaufs des Offenbacher Leichtathletik Clubs (OLC) ins Ziel. Das waren zwar deutlich weniger als in der Vergangenheit, die Bilanz der Organisatoren fiel dennoch positiv aus.

Dass man an die knapp 1600 Teilnehmer des letzten Vor-Pandemie-Laufs 2019 nicht gleich wieder heran kommen würde, war für die Veranstalter nicht sonderlich überraschend. „Die meisten haben sich aber riesig gefreut, dass es wieder einen Lauf gibt und uns gelobt, dass wir es gewagt haben, die Veranstaltung durchzuführen“, berichtet der OLC-Vorsitzende Diethelm Kuttich. Finanziell werde man mit plus minus null herauskommen.

Das größte Teilnehmerfeld gab es erneut beim Halbmarathon. 401 Männer und 138 Frauen begaben sich auf die Wendepunktstrecke in Richtung Dietesheim. Der Sieg ging an Robert Unger (Spiridon Frankfurt), der nach 1:12:21 Std. ins Ziel kam. Unger siegte vor Dominic Stahl (1:14:23, CISM Running Team) und seinem Vereinskollegen Karl Hempel (1:15:40). Bei den Frauen gewann Franziska Baist von der SGK Bad Homburg in 1:18:57 vor Friederike Schoppe (1:20:23, LSG Goldener Grund Selters) und Anna Herzberg (1:23:02, Spiridon Frankfurt). Sevim Haaß vom SSC Hanau-Rodenbach kam in 1:32:21 auf Rang acht.

Die Läufer freuten sich über optimale Bedingungen. Vor allem war es windstill. Schon oft, so Diethelm Kuttich, habe man es erlebt, dass Teilnehmer mit reichlich Rückenwind schnell und in bester Stimmung in Richtung Dietesheim unterwegs waren, der Rückweg dann aber ziemlich zäh verlief. Diesmal waren die Bedingungen gleichbleibend.

Über die zehn Kilometer siegte Degen Ayele Atanaw vom ASC Darmstadt in der starken Zeit von 32:04 Minuten vor Christian Bock (32:37, Laufteam Gasser) und Sören Rathgeber (32:44, TV Alzey). „Ich bin gleich von Beginn vorne weg gelaufen“, sagte der Tagessieger, der zum zweiten Mal beim Mainuferlauf an den Start ging. Schnellste Frau war Iris Rautenberg (38:11, Spiridon Frankfurt) vor Rosali Reindl (39:26) und Franzi Basche (40:56). Siegerin Iris Rautenberg wollte zwar noch etwas schneller laufen und unter 38 Minuten bleiben, zeigte sich aber zufrieden. Dass man im Start- und Zielbereich Masken tragen musste und diese erst kurz nach dem Start abnehmen durfte, nahm sie gelassen. „Das ist für mich kein Problem. Ich bin einfach nur froh, dass wir wieder laufen dürfen“, freute sich Rautenberg, die zudem zuletzt eine Verletzungspause einlegen musste, über die Rückkehr der lokalen Laufsportveranstaltungen. Tabea Kiefer vom SC Steinberg belegte in 41:56 Minuten den sechsten Platz, Tatjana Euler vom TV Dieburg kam fast zeitgleich auf Rang sieben.

Über die fünf Kilometer gewann mit Nico Debus (Jahrgang 2008) ein Talent des SSC Hanau-Rodenbach in 17.43 Minuten vor Michael Waraus (18:11) und Eric Jäger (18:18, Eintracht Frankfurt Triathlon). Kai-Uwe Lange (20:28, TV Neu-Isenburg) kam auf Rang sechs bei den Männern. Bei den Frauen siegten zwei U16-Läuferinnen vor einer U14-Läuferin: Charlotte Weigand (19:56) vom ASC Breidenbach behauptete sich vor Maxime Fabienne Dammeyer (20:00, TV Neu-Isenburg) und Nell Kollmeyer Coelho (20:22, TV Preungesheim).

Schnellster beim Schülerlauf über zwei Kilometer war Lukas Büchner (7:50, SG Oberliederbach), bei den Schülerinnen setzte sich Luise Brzoska (8:07) von Eintracht Frankfurt durch. Platz zwei ging an Tina Vogt (8:09, TSV Heusenstamm).

Ein großes Lob von den Organisatoren, die beim Mainuferlauf die 3G-Regelung (Geimpft, genesen, getestet) anwendeten, ging an alle Teilnehmer. 96 Prozent der Vorangemeldeten, erzählte Diethelm Kuttich, sind geimpft. Daher konnte die Prüfung des Impfnachweises bereits im Vorfeld erfolgen, am Veranstaltungstag selbst mussten nur noch die ungeimpften Teilnehmer ihren Negativ-Test vorlegen.

Die hohe Impfquote freute die Organisatoren auch deshalb, weil ihnen dadurch weitere Auflagen erspart blieben. „Wären mehr als 200 ‘Nur-Getestete‘ am Start gewesen, dann hätte es erhöhte Auflagen gegeben“, meinte Kuttich. Nur beim Laufen durfte auf die Maske verzichtet werden. Nach dem Zieldurchlauf bekam jeder Teilnehmer gleich wieder eine neue überreicht.

Von Sascha Eyssen

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