Maintaler Badmintonspieler

EM-Aus in Runde zwei: Simon Krax ärgert sich über Pleite gegen Schweden

Simon Krax
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Simon Krax

Mit einer gehörigen Portion Erfahrung, aber auch mit gemischten Gefühlen ist Simon Krax von der U17-Europameisterschaft im Badminton im slowenischen Podcetrtek zurückgekehrt. Über die zweite Runde kam der Spieler des 1. BV Maintal allerdings nicht hinaus.

Maintal – Knapp zwei Wochen verweilten die stärksten 300 Badmintonnachwuchsspieler und -spielerinnen in dem Kurort, um ihre Titelträger im Mannschaftswettbewerb und in den individuellen Wettkämpfen zu ermitteln.

Was bedeutete, zwei Wochen Leben in der Corona bedingten Blase. „Es war eine tolle Erfahrung mit dem Team. Wir haben uns super verstanden“, berichtet das 16 Jahre alte Nachwuchstalent, das dem elfköpfigen deutschen Aufgebot angehörte.

Die Anreise erfolgte am 30. August, nach drei Tagen Quarantäne startete der Teamwettbewerb. Hier wartete mit England gleich ein Hochkaräter auf die deutsche Auswahl. Nachdem die ersten zwei Matches verloren wurden, ging Krax mit seinem Doppelpartner David Eckerlin (SV Fischbach) an den Start. Die beiden zeigten sich unbeeindruckt und lieferten eine famose Leistung ab. Die englische Paarung wurde mit 21:9 und 21:10 regelrecht vom Feld gefegt. Es war allerdings der einzige Punkt für das deutsche Team, am Ende stand es 1:4.

Einen Tag später steuerte Krax beim 5:0 gegen Norwegen gleich zwei Punkte bei. Neben dem Doppel gewann er das Mixed an der Seite von Pheline Krüger (SG Gittersee). Am Sonntag traf die deutsche U17-Auswahl auf den Gruppenkopf Ukraine. Krax spielte im Mixed diesmal an der Seite von Cara Siebrecht (Mülheim). In einem starken Spiel gewann das Duo gegen die späteren Mixed-Finalisten des Individualturniers mit 21:19 im entscheidenden dritten Satz und brachten die deutsche Auswahl 1:0 in Führung. Auch im Doppel siegten Krax/Eckerlin. Es reichte nicht, am Ende verlor Deutschland 2:3 und schied als Gruppendritter aus.

Im Individualturnier lief es weniger gut für den in Niddatal wohnenden Schüler. Nach klaren Siegen in der ersten Runde sowohl im Mixed als auch im Doppel, kam in Runde zwei das Aus. Insbesondere nach dem Ausscheiden im Doppel war die Enttäuschung groß. „Das Match gegen die Schweden hätten wir gewinnen müssen. Wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden“, meinte Krax frustriert.

Auch Nachwuchsbundestrainer Michael Fuchs resümierte, dass „am Ende kleine Nuancen und die Tagesform entscheidend waren“. Und letztere stimmte an diesem Tag nicht. Kein Wunder, dass Krax mit gemischten Gefühlen auf das Turnier zurückblickt. Einerseits gewann der Spieler der Regionalligamannschaft des BVM die Erkenntnis, dass er in Topform mit den besten U17-Spielern Europas mithalten kann, andererseits musste er feststellen, dass es eine Kunst ist, diese im entscheidenden Moment abzurufen.  geb

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