1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Erfahrung trifft auf junge Truppe: SV Wolfgang in der Relegation gegen SG Bruchköbel II

Erstellt:

Kommentare

Andreas Donges steht seit der Rückrunde an der Seitenlinie des SV Wolfgang.
Andreas Donges steht seit der Rückrunde an der Seitenlinie des SV Wolfgang. © Scheiber/Göbel

Der SV Wolfgang und die SG Bruchköbel II kämpfen in zwei Relegationsduellen um das letzte Ticket in der Fußball-Kreisoberliga Hanau. Das Hinspiel steigt am Sonntag um 15.30 Uhr auf dem Sportgelände des Kreisoberliga-Viertletzten Wolfgang, eine Woche später fällt die Entscheidung auf dem Waldsportplatz der SG Bruchköbel.

Hanau – Die Terminierungen beziehungsweise der späte Zeitpunkt des Rückspiels sorgen bisweilen für Unverständnis. Vom 26. Juni, dem Tag der Entscheidung am übernächsten Sonntag, bis zum Start in die Vorbereitung auf die neue Saison verbleibt den Fußballern der beteiligten Vereine kaum Zeit zum Verschnaufen. Die beiden Trainer Andreas Donges (Wolfgang) und Andreas Redmann (Bruchköbel II) hätten nichts gegen dagegen gehabt, die Relegation binnen drei oder vier Tagen durchzuziehen und womöglich das Hinspiel bereits rund um den gestrigen Feiertag anzusetzen. So geht es jetzt am Sonntag los.

Beim SV Wolfgang sind die Verantwortlichen und Spieler dankbar für die Chance, den Abstieg doch noch abwenden zu können. Das lag zuletzt nicht mehr in den Händen des SV Wolfgang. Die Relegationsteilnahme ist nur möglich geworden, weil Türk Gücü Hanau doch noch auf den letzten Drücker, nämlich am letzten Spieltag, den Klassenerhalt in der Gruppenliga Frankfurt Ost gesichert hat. „Wir waren darüber sehr froh und haben jetzt richtig Bock. Wir werden alles, was geht, reinwerfen“, sagt Trainer Andreas Donges. Sogar Benjamin Dauster, der bereits seine Karriere wegen einer Knieverletzung beendet hat, will für den zuletzt personell arg gebeutelten Kreisoberligisten für die beiden Relegationsduelle letztmals auf die Zähne beißen. Der Mittelfeldspieler möchte mit seiner Erfahrung helfen. „Wir treffen auf einen starken Gegner mit vielen jungen Spielern, das wird uns viel Laufarbeit abverlangen“, weiß Andreas Donges.

Die Erfahrung und die Tatsache, dass seine Mannschaft in der zurückliegenden Saison in der Kreisoberliga auf höherem Niveau gespielt hat, könnten indes für den SV Wolfgang sprechen. Die jüngste Erfolgsausbeute tut dies nicht: Auf dem Platz hat der SV Wolfgang die letzten neun Kreisoberliga-Partien allesamt verloren, dabei teilweise deftige Klatschen kassiert.

Optimismus herrscht bei der SG Bruchköbel II vor. „Wir sind voller Vorfreude und wollen den Aufstieg realisieren“, erklärt Andreas Redmann. Zweimal betreut er noch die Reserve der SGB, dann übernimmt Redmann als Nachfolger von Claus Schäfer das Gruppenligateam des Vereins. Aus jener A-Elf können die Bruchköbeler aufgrund der Verbandsstatuten kaum auf Unterstützung hoffen.

Felix Tugend wäre ein Kandidat, weil er in der Rückrunde kaum gespielt hat, doch er verpasst das Hinspiel wegen eines wichtigeren Termins - seiner Hochzeit am Samstag. Aus dem Stammkader des Bruchköbeler B-Teams fehlt Sven Valentin wegen einer Bänderverletzung. „Wir haben eine klasse Truppe, die jungen Spieler hätten den Aufstieg absolut verdient“, findet Redmann. In der Kreisliga A landete sein Team auf dem vierten Platz. Da der Drittplatzierte VfR Kesselstadt II nicht aufsteigen darf, weil die erste Mannschaft auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga spielen wird, rücken die Bruchköbeler nach.

„Ich gehe von einem engen Spiel aus, in dem die Tagesform entscheiden wird“, erzählt Redmann. Ärgerlich für ihn: Zur Analyse des möglichen Relegationsgegners hat der Coach sich die Spiele des TSV Niederissigheim und des KSV Langen-Bergheim intensiv angeschaut und damit letztlich die falschen Vereine beobachtet.

Von Frank Schneider

Auch interessant

Kommentare