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Erfolgsserie von Türk Gücü Hanau geht weiter: 3:1-Sieg bei der SG Bruchköbel

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Gefährlicher Zweikampf: Bruchköbels Francis Ennin (links) geht mutig zum Ball, Türk-Gücü-Akteur Volkan Ertugrul scheint da eher etwas zusammenzuzucken.
Gefährlicher Zweikampf: Bruchköbels Francis Ennin (links) geht mutig zum Ball, Türk-Gücü-Akteur Volkan Ertugrul scheint da eher etwas zusammenzuzucken. © Roland Adrian

Selten war die SG Marköbel in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost so in Torlaune. Der 5:2-Sieg beim FC Alemannia Gedern sorgte bei den Hammersbachern für Freude und wichtige Punkte. Türk Gücü Hanau triumphierte derweil im Hanauer Kreisderby bei der SG Bruchköbel mit einem 3:1-Sieg und setzt seine Klettertour in der Tabelle fort. Der SVG Steinheim kann noch gewinnen und buchte die Punkte beim 3:1-gegen die SG Nieder-Roden ein. Gleiches trifft auf Hanau 93 II zu. Gegen den VfB Oberndorf gelang ein 2:1-Heimsieg. Jubeln durfte auch Germania Dörnigheim (5:1 gegen Gelnhausen).

SG Bruchköbel - Türk Gücü Hanau 1:3 (0:1): Mit einer starken Leistung entführte das Team von Trainer Bayram Tunc die Punkte. „Unser Auftritt in der ersten Halbzeit war blutleer“, attestierte SGB-Sprecher Tobias Müller dem eigenen Team keine Galaform. Türk Gücü agierte diszipliniert gegen den Ball und ließ so die SGB nicht zur Entfaltung kommen. Kurz vor Ende der ersten Hälfte geriet Bruchköbel im Anschluss an einen eigenen Eckball durch einen verunglückten Rückpass in Rückstand. Onur Bulut schnappte sich die Kugel und ließ SGB-Keeper Jannik Thummerer im Eins-gegen-eins keine Chance.

Die zweite Halbzeit begann für die SGB vielversprechend: Nach einer gut getimten Freistoßflanke von Francis Ennin drückte Stürmer Leonel Vargas-Vicente den Ball über die Linie. Das Tor gab Bruchköbel Aufwind. Die Elf von Coach Claus Schäfer wollte mehr, doch das 1:2 erzielte Türk Gücü in Person den früheren Spielertrainers Tim Müller (72.). Das Spiel war nun hektisch, die gut zehnminütige Nachspielzeit war nicht nur auf den verletzungsbedingten Torwartwechsel bei der SGB zurückzuführen.

Bruchköbel: Thummerer (67. Kopp) - Ennin, Rohner, Ratsongnoen (72. El Homrani), Barcik, Kappes (88. Tugend), Schadt, Skocibusic, Ahmadi, Barthelmie, Vargas-Vicente

Türk Gücü: Tok - Ertugrul, Nuri, Özelci (90.+2 Avan), Yücel, Cimen, Arikan, Korkmaz, Kücükagül (35. Dilki), Müller, Bulut (90.+7 Mustafa)

Tore: 0:1 Bulut (44.), 1:1 Vargas-Vicente (51.), 1:2 Müller (72.), 1:3 Nuri (90.+9) - Schiedsrichter: Fahrenholz (Bensheim) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Barthelmie, Skocibusic, Rohner / Cimen

FC Hanau 93 II - VfB Oberndorf 2:1 (0:1): Die zweite Mannschaft des HFC hat nach langer Durststrecke wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Und das nicht unverdient, da sich die Hanauer etliche Chancen erarbeiteten und gegen den Favoriten auch einen hohen Ballbesitzanteil aufweisen konnten. Mit Torhüter Armend Brao, Tarik Sejdovic, Tolga Ünal und Dennis Gogol konnte Aushilfscoach Adolfo Alonso ein Quartett aus dem Hessenligakader aufs Feld schicken.

Dennoch begann die Partie aus Sicht der Gastgeber unglücklich, denn Oberndorfs Kai Helmchen nutzte die erste Unachtsamkeit in der Hintermannschaft in der fünften Minuten zum 0:1. Kurz nach dem Seitenwechsel drehte die HFC-Reserve den Spieß um. Angelo De Carvalho markierte mit einem 20-Meter-Schuss den Ausgleich (51.), dem Mario Tokic nach feiner Einzelleistung zwei Minuten später das 2:1 folgen ließ. Der VfB rannte gegen den Rückstand an und tauchte mehrmals gefährlich vor dem Hanauer Tor auf, doch auch die Alonso-Elf kam immer wieder zu guten Möglichkeiten. „Endlich haben wir uns für die harte Arbeit der vergangenen Wochen mal belohnen können“, freute sich Alonso über die drei Punkte, die im Abstiegskampf wieder Hoffnung wecken.

Hanau 93 II: Brao - Tokic, Shoshaj, Ünal, Sejdovic, Krause (75. Ferguson), Gogol (70. Sarikaya), De Carvalho, Singh, Raafat, Yalcin

Tore: 0:1 Helmchen (5.), 1:1 De Carvalho (51.), 2:1 Tokic (53.) - Schiedsrichter: Wacker (Bruchenbrücken) - Zuschauer: 40 - Beste Spieler: Singh, Tokic / Muminovic

Germania Dörnigheim - FC Gelnhausen 5:2 (1:1): Die Gäste gingen in der 26. Minute durch ein Eigentor von Daniel Hofmann in Führung. Postwendend bügelte Emanuel Becker den Fauxpas seines Mitspielers mit dem Ausgleichstreffer wieder aus. Es folgte ein Sturmlauf der kombinationsfreudigen Maintaler, der bis zur Pause jedoch mit keinem weiteren Treffer belohnt wurde.

Erst Vincent Borack ließ die Fans der Germania jubeln: In der 53. Minute schloss er eine gute Offensivaktion mit einem harten, platzierten Schuss ab. Dem 3:1 und 4:1 (57./68.) ging eine starke Vorarbeit von Mimoun Attanin voraus, der die Torschützen Becker und Luca Schäfer jeweils mit einem „tödlichen Pass“ bediente. „Wir haben in der zweiten Halbzeit wie aus einem Guss gespielt“, erfreute sich Dörnigheims Pressewart Joseph Büffel am technisch sauberen Vortrag der Kostiris-Elf. „Das hat Spaß gemacht“, resümierte er, nachdem er noch zwei Treffer auf seinem Block notierte.

Dörnigheim: Lapcic - Friedel, Hofmann, Trajanov (75. Walter), Roth, T. Teicher (4. Schäfer), Borack, Attanin, Özkan, Becker (73. F. Teicher), Cardaci

Tore: 0:1 Eigentor Hofmann (26.), 1:1 Becker (27.), 2:1 Borack (53.), 3:1 Becker (57.), 4:1 Schäfer (68.), 5:1 Becker (70.), 5:2 Damar (86.) - Schiedsrichter: Rodrigues (Offenbach) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Becker, Friedel / Damar, Westenberger

SVG Steinheim - SG Nieder-Roden 3:1 (0:1): Wie beim 1:5 in Gelnhausen zeigte der SVG auch im Heimspiel gegen Nieder-Roden wieder zwei Gesichter. Die schlechte Hälfte diesmal zu Beginn. Die SG war zunächst klar besser und dank des Treffers von Endrin Gashi auch verdient vorne (10.). Die Gastgeber konnten sich bei Torhüter Kai Lopez bedanken, der sie mit zwei guten Paraden im Spiel hielt.

Die Pausenansprache von SVG-Trainer Murat Kurtulus und seine vorgenommenen Umstellungen verfehlten ihre Wirkung nicht. Mit der Einwechslung von Julian Skok kam mehr Wucht ins Steinheimer Spiel. Als Marvin Schörner nach einer Ecke in der 56. Minute zum 1:1 einköpfte, wendete sich das Spiel endgültig. Nach einem Foul am durchgebrochenen Pio Busch gab es einen Strafstoß, den Fatih Özkan in der 79. Minute zum 2:1 verwandelte. Das Anrennen der SG Nieder-Roden war vergeblich, während Colin Busch noch einen Konter zum 3:1-Endstand (90.+2) abschloss. „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit bewiesen, was in ihr steckt“, lobte Steinheims Fußball-Abteilungsleiter Bernd Hartmann.

Steinheim: Lopez - Hartmann, Boateng, Camara, Brighache, Özkan, Philipp, Mujanovic (46. Skok), C. Busch, P. Busch, Schörner (77. Rachor)

Tore: 0:1 Gashi (10.), 1:1 Schörner (56.), 2:1 Özkan (79./FE), 3:1 C. Busch (90.+2) - Schiedsrichter: Römer-Lenssen (Darmstadt) - Zuschauer: 130 - Beste Spieler: Skok / geschlossene Mannschaftsleistung

FC Alemannia Gedern - SG Marköbel 2:5 (1:4): Fünf Treffer in einem Auswärtsspiel erzielt Marköbel nicht alle Tage. Dabei war Gedern früh durch einen Treffer von Spielertrainer Jannik Jung in Führung gegangen. Die Freude währte nicht lange, da Björn Reichert nach einem Eckball am höchsten stieg und unhaltbar zum 1:1-Ausgleich einköpfte (14.). In einem ausgeglichenen Spiel bestrafte die SGM die Fehler ihres Gegners nun gnadenlos. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzschnell um. Das Zuspiel von Reichert verwertete Can Kayalar zum 1:2 (17.). Die Gäste präsentierten sich im ersten Spielabschnitt ungemein effektiv und legten mit einem Doppelschlag schon in der ersten Halbzeit den Grundstein für diesen Auswärtssieg. Einen schulmäßigen Konterangriff schloss Timon Stötzer zum 1:3 ab (23.). Nur eine Minute später sorgte Reichert per Kopfball für den 1:4-Halbzeitstand (24.). In der 34. Minute dezimierte sich der FCA, als Tom Emrich nach einem Frustfoul glatt Rot sah.

Gedern kam ran, weil SGM-Keeper Sticher bei einem Freistoßtreffer von Jannik Hainz keine gute Figur abgab (62.). In der 78. Minute schloss Reichert einen Konter zum Endstand ab.

Marköbel: Sticher - Stötzer (46. Neun, 70. Bashir), Vetchel, Rackensperger, Karges, Roloff, Kuhl, Meinzer, Schabet, Reichert (79. S. Wesenberg), Kayalar

Tore: 1:0 Jung (4.), 1:1 Reichert (14.), 1:2 Kayalar (17.), 1:3 Stötzer (23.), 1:4 Reichert (24.), 2:4 Hainz (62.), 2:5 Reichert (78.) - Schiedsrichter: Schindler (Groß-Umstadt) - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Gederns Emrich (34.) - Zuschauer: 150 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Reichert, Meinzer, Kayalar

Von Frank Schneider

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