Dörnigheim nach zwölf Minuten schon 0:2 hinten

Erstmals Kreispokalsieger: FC Erlensee sorgt schnell für klare Verhältnisse

Kreispokalsieger 2020/21: Hessenligist FC Erlensee feierte im Herbert-Dröse-Stadion.
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Kreispokalsieger 2020/21: Hessenligist FC Erlensee feierte im Herbert-Dröse-Stadion.

Die Fußballer des FC Erlensee haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Kreispokal gewonnen. Im Endspiel im Herbert-Dröse-Stadion sahen rund 400 Zuschauer einen deutlichen 5:0-Sieg des Hessenligisten. Außenseiter und Gruppenligist Germania Dörnigheim lag schon nach zwölf Minuten mit 0:2 zurück. In den vergangenen Wochen hatten die Kicker im Fußballkreis Hanau den Pokalwettbewerb der Saison 2020/21 nachgeholt, der coronabedingt für neun Monate unterbrochen gewesen ist.

Hanau – Darauf haben die Fans des FC Erlensee lange warten müssen. Im zweiten Anlauf gewann der 2011 aus der Fusion zwischen dem FC Langendiebach und Germania Rückingen entstandene neue Verein erstmals den Hanauer Fußballkreispokal. Wie erwartet setzte sich der Hessenligist vor 400 Zuschauern im Herbert-Dröse-Stadion souverän mit 5:0 (3:0) gegen den Gruppenligisten FC Germania Dörnigheim durch.

Das Konzept von Germania-Coach Jochen Kostiris war schnell Makulatur. „Das war mehr als ärgerlich. Wenn man schon nach zwölf Minuten 0:2 gegen einen zwei Klasen höher spielenden Gegner hinten liegt, ist die Messe eigentlich schon gelesen“, brachte es Kostiris auf den Punkt. „Wir haben dem Gegner früh den Zahn gezogen, damit war die Partie entschieden“, meinte FCE-Kapitän Pascal Hamann und freute sich bereits auf die demnächst anstehenden Hessenpokalspiele.

Damm und Zimpel treffen früh

Der FCE nahm sofort nach dem Anpfiff des unauffällig leitenden Regionalligaschiedsrichters Gahis Safi das Kommando in die Hand. Die erste Chance verwertete Sturmführer Nico Damm (8.) nach Zuspiel von Tim Zimpel zum 1:0. Das Team von Jochen Breideband, der auf die verletzten Neuzugänge Dorian Ahouandjinou und Tobias Meub verzichten musste, blieb am Drücker. Nur vier Zeigerumdrehungen später ließ Zimpel (12.) nach Vorarbeit von Sebastian Wagner Germania-Keeper Jamal El Maged keine Chance.

Und es hätte noch schlimmer kommen können, wäre die Direktabnahme von Moritz Kreinbihl (16.) nicht an die Latte geklatscht. Erlensee hatte in der Anfangsphase mit öffnenden Diagonalpässen die gegnerische Abwehr immer wieder ausgehebelt, besonders gegen Sebastian Wagner, der über rechts wirbelte, fanden die Maintaler kein Mittel.

Erdogan sorgt für etwas Dörnigheimer Gefahr

Nach 20 Minuten erlahmte der Spielfluss des Hessenligisten. „Da wirkte unser Spiel teilweise zerfahren und es häuften sich die Fehlpässe“, monierte Erlensees Sportlicher Leiter Chris Sickmann. Kapital konnte die Germania daraus nicht schlagen, dafür war der Gruppenligist in spielerischer Hinsicht zu limitiert. Einzig Ugur Erdogan beschäftigte die gegnerische Abwehr, aber auch er konnte kein Wunder bewirken.

Nach einem Freistoß kam der Ex-Bruchköbeler (30.) gegen FCE-Torwart Jens Westenberger einen Schritt zu spät. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war die Partie entschieden. Danny Fischer überspurtete Gerrit Friedel, seine Rechtsflanke köpfte Aaron Frey (44.) zum 3:0 in die Maschen.

El Maged verhindert höhere Niederlage

Im zweiten Durchgang ging es für die Germania nur noch um Schadensbegrenzung, woran El Maged großen Anteil hatte. So blieb es bei zwei weiteren Toren durch Damm (65.), der eine schöne Kombination über Jan Lüdke und Marcel Mohn abschloss, und Kreinbihl (75.).

In der Folge versäumten es Frey (79.), Zimpel (84.) und Wagner (86.), die an El Maged scheiterten, das halbe Dutzend voll zu machen. Germania-Chancen waren rar gesät, einzig Vincent Borack (60.) besaß den Hauch einer Möglichkeit, sein Schuss von der Strafraumgrenze ging jedoch weit vorbei.

„Wenn man Ausfälle durch Urlauber und verletzte Spieler hat, ist es unmöglich, gegen einen solchen Gegner zu bestehen“, fasste Kostiris nach Spielschluss zusammen. Für ihn gilt wie für seinen Trainerkollegen Breideband: Der Pokal 2020/21 ist Geschichte, es lebe die neue Pokalrunde 2021/22. Und da kommt es für Kostiris gegen den Nachbarn Dörnigheimer SV am Donnerstag zu einer Neuauflage des Viertelfinales vor zwei Wochen.

Dörnigheim: El Maged - Friedl, Schäfer, Hofmann, Boos, Arslan (58. Roth), Schernick (75. Attanin), Hökelekli, Borack, Becker, Erdogan (67. Turan)

Erlensee: Westenberger - Fischer, Frey, Wörner (46. Bassenauer), Hamann, Mohn (69. Köhler), Lüdke, Zimpel, Kreinbihl, Wagner, Damm (69. Hixt)

Tore: 0:1 Damm (8.), 0:2 Zimpel (12.), 0:3 Frey (44.), 0:4 Damm (65.), 0:5 Kreinbihl (75.) - Schiedsrichter: Safi - Zuschauer: 400 - Beste Spieler: TW EL Maged, Erdogan/Hamann, Lüdke, Damm

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