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„Es wird spannend in den kommenden Monaten“: Umbruch bei Gruppenligist SG Marköbel

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Alexander Kühn
Alexander Kühn © -

Trainerwechsel sind beim Fußball-Gruppenligisten SG Marköbel eine Seltenheit. Im Sommer wird der langjährige Coach Wolfram Rohleder nach zwölf Jahren das Zepter aus der Hand geben. Mit Marc Außenhof (derzeit SV Altenmittlau), der in Spielzeit 2018/19 für ein Jahr das Trikot der Hammersbacher trug, steht seit wenigen Tagen der Nachfolger fest.

Hammersbach – Der SGM-Vorsitzende Alexander Kühn (45) deutet im Interview spannende Zeiten bei seinem schon über 15 Jahre fest in der Gruppenliga etablierten Verein an.

Herr Kühn, was sprach für Marc Außenhof?

Der Vorstand und die sportliche Führung kennen ihn noch als Spieler im SG-Trikot, zudem ist der Kontakt nie abgerissen und wir haben auch seine Trainerkarriere in Altenmittlau verfolgt. Wir freuen uns auf das neue Kapitel mit Marc ab dem Sommer und sind froh, dass wir und unser scheidender Trainer Wolfram Rohleder ihm eine intakte Mannschaft übergeben können. Neue Impulse und Reize sind nach so vielen Jahren gut und wichtig. Es wird spannend in den kommenden Monaten.

Ihr zukünftiger Trainer kennt aus seiner Hochstädter Zeit die Gruppenliga Frankfurt Ost, war aber zuletzt drei Jahre im Kreis Gelnhausen tätig.

Klar ist die Gruppenliga noch mal eine ganz andere Hausnummer als die Kreisoberliga Gelnhausen. Wir werden Marc Außenhof allerdings jegliche Hilfe zur Verfügung stellen und ich bin mir sicher, dass Wolfram Rohleder in der Übergangszeit beratend zur Verfügung steht, wenn das von Marc gewünscht ist. Aufgrund seiner Erfahrung als Spieler und Trainer sind wir uns sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Der SV Altenmittlau ist im Kreis Gelnhausen für sein funktionierendes kameradschaftliches Umfeld bekannt. So ähnlich wie es auch in Marköbel der Fall ist. War es schwer, Marc Außenhof einen Wechsel schmackhaft zu machen?

Wir haben in den Gesprächen gemerkt, dass er sich in Altenmittlau wohlfühlt, weil der SVA auch ein angenehmer und sympathischer Verein ist. Zu spüren war aber auch, dass ihn die Aufgabe bei uns sehr reizt. Die Konstellation ist für ihn ja auch interessant. Er wird aller Voraussicht nach einen Gruppenligisten übernehmen und das in unmittelbare Nähe seines Wohnorts Rommelhausen.

Einige langjährige Leistungsträger der ersten Mannschaft sind mittlerweile schon älter als 35 Jahre. Wird Marc Außenhof gezwungen sein, den von Wolfram Rohleder eingeleiteten Umbruch fortzuführen?

Umbrüche sind ja immer fortlaufende Prozesse, da immer mal wieder Spieler aufhören. Wir wissen aber, dass einige von den älteren Spielern dabeibleiben werden, manche in Standby-Funktion. Aus den Reihen der erfahrenen Spieler gab es viel Zuspruch für die Verpflichtung von Marc Außenhof. Ich denke, dass auch in der neuen Runde unsere Kaderzusammensetzung ein gesunder Mix aus jungen und etwas älteren Spielern sein wird.

Wie schaut es bei der SGM im Nachwuchsbereich aus. Wie schaut es im Nachwuchsbereich aus?

Das ist zurzeit unser großes Manko, denn wir haben keine eigenständige A- und B-Jugend. In diesen Altersklassen sind wir in einer Jugendspielgemeinschaft mit Limeshain vertreten, doch in den Mannschaften spielen nur wenige Hammersbacher. In den jüngeren Jahrgängen sieht es besser aus und mittelfristig wollen wir unseren gesamten Jugendbereich besser aufstellen. Gute Nachwuchsarbeit bedingt aber ebenfalls eine gewisse Infrastruktur. Dazu zähle ich auch den gerade in der Planungsphase befindlichen Kunstrasenplatz.

Zurück zur aktuellen Runde. Gibt es im Winter personelle Veränderungen?

Abgänge gibt es keine. Möglicherweise schließt sich uns ein zugezogener Spieler mit höherklassiger Erfahrung an. Das ist aber noch nicht spruchreif.

Das Gespräch führte Frank Schneider

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