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FC Erlensee: Ein Wagner-Treffer reicht für drei Punkte gegen Hadamar

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Die Partie der Erlenseer gegen Hadamar brachte auch kuriose Momente mit sich. Beim einen oder anderen war auch Siegtorschütze Sebastian Wagner (vorne) beteiligt.
Die Partie der Erlenseer gegen Hadamar brachte auch kuriose Momente mit sich. Beim einen oder anderen war auch Siegtorschütze Sebastian Wagner (vorne) beteiligt. © Scheiber

Bereits mit dem Einzug in die Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga hat der 1. FC Erlensee vereinsintern Geschichte geschrieben. Nach dem 1:0-Erfolg im Verfolgerduell gegen Rot-Weiß Hadamar zeichnet sich ab, dass die Saison für die Elf von Coach Jochen Breideband auf einem formidablen Rang enden wird. Auch wenn der Sieg gegen die Mittelhessen etwas glücklich war und lange Zeit am seidenen Faden hing, festigte der FCE den aktuell dritten Tabellenplatz.

Erlensee – Im Gegensatz zur punktgleichen SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (6:0 gegen Waldgirmes) und Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf (3:0 gegen Dietkirchen) ist bekanntlich der Regionalliga-Aufstieg in Erlensee kein Thema mehr. Der Aufstiegsverzicht der Verantwortlichen in Erlensee und auch Hadamar – er mag jeweils gut begründet und auch nachvollziehbar gewesen sein – spiegelte sich am Samstag in der Zuschauerresonanz wieder. Lediglich 150 Zuschauer wollten bei bestem Fußballwetter das Duell der beiden spielstarken Hessenligisten sehen.

Die beiden Teams begegneten sich von Beginn an auf Augenhöhe, zunächst ohne hundertprozentige Chancen. In der 29. Minute zeigten sich die Gäste erstmals gefährlich vor dem FCE-Gehäuse, doch Jens Westenberger vereitelte diese hochkarätige Torchance von Marco Koch, indem er rechtzeitig ins kurze Eck abtauchte. Nur eine Minute später scheiterte Jason Schäfer ebenfalls am aufmerksamen FCE-Keeper.

Auf der Gegenseite konnte sich Gäste-Keeper Christopher Strauch in der 31. Minute gegen Dorian Ahouandjinou auszeichnen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang den Gastgebern der spielentscheidende Treffer: Ein Befreiungsschlag von Torhüter Westenberger landete bei Ahouandjinou. Der FCE-Stürmer machte den Ball gut fest und setzte den heranstürmenden Sebastian Wagner glänzend ein, der flach einschob. Ein typisches Tor für Erlensee, das bitter für die Rot-Weißen war, für die es in dieser Szene einmal zu schnell ging.

Die zweite Hälfte bot deutlich mehr Unterhaltung. Der eingewechselte Tom Niegisch und Jan Lüdke vergaben für den Tabellendritten erste Chancen, ehe in der 58. Minute ein harter Distanzschuss von FCE-Kapitän Pascal Hamann an den Pfosten klatschte.

Als Hamann wenig später einen Traumpass auf Niegisch spielte, scheiterte dieser nach dem Umkurven des Torhüters jedoch am Außennetz. Zwischen diesen ganzen Möglichkeiten lag auch eine mit spielentscheidende Szene, die Gästecoach Stefan Kühne auf die Palme brachte: Philipp Wörner brachte, als er einen eigenen Fehler ausbügeln wollte, Hadamars Torjäger Koch im Strafraum zu Fall, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Die Gäste steckten nicht auf und kamen bis zum Spielende zu mehreren guten Möglichkeiten. Mehrfach scheiterte Jan Bangert. Unter anderem in der 76. Minute, als Westenberger mit starker Parade den möglichen Ausgleich verhinderte.

Das Spiel endete mit einer kuriosen Szene: Bei einem guten Konter der Gastgeber legte Niegisch auf Wagner quer, der den Ball aus kurzer Distanz über das leere Tor drosch. Der Fauxpas, der im Profibereich in jedem Jahresrückblick auftauchen würden, blieb jedoch ohne Folgen und Matchwinner war Wagner aufgrund seines Treffers ohnehin schon.

„Es war ein Spiel mit unterschiedlichen Wellen und Phasen, doch wir haben es gewonnen und das nehmen wir als weiteren Schritt in unserem Reifeprozess gerne mit“, meinte FCE-Trainer Jochen Breideband. (Von Frank Schneider)

Erlensee: Westenberger - Franek, Meub, Frey, Hixt (67. Reutter) - Wörner Hamann - Wagner, Lüdke, Damm (46. Niegisch) - Ahouandjinou (79. Mohn)

Hadamar: Strauch - Teller, Dillmann, Dimter, Neugebauer - Kittel (78. Kern), Zey, Burggraf, Bangert - Schäfer, Koch

Tor: 1:0 Wagner (45.+2) - Schiedsrichter: Hauser (Waldbrunn) - Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Hadamars Dimter (84.) - Zuschauer: 150 - Beste Spieler: Westenberger, Hamann / Bangert, Koch

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