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FC Erlensee II vor der Meisterkür

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Gewinnt der FC Erlensee II in der Kreisoberliga gegen den FSV Bischofsheim, stehen die Erlenseer als Meister und Aufsteiger fest
Gewinnt der FC Erlensee II in der Kreisoberliga gegen den FSV Bischofsheim, stehen die Erlenseer als Meister und Aufsteiger fest © Scheiber

„Wir hätten den Sekt schon fast aufmachen können am Mittwochabend“, so Bodo Jäger mit Blick auf den erst späten 3:2-Sieg von Verfolger VfR Kesselstadt beim SV Kilianstädten. Der Sprecher des FC Erlensee II bevorzugt es sowieso, dass der Fußball-Tabellenführer die ersehnte Kreisoberliga-Meisterschaft zu Hause am Fliegerhorst klarmachen kann.

Erlensee – Trainer Daniel Böhmer sieht das genauso: „Ich bin froh, dass wir es selbst machen können am Sonntag. Eine Meisterschaft auf dem Sofa zu feiern ist nicht so schön, wie zu Hause auf dem Platz.“ Im Gegensatz zu Jäger, der fest mit einem Heimsieg gegen den FSV Bischofsheim (13 Uhr) rechnet, belässt es der 41-Jährige bei einer offeneren Prognose. „Es ist fünfzig-fünfzig für mich, denn jedes Spiel muss gespielt werden. Die Bischofsheimer Mannschaft hat eine tolle Qualität.“

Daniel Böhmer
Daniel Böhmer © Scheiber

Meister- und Aufstiegsfavorit war die Hessenliga-Reserve schon seit dem 2:0-Erfolg im direkten Duell gegen die Kesselstädter Ende Mai. Bereits früh in der Saison zeigten die sich als einzig ernsthafter Widersacher in der Aufstiegsfrage. Während die Böhmer-Elf seitdem nur gegen Langen-Bergheim zwei Punkte liegen ließ, patzte der VfR gegen Wachenbuchen und Neuberg, weshalb Erlensee den Gruppenliga-Aufstieg vorzeitig am 33. Spieltag eintüten kann. „Wir hätten es schon viel früher klarmachen können, wenn wir in der Hinrunde nicht so viele Punkte liegengelassen hätten“, blickt Bodo Jäger auf die Hinserie zurück, in der der FCE II unter anderem gegen Heldenbergen verlor und bei den mittlerweile zurückgezogenen Hanauern von Safakspor nicht über ein 0:0 hinauskam.

Coach Böhmert lobt „Teamgeist und Kompromissbereitschaft“

Nichtsdestotrotz imponiert die bisherige Saisonstatistik - wie beispielsweise das Torverhältnis von 110:16. Coach Böhmer sieht zwei Grundzutaten für die bisher so gut gelaufene Saison: „Teamgeist und Kompromissbereitschaft!“ Zweiteres erklärt der 41-Jährige damit, dass die Kreisoberliga- aber eben auch die Hessenligaspieler in dieser Saison als Freunde zusammengespielt hätten, was für den Erfolg des Teams von großer Bedeutung gewesen sei. Zudem konnte man sich auf die eigene Standardstärke verlassen. Gerade in engen Spielen wie am vergangenen Spieltag in Oberissigheim hätten vor allem die Eckball-Tore als „Dosenöffner“ funktioniert.

Mit einem Titel-bringenden Sieg gegen den FSV , der mit einigen von Böhmer in Bruchköbel ausgebildeten Spielern aufläuft, würde sich für den Coach ein Kreis schließen: „Wenn wir Meister werden, dann hätte ich fünf tolle Jahre in Erlensee gehabt.“ Wie seit der Winterpause bekannt ist, wechselt der 41-Jährige zur neuen Saison zum dann Kreisoberligisten Sportfreunde Oberau. „Ich freue mich natürlich auf die neue Aufgabe, dort gilt es für mich, neue Strukturen in das Team zu setzen. Natürlich wäre ich aber auch wehmütig, wenn ich dann die Jungs in Erlensee hochgehen sehe, die ich teils seit der U18 trainiert habe.“

Blicke gehen langsam Richtung Gruppenliga

Gelingt es am Sonntag mit einem Sieg die Meisterschaft zu sichern, sollte das zukünftig von Tim Mulfinger (SG Kressenbach/Ulmbach) trainierte Team „erst mal Fuß fassen in der Gruppenliga“, wie Sprecher Bodo Jäger meint. „Wir gehen davon aus, dass wir auch da eine ganz gute Rolle spielen werden“, ergänzt er selbstbewusst. „Wichtig ist, dass wir am Sonntag gegen Bischofsheim die drei Punkte einfahren, aber ich denke nicht, dass sich die Mannschaft um den Lohn der eigenen Arbeit bringen wollen wird.“

Einer, der hier den Spielverderber verkörpern könnte, ist Bischofsheims Keeper Daniel Shaffer, der die Erlenseer schon in der Hinrunde (damals noch für Safakspor Hanau) verzweifeln ließ. „Der Torwart ist gut, Philipp Müller ist besser,“ ist sich Jäger ob der Qualitäten des drittbesten Torjägers der Kreisoberliga sicher. Und Trainer Daniel Böhmer, der sowieso seiner ganzen Offensivreihe und der Standardstärke vertraut, stellt klar: „Wenn wir gewinnen, lassen wir es auch krachen - definitiv!“ (Von Lennart Nickel)

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