1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

FC Hochstadt knöpft VfR Kesselstadt einen Punkt ab

Erstellt:

Kommentare

Punkteteilung zwischen dem VfR Kesselstadt (Adnan Kovacevis (links) und dem 1. FC Hochstadt mit Jaouad El Kaddouri. Die Maintaler sind stolz über den Punktgewinn.
Punkteteilung zwischen dem VfR Kesselstadt (Adnan Kovacevis (links) und dem 1. FC Hochstadt mit Jaouad El Kaddouri. Die Maintaler sind stolz über den Punktgewinn. © Scheiber/Göbel

Während Wachenbuchen, Roßdorf und Kilianstädten souveräne Auswärtssiege feierten, konnten die Top-Teams der Fußball-Kreisoberliga nur einen oder gar keinen Punkt mit nach Hause nehmen. Überraschend, aber letztlich verdient, ärgerte der TSV Niederissigheim die favorisierten Niederrodenbacher, im Duell der beiden Eintracht-Teams freute sich Oberrodenbach sicherlich mehr über den Punkt als Gegner Oberissigheim.

Region Hanau – Dem 1. FC Hochstadt gelang es im Topspiel, den VfR Kesselstadt vom zweiten Sieg abzuhalten.

Hochstadt - VfR Kesselstadt 2:2 (1:1): „Ein Punkt, da können wir stolz sein“, freute sich Vorstand Manfred Maier über die Leistung seiner Hochstädter. Geprägt war das Spiel von gleich drei allesamt verwandelten Foulelfmetern, einzig Almir Derdemez’ Ausgleich zum 2:2 fiel aus dem Spiel heraus. In Halbzeit eins sah Maier „leichte optische Vorteile für die erfahrene VfR-Mannschaft“, die durch eine Leistungssteigerung der Lila-Weißen im zweiten Durchgang egalisiert wurde. „Unterm Strich haben wir es gegen diesen Titelanwärter gut gemacht“, bilanziert Maier und verteilt noch ein Sonderlob: „Beide Torhüter waren top auf dem Posten!“

Tore: 0:1 Agovic (20./FE), 1:1 und 2:1 Quantz (35./FE und 50./FE), 2:2 Derdemez (68.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Tekinalp, Ragaman / Krupic, Sutkovic

Eintracht Oberrodenbach - Eintracht Oberissigheim 2:2 (0:1): „Wir brauchen noch ein wenig Zeit, bis wir in den Tritt kommen“, meinte Oberrodenbachs Sprecher Helmut Reinert selbstkritisch. Dabei dürfte die Heim-Eintracht zufrieden sein. Nach einer zumindest ergebnistechnisch guten ersten Halbzeit von Oberissigheim steigerten sich die Gastgeber im zweiten Durchgang. Den Ausgleich schoss Lukas Adam per Elfmeter, der von einem auf der eigenen Torlinie liegenden Oberissigheimer Verteidiger verursacht wurde, der den Ball mit der Hand spielte. Die laut Reinert „gerechte Punkteteilung“ ergab sich dann durch eine studierte Eckballvariante, vollendet durch Oberrodenbachs Karim Hinz, und Oberissigheims Heimkehrer Johanes Maisch.

Tore: 0:1 Schunck (28.), 1:1 Adam (48./HE), 2:1 Hinz (55.), 2:2 Maisch (73.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Beide geschlossene Mannschaftsleistungen

TSV Niederissigheim - Germania Niederrodenbach 2:1 (0:1): Das ein oder andere Kaltgetränk dürfte in der TSV-Vereinskneipe nach diesem Coup ausverkauft gewesen sein. „Ein richtig geiles Spiel“, meinte dementsprechend der eine Teil von Niederissigheims Trainer-Duo, Kevin Moore. Die frühe Germania-Führung kommentierte er salopp: „Niederrodenbach ist halt eine starke Mannschaft“. Dass der personell angeschlagene TSV das Spiel noch drehen konnte, lag einerseits an Torwart Florian Reim, der noch vor der Halbzeit einen Foulelfmeter hielt. Andererseits spielte Niederrodenbach nach der Pause nicht so zielstrebig nach vorne, was Dominic Bernard und Yannick Wolff nach ruhenden Bällen eiskalt bestraften. Den Sieg festhielt wiederum Reim, der kurz vor Schluss noch eine Riesenchance rausfischte. „Niederrodenbach hat sich selbst geschlagen“, analysierte Moore fix die Gründe für den Überraschungssieg.

Tore: 0:1 Botzum (14.), 1:1 Bernard (58.), Wolff (63.) - Besondere Vorkommnisse: Reim hält FE. - Zuschauer: 60 - Beste Spieler: Reim, Ebel, Wolff / geschlossene Mannschaftsleistung

SV Oberdorfelden - Kewa Wachenbuchen 1:8 (1:4): Aufgrund der Ironman-Straßensperrungen rund um Oberdorfelden blieben viele Wachenbuchener der Partie fern, sodass nur 30 Zuschauer das Debakel des Heimteams erlebten. „War vielleicht ganz gut so“, kommentierte Vereinssprecher Dietmar Böhmert süffisant. „Kewa war in allen Bereichen überlegen“, gestand er ein, wenn auch das Ergebnis „in der Höhe vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist.“ Den Ehrentreffer für Oberdorfelden erzielte Daniel Schildger per Frust-Schuss aus der Distanz – und da stand es erst 1:3 aus Sicht des SVO. Immerhin beweist Böhmert Galgenhumor: „Wir haben erfolgreich das Tabellenende verteidigt!“

Tore: 0:1 und 0:2 Kolev (5. und 12.), 0:3 Eibelshäuser (25.), 1:3 Schildger (32.), 1:4 Fehst (37.), 1:5 und 1:6 Stein (59. Und 71.), 1:7 Maier (78.), 1:8 Kolev (79.) - Zuschauer: 30 - Beste Spieler: geschlossen / Colin Stein, Marco Kolev

KSV Langen-Bergheim - SV Kilianstädten 1:3 (1:2): „Letztendlich ein verdienter Sieg“, gab KSV-Sprecher Sebastian Rau nach der Heimniederlage gegen favorisierte Kilianstädter zu. Die Partie begann verhalten, ehe Florian Luley einen Ballverlust der Langen-Bergheimer sehenswert per Fernschuss aus etwa 30 Metern bestrafte. Matteo Stengers Ausgleich wurde schnell wieder durch Marcel Wawaceks 2:1 in der 40. Minute kassiert. Das dritte Tor für Kilianstädten fiel nach einem laut Rau „höchst diskussionswürdigen“ Foulelfmeter in der 70. Minute. Ein Klammern eines KSV-Verteidigers gegen Wawacek sorgte also indirekt für die Vorentscheidung. Insgesamt fehlte Langen-Bergheim die Präzision im letzten Drittel.

Tor: 0:1 Luley (23.), 1:1 Stenger (30.), 1:2 Wawacek (40.), 1:3 Luley (70./FE) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Häuser / geschlossene Mannschaftsleistung

1. FC Erlensee II - Victoria Heldenbergen 1:2 (1:0): Sich mit einer knappen Führung in den letzten zehn Minuten hinten rein stellen, kann funktionieren. Es kann aber auch, wie für die Erlenseer, schief gehen. Die Mannschaft von Daniel Böhmer bestimmte das Spiel und ging noch vor der Halbzeit nach einer Ecke durch Daniel Januschka in Führung. Das 2:0 wollte aber nicht fallen, was laut Vereinssprecher Bodo Jäger zum einen an zu viel „Ballgeschiebe“ und zum anderen an dem urlaubsbedingten Fehlen von Torgarant Philipp Müller lag. Und so nutzte Heldenbergen die Gunst der Stunde und erzwang in der 88. Minute den Ausgleich. Dustin Hoehn beförderte den Ball nach Parade von Eugen Geldt unglücklich ins eigene Tor. In der Nachspielzeit drehte Felix Goetzelmann per erneutem Abstauber die Partie komplett. Die Erlenseer Sicht auf das verlorene Heimspiel fasst Jäger mit einem Wort zusammen: „Dämlich.“

Tore: 1:0 Januschka (40.), 1:1 Hoehn (88./ET), 1:2 Goetzelmann (91.) - Zuschauer: 75 - Beste Spieler: Januschka, Geldt / Deutschmann, Christiansen

Spvgg. Hüttengesäß - FSV Bischofsheim 2:1 (0:1): Eigentlich hatte sich FSV-Coach Palermo mit einer kämpferischen Leistung drei Punkte erhofft, zumindest Letzteres schlug offensichtlich fehl. Dabei ging Bischofsheim in der 38. Minute durch Taoufik Elfakiri nach schöner Passstafette in Führung. Doch Hüttengesäß kam stark zurück, der Siegtreffer von Amanuel Dawit Semere kurz vor Schluss war aufgrund des Chancenüberschusses der Hausherren in Halbzeit zwei verdient. „Auf schwierigem Geläuf entschied das Glück des Tüchtigen am Ende“, bilanzierte Vereinssprecher Michel Kraus.

Tore: 0:1 Elfakiri (38.), 1:1 Eydere (52.), 2:1 Semere (87.) - Zuschauer: 55 - Beste Spieler: Beide geschlossene Mannschaftsleistungen

FSV Neuberg - Spvgg. Roßdorf 2:5 (1:1): „Wir gehen auf der Felge“, erklärte der Sportlicher Leiter Sven Kupilas den aktuellen Zustand des Neuberger Kaders: Auch wenn der mit 25 Mann gut bestückt ist, 16 Ausfälle sind schwer zu kompensieren. Sogar Co-Trainer Dennis Lamm musste im Laufe der Partie eingewechselt werden, konnte aber auch nichts an der Roßdorfer Überlegenheit ändern. Deren Plus an Ballbesitz zahlte sich jedoch so richtig erst nach einer taktischen Umstellung von Trainer Dacic nach der Halbzeit aus. Allerspätestens nachdem Neubergs Nico Lopez Loren den Ball zum zwischenzeitlichen 1:5 ins eigene Tor bugsierte, war die Partie entschieden. „Alles in allem ein verdienter Sieg für Roßdorf“, so Kupilas, der aber auf die respektable kämpferische Leistung der Neuberger Rumpfmannschaft verwies.

Tor: 0:1 Kulcsar (2.), 1:1 Mohr (16.), 1:2 Koch (46.), 1:3 Grenzer (49.), 1:4 Koch (67.), 1:5 Lopez Loren (71./ET), 2:5 Mohr (79.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Mohr / geschlossen

SV Wolfgang - Safakspor Hanau 4:3 (3:2): Auch im Duell der beiden Vereine, die beide in den Tannen ihre Heimspiele austragen, konnte keinesfalls von zwei großen und ausgeruhten Kadern die Rede sein. Weil sich ein Wolfgänger noch beim Aufwärmen verletzte, musste Trainer Armin Curt mangels Alternativen für seine eigene Mannschaft einspringen. Der 42-Jährige konnte sich so gar nicht wirklich über den Sieg gegen Safakspor freuen. „Wir haben drei Punkte geholt, aber das hatte nix mit Fußball zu tun“, ärgerte er sich. Gemeint war nicht das Spielerische – da ging es zwar hin und her, letztlich war der Sieg in der Schlussphase aber nicht in Gefahr. Vielmehr kritisierte Curt die frühe Ansetzung der Saison sowie die unflexiblen Möglichkeiten, Spiele zu verlegen. „Das finde ich äußerst unglücklich“, sagte er. (Von Lennart Nickel)

Tore: 0:1 Kaddoura (17.), 1:1 Erbe (24.), 2:1 Ostad Haji (27.), 2:2 Pokorny (32.), 3:2 Ostad Haji (42.), 4:2 Sauer (47.), 4:3 Salih (71.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: Sabato, Erbe, Ostad Haji / Moussa, Serhatov Feimov

Auch interessant

Kommentare