Strapse bleiben im Schrank

Football-Oberliga: Rockets nach Pleite im Derby weiter Letzter

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Flugeinlage im Derby vor fast 600 Zuschauern: Noel Mausehund (rechts unten) stoppt Offenbachs Ballträger Rafael Früh. Der Hanauer Linebacker war beim 30:0-Sieg seines Teams einer der besten Spieler, ragte in der Defensive heraus. 

Offenbach - Vierte Pleite im vierten Spiel - die Rhein-Main Rockets gehen in der Football-Oberliga Hessen sehr schweren Zeiten entgegen, während die Hanau Hornets ihren zweiten Tabellenplatz gefestigt haben.

Auch eine kuriose Wette als Ansporn hat nicht gereicht: Zu gerne hätten die Rhein-Main Rockets miterlebt, wie Achim Korn, der Pressesprecher der Hanau Hornets, im Rückspiel Strapse und OFC-Fahne getragen hätte. Genau das hatte er nämlich im Falle einer Niederlage beim Aufsteiger angekündigt. Korn erlebte jedoch letztlich einen recht entspannten Nachmittag. Der 30:0-Sieg seiner „Hornissen“ war nie wirklich in Gefahr, auch wenn sich die Rockets gut erholt zeigten von der 0:62-Klatsche gegen Spitzenreiter Bad Homburg.

„Der Sieg von Hanau geht in Ordnung. Wir hatten unsere Chance, haben sie aber nicht in letzter Konsequenz genutzt. Der Ligaerhalt muss in den Spielen gegen Wetzlar und Rodgau gesichert werden. Das packen wir“, zeigte sich Rockets-Chef Thorsten Kruppka kämpferisch.

Hornets-Cheftrainer Michael Myers zog ein positives Fazit: „Es war ein typisches Derby, das bis Ende des dritten Viertel offen war. Die Mannschaft hat wieder eine geschlossene Leistung gezeigt. Vor allem Noel Mausehund und Jasper Small spielten sich in den Blickpunkt. Toller Job der Defensive, die die Null gehalten hat.“

Das gelang Offenbach nicht. Nach dem ersten Viertel stand es bereits 0:7. Dominic Johnson (Touchdown) und Tim Marburger (Extrakick) hatten gepunktet. Marburger erhöhte im zweiten Viertel per Fieldgoal – 10:0. Alexander Höhl (Touchdown) legte zum 16:0-Halbzeitstand nach.

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Dann standen die Rockets dicht vor Hanaus Endzone. „Da sah ich die Strapse kommen“, scherzte Korn. Doch die Hornets-Abwehr hielt. „Das war eine Schlüsselszene“, sagte Kruppka. Michael Porter (80-Yards-Solo), Jasper Small (Touchdown) und Pascal Mahr (Two-Point-Conversion) machten alles klar. (cd)

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