Mit dem Kinderbuggy

Frankfurt-Marathon: Bertsch läuft zum nächsten Weltrekord

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Marathon-Mama Kerstin Bertsch mit Kinderbuggy.

Frankfurt - Kerstin Bertsch kam am Sonntag aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Am Mittag, als sie die Ziellinie überquert und ihre Kinder umarmt hatte, wie auch am frühen Abend, als sich die Aufregung langsam gelegt hatte.

„Es war grandios, es hat alles perfekt gepasst“, sagt die Heusenstammerin, die beim Frankfurt-Marathon eine ungewöhnliche Bestmarke aufgestellt hatte. Mit ihrer Tochter Johanna (5) und Sohn Emil (3) im Doppel-Babyjogger kam sie nach 3:14:24 Stunden ins Ziel – und mit dieser Rekordzeit ins Guinness-Buch. Es war bereits ihr zweiter Weltrekord in diesem Jahr nach dem Halbmarathon in Frankfurt.

Bertsch unterbot die bisherige Bestzeit von 3:22:05 Stunden deutlich und zeigte sich vor allem von ihren Kindern überrascht: „Sie waren so neugierig und fasziniert von der Stimmung, dass sie nichts gegessen haben, obwohl ich ihnen sieben Lunchpakete zurechtgemacht hatte“, erzählt die 29-Jährige.

Frankfurt-Marathon 2018: Bilder

Trotz teils heftigem Wind auf der Strecke, der sie bei der Rekordjagd etwas ausbremste, sei alles wie am Schnürchen gelaufen. Ihr Mann Simon begleitete sie auf der gesamten Strecke. „Er war quasi mein Windschutz“, lacht Bertsch. Bei Kilometer 30 habe sie nochmals angezogen. Sogar eine bessere Zeit wäre möglich gewesen. Doch die Athletin des SSC Hanau-Rodenbach wollte nicht zuviel riskieren. „Ich bin anfällig für Krämpfe geworden.“ Die größte Anstrengung sollte für sie und die Kinder erst nach der Ziellinie kommen: der Interviewmarathon nach dem Marathonlauf. (jp)

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