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Shawn Huff sucht seine Form

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Wird im Kampf um Play-offs gebraucht: Frankfurts Shawn Huff wirkte zuletzt müde und überspielt. Foto: VVG
Wird im Kampf um Play-offs gebraucht: Frankfurts Shawn Huff wirkte zuletzt müde und überspielt. © VVG

Frankfurt – Finnland ist nicht unbedingt bekannt für seine glorreiche Basketball-Historie. Shawn Huff hat seine Sportart in der Heimat ein großes Stück voran gebracht. Der Flügelspieler führte das Nationalteam 2014 als Kapitän zur ersten WM-Teilnahme. Von Harald Joisten

Und bei den vergangenen vier Europameisterschaften seit 2011 waren die Suomi jeweils Neunter. Aller Ehren wert für eine Nation, die sich ansonsten fast nur für Wintersport, Fußball oder die Formel 1 interessiert.

Dass Huff beim Basketball gelandet ist, lag nahe. Sein Vater Leon war einst Profi. Shawn gehört dem Herren-Nationalteam bereits seit 16 Jahren an, er hat 192 Länderspiele bestritten und ist Kapitän. Huff ist inzwischen 34 Jahre alt. Zehneinhalb Profijahre machen sich auch körperlich bemerkbar.

Bei seinem Club Frankfurt Skyliners, für den er seit Januar 2017 spielt, geht er derzeit durch ein kleines Tief. Sein Distanzwurf, eigentlich seine große Stärke, findet nicht so oft wie gewohnt sein Ziel. Huff wirkt etwas müde, überspielt. Zuletzt ersparte ihm Trainer Gordon Herbert die weite Reise mit dem Team zur Eurocup-Partie ins russische Krasnodar. Huff durfte zu Hause bei seiner Familie in Frankfurt bleiben – um Kraft zu tanken, und um individuell zu trainieren. Denn der älteste Spieler im Skyliners-Kader wird im Kampf um die Play-off-Teilnahme in der Bundesliga dringend gebraucht.

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 „Natürlich ist jede Saison hart, wenn man 34 ist. Aber ich muss mich nicht durchkämpfen und fühle mich gut“, betont der Finne, der wegen seines in den USA geborenen Vaters auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Nach der kleinen Verschnaufpause in den vergangenen Tagen will der 34-Jährige am Sonntag wieder angreifen. Dann steht das Heimspiel gegen den Bundesliga-Neunten Ludwigsburg (15 Uhr) an.

„Für uns ist jetzt fast jedes Spiel wie in den Play-offs“, betont Huff. Einen Ausrutscher kann sich der Tabellen-13. kaum noch leisten, will er noch einen der ersten acht Plätze und damit die Teilnahme am DM-Viertelfinale erreichen.

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