Es geht um die Existenz des Klubs

Kommentar zu Frankfurt Universe: Fader Beigeschmack

Als Deutscher Meister in der Versenkung verschwinden. Ein Schicksal, das die Footballer der Frankfurt Universe ereilen könnte. In Berlin steht für sie mehr auf dem Spiel als der erste nationale Titel seit 1980. Es geht um die Existenz des Klubs. Von Jörn Polzin

So erfolgreich es auf dem Feld läuft, so unprofessionell hinter den Kulissen. Jahrelang lebte man weit über den Verhältnissen. Nun holt die Frankfurter die Vergangenheit ein. Folgen der Misswirtschaft: 1,3 Millionen Euro Schulden, Insolvenz, Fans, die auf den Kosten für ihre Dauerkarten sitzen bleiben, Gläubiger, die Schlange stehen und eine ungewisse Zukunft nach dem Rückzug des Hauptsponsors. Dass die Konkurrenz argwöhnisch auf das Geschäftsgebaren schaut, ist verständlich. Erst verschulden und dann mit juristischen Mitteln und Spenden irgendwie durchkommen, darf kein Modell sein. Mit einem Finalsieg auf großer Bühne will sich Universe für neue Sponsoren interessant machen. Der Erfolg wäre teuer erkauft. Zu teuer? Ein fader Beigeschmack bleibt.

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