Frommhold distanziert Konkurrenz

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Alleine unter Frauen. Faris al Sultan, einst Ironman-Sieger auf Hawaii, gestern beim Start in Langen.

Frankfurt - Nils Frommhold heißt der strahlende Sieger des Frankfurter City Triathlons. Der 25-Jährige dominierte die Konkurrenz und überquerte die Ziellinie mit mehr als drei Minuten Vorsprung auf Daniel Unger. Schnellste Frau im Feld war Daniela Sämmler vor Natascha Schmitt. Von Marc-Thorben Bühring

Lokalmatadorin Meike Krebs erreichte Rang sieben. Bei der dritten Auflage der Frankfurter Veranstaltung gingen 734 Männer und 167 Frauen über die olympische Distanz an den Start.

Um 8 Uhr fiel für die erste Startgruppe der Herren der Startschuss am Langener Waldsee. Nach der 1,5 km langen Schwimmstrecke war das Ziel der Rossmarkt, wo die Triathleten ihr Rad nach 45 Kilometern gegen die Laufschuhe tauschten und in zwei Schlaufen rund um die Hauptwache die 10 Kilometer absolvierten.

Nils Frommhold vom Team Triathlon Potsdam benötigte insgesamt nur 1:52:07 Stunden. Auf dem Schwimmabschnitt hielt er mit 17:22 Minuten ebenso die Tagesbestzeit wie mit 59:42 auf dem Rad. Für den gebürtigen Berliner war es der erste Saisonsieg. Nach einem Ermüdungsbruch im Schienbein und einer Zwangspause im letzten Jahr ist er nun „glücklich, wieder um Siege mitlaufen zu können“.

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City-Triathlon: Frankfurt schwimmt, läuft und radelt

Und dies in beeindruckender Manier. Er brummte nicht nur Daniel Unger, immerhin sechster bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, drei Minuten auf, sondern pulverisierte auch die Siegerzeit von Johann Ackermann (2:01:48 Stunden) aus dem Vorjahr deutlich. Als dritter kam Horst Reichel vom 21run.com Triathlon Team ins Ziel. Reichel wies nur elf Sekunden Rückstand auf Unger auf.

„Das war unglücklich, aber irgendwo auch mein Fehler. Die Zeit habe ich beim zweiten Wechsel liegen gelassen“, erklärte Reichel. Er hatte sein Rad direkt zu Beginn der Wechselzone abgestellt und wurde erst am Ende der Zone von den Kampfrichtern darauf hingewiesen. Das Rad hätte er am Ende der Zone abstellen sollen, musste so eine Ehrenrunde drehen und das Rad am dafür vorgesehenen Platz abstellen. „Das ist halt so“, haderte er jedoch nicht lange mit dem Missgeschick und freute sich über Rang drei. Damit blieben Triathlon-Größen wie Lothar Leder (6.) sowie Kollegen aus der Bundesliga hinter ihm.

Einer der Topfavoriten auf den Tagessieg, Faris al Sultan, musste nach einem technischen Defekt an seinem Rennrad aussteigen. Bei den Damen triumphierte Daniela Sämmler vom Team Erdinger Alkoholfrei mit 2:05:56 Stunden. Ihre Teamkollegin Natascha Schmitt distanzierte sie um mehr als fünf Minuten. Den entscheidenden Vorsprung erarbeitete sich Sämmler auf der Radstrecke, fuhr mit 1:05:15 die Tagesbestzeit der Frauen. Zwar lief Schmitt am Ende über die 10 km die Tagesbestzeit von 35:35 Minuten, gefährlich werden konnte sie ihrer Teamkollegin jedoch nicht mehr.

Die Frankfurterin Meike Krebs blieb zwar mit dem Rad fünf Minuten hinter der Tagessiegerin, absolvierte die 45 km allerdings als zweitschnellste Frau. Der Kräfteverschleiß war dabei aber wohl zu hoch, Zeit ließ sie beim Laufen liegen, benötigte 39:02 für den letzten Abschnitt. Das bedeutete Platz sieben. Hektik kam zeitweise in der zweiten Wechselzone auf. Die Athleten beschwerten sich, dass die Beutel mit der Wechselkleidung nicht immer schnell genug gereicht wurde. Insgesamt sprachen die Triathleten aber von einer gelungenen Veranstaltung.

Neben Staffelwettbewerben bot der Veranstalter auch Jedermann-Rennen an. mehr als 1300 Sportler und 52 Staffeln traten an.

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