RK HEUSENSTAMM Verbleib in der 1. Liga oberstes Ziel / Ferraris zum Chefcoach befördert

Auf die „Füchse“ wartet wieder ein Kraftakt

Benni Pohlheim ist mit seinen 31 Jahren einer der erfahrensten Spieler im Kader des RK Heusenstamm. Foto: kessler

Heusenstamm – Erst vor wenigen Tagen feierte der Rugby-Klub Heusenstamm sein 40-jähriges bestehen. VON CHRSTIAN DÜNCHER

Präsident Markus Walger blickte dabei in einer Rede zurück und sprach über die Entwicklung der „Füchse“, deren erste Mannschaft seit nunmehr zwölf Jahren ohne Unterbrechung in der 1. Bundesliga aktiv ist. Am Samstag (15 Uhr) beginnt für den RKH mit dem Heimspiel gegen den Heidelberger Stadtteil-Verein TSV Handschuhsheim die 13. Saison in Folge im Oberhaus. Walger rechnet damit, dass auch diese wieder ein „Kraftakt“ werden wird. Er ist jedoch guten Mutes: „Die Jungs arbeiten sehr, sehr fleißig“, betont der Ex-Nationalspieler, der auch Teil des Trainerteams ist. Und in dem gibt es im Vergleich zur vergangenen Saison einen Wechsel. „Wir haben Mikey Ferraris auf die Position des Headcoaches gehievt“, sagt Walger. Er selbst wird dem Südafrikaner mit Jens Steinweg zur Seite stehen. Zudem verstärkt der ehemalige RKH-Spieler Kevin Happ das Trainerteam als Fitnesscoach.

Auch im Kader hat sich einiges getan. Siebener-Nationalspieler Tim Biniak (wohnt inzwischen in der Pfalz) und dessen jüngerer Bruder Louis haben sich dem Ligarivalen RG Heidelberg angeschlossen. In Marc-Andre Bettner (Karriereende aus beruflichen Gründen) steht ein weiteres Eigengewächs nicht mehr zur Verfügung. Jakob Seifert und Ben Sabinarz spielen künftig für den Regionalligisten RC Mainz. Da Tim Biniak aufgrund von Maßnahmen mit dem Nationalteam ohnehin selten zur Verfügung stand, schmerze in sportlicher Hinsicht lediglich der Abgang von Bettner. „Er ist ein sehr starker Verteidiger. Dass er nicht mehr da ist, tut uns weh“, gibt Walger zu, ist jedoch optimistisch: „Wir haben uns sehr gut verstärkt, konnten alles kompensieren und sind sogar der Meinung, dass wir etwas stärker sind.“

Der argentinische Zugang Leandro Rojas spielte zuletzt in Frankreich und deutete sein großes Potenzial im Testspiel gegen Mainz an. Zudem kommen zwei vielversprechende Talente von Meister SC Frankfurt 1880. Josh Beaufort gehörte dort zum erweiterten Stamm, Daniel Fubel war Kapitän der Reserve. Max Hechler bringt Erstliga-Erfahrung aus seiner Zeit beim Berliner RC mit. Nikolaus MacLachlan und Nicolas Reichert gelten als Ergänzungsspieler. Zudem stehen Kapitän Jordi Pfeifer, Markus Otterbein und Vedad Garanovic nach langen Verletzungspausen wieder zur Verfügung. Und aus der eigenen Jugend rücken Peter Kugolowski, Hendrik Zschoke (beide ab Dezember spielberechtigt), Justus Lehmann, Lukas Knopf und Can Barak auf.

„Oberstes Ziel ist wieder der Klassenerhalt“, stellt Walger klar. „Aber wenn alles läuft, wie wir uns das wünschen, ist da der vierte Platz, auf den wir schielen“. Die Süd/West-Staffel sei aber „schwer einzuschätzen, da nicht wirklich bekannt ist, wer noch wohin gewechselt ist.“ Unter anderem hatten sich die aus Südafrika stammenden deutschen 15er-Nationalspieler Jaco Otto und Marcel Coetzee bei Auftaktgegner Handschuhsheim abgemeldet. Zuletzt hieß es aber, dass beide bleiben, zumal sie in den Kader der Siebener-Auswahl des DRV aufgenommen wurden. „Wir lassen uns überraschen“, gibt sich Walger gelassen. Der amtierende Meister Frankfurt ist für ihn erneut Titelfavorit („Die sind gut besetzt und haben wieder gut investiert“), alle anderen Teams hält er an einem guten Tag für schlagbar. „Man kann aber auch gegen jeden verlieren.“

Ein Auftaktsieg wäre wichtig. Gegen Handschuhsheim wird allerdings Cheftrainer Mikey Ferraris fehlen, da er aus privaten Gründen kurzfristig nach Südafrika reisen musste. Dafür stehen die beiden Siebener-Nationalspieler Sam Rainger und Leon Hees zur Verfügung. „Beide sind heiß darauf, zu spielen“, betont Walger.

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