So bunt ist die Euro

Fußball-EM: Menschen aus der Region Hanau stellen die 24 Teilnehmerländer vor

So bunt ist die Euro: Diese Menschen aus der Region Hanau drücken ihren Nationen die Daumen.
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So bunt ist die Euro: Diese Menschen aus der Region Hanau drücken ihren Nationen die Daumen.

24 Mannschaften spielen um den EM-Titel. 24 Menschen aus der Region Hanau haben im vergangenen halben Jahr ihre Nation im HANAUER ANZEIGER vorgestellt. Was der schottische Hobbyschäfer aus Maintal, der slowakische Küchenchef aus Bruchköbel oder der kroatische Pfarrer aus Hanau tippen, haben wir noch einmal zum Nachlesen zusammengefasst.

Hanau – Die EM hat begonnen. Das Endspiel in London ist für den 11. Juli terminiert. Im vergangenen halben Jahr haben wir im HANAUER ANZEIGER die teilnehmenden Nationen vorgestellt. Hier sind alle 24 mit ihren EM-Tipps.Ein Video mit allen Protagonisten der Die EM-Serie im Internet gibt es auf der Facebook- sowie der Instagram-Seite des HA.

GRUPPE A: Italien, Schweiz, Wales, Türkei

Antonio Sbano hat in seiner Karriere viele Tore geschossen. Zuletzt traf der Hanauer für Germania Großkrotzenburg.

Der italienische Torjäger Antonio Sbano: Zuletzt bei Germania Großkrotzenburg, die Eltern kommen aus Apulien. „Italien hat das Zeug dazu, weit zu kommen. Aber ich glaube nicht, dass es zum Titel reicht.“

Maximilian Bieri interessiert sich für Politik und spielt Regionalliga-Volleyball im Trikot der TG Hanau.

Der schweizer Volleyballer Maximilian Bieri: Regionalliga-Volleyballer der TG Hanau und SPD-Fraktionschef. Bis er zwölf war, kickte er beim SVG Steinheim, der Vater kommt aus Zollikofen bei Bern. „Wenn wir ins Viertelfinale kommen, wäre das sensationell.“

Richard Boulter war Geschäftsführer der Vacuumschmelze in Hanau und spielte früher Rugby.

Der walisische Geschäftsführer Richard Boulter: War Geschäftsführer der Vaccumschmelze in Hanau, wuchs in Llanberis in Nordwales auf. In der Vorrunde treffe sein Land auf sehr schwierige Gegner. „Aber im Fußball sind immer mal Überraschungen möglich.“

Burak Tok hütet bei Fußball-Gruppenligist Türk Gücü Hanau das Tor. Seit er sechs ist, steht er zwischen den Pfosten.

Der türkische Torwart Burak Tok: Keeper von Türk Gücü Hanau, die Großeltern leben im Sommer in Izmir und im Winter in Istanbul. „Die Türkei ist eine Turniermannschaft und kann bis ins Halbfinale kommen.“

GRUPPE B: Belgien, Dänemark, Finnland, Russland

Dimitri van den Broeck ist Vertriebsleiter einer Caravanfirma und kickt in seiner Freizeit für den FC Büdesheim.

Der belgische Nomade Dimitri van den Broeck: Vertriebsleiter einer Caravanfirma, Fußballer des FC Büdesheim und in Gent aufgewachsen. An der Freiheitsstatue verliebte er sich in eine Deutsche. Belgien räumt er gute Titelchancen ein: „Sie könnten es schaffen!“

Karsten Harder liebt den Maintaler Fasching und pendelt zwischen Ramløse und Bischofsheim.

Der dänische Faschingsprinz Karsten Harder: Volksschullehrer in Ramløse und ehemaliger Faschingsprinz der FT Dörnigheim, hat sich mit seiner Frau in Bischofsheim ein Haus gekauft. „Wir kommen weiter!“

Dominik Teichmann aus Niederdorfelden ist Mitglied des finnischen Fanklubs und feuert das Team gerne im Stadion an.

Der finnische „Uhu“ Dominik Teichmann: Kommt aus Niederdorfelden, ist Mitglied eines finnischen Fanclubs, die Mutter stammt aus Pietarsaari. „Belgien ist der Favorit, aber gegen Russland und Dänemark ist was drin.“

Sergej Kolarov lebt in Neuberg und betreibt in Hanau mit seiner Frau eine Musikschule.

Der russische Pianist Sergey Korolev: Klavierlehrer aus Neuberg mit eigener Musikschule in Hanau, wurde in Moskau geboren, wo er 21 Jahre lebte. Den Russen traut er das Achtelfinale zu – mehr aber nicht.

GRUPPE C: Österreich, Niederlande, Ukraine, Nordmazedonien

Daniela Kurz kam der Liebe wegen nach Hanau, wo sie gern laufen geht. Zudem ist sie Fan von Eintracht Frankfurt.

Die österreichische Hobby-Läuferin Daniela Kurz: Liebt Skifahren und Laufen, kommt aus Hartberg bei Graz. Die Liebe verschlug sie nach Hanau. Im Achtelfinale kann es gegen Deutschland gehen: „Wenn die Österreicher dann gewinnen, wäre das der Wahnsinn.“

Marco van Boeckholt aus Neuberg ist Inhaber eines Küchenstudios und hat ein Faible für Marco van Basten.

Der niederländische Küchenhändler Marco van Boeckholt: Inhaber eines Küchenstudios und Fußballer des FSV Neuberg, wurde nach Marco van Basten benannt. „Es läuft nie so glorreich für das niederländische Team. Bis auf 1988 gibt es nichts vorzuweisen.“

Andrej Kolchak liebt den offensiven Fußball, den der Mainhausener schon für den SVG Steinheim zelebrierte.

Der ukrainische Offensivfußballer Andrej Kolchak: Ex-Fußballer des SVG Steinheim, wurde in Odessa geboren. „Die Niederlande ist Favorit, aber Österreich und Nordmazedonien sollte man schlagen und weiterkommen.“

Marco Ferukoski ist Fußball-Profi beim FC Bayern Alzenau und Jugendnationalspieler seines Heimatlandes.

Das nordmazedonische Fußball-Talent Marco Ferukoski: Regionalligaspieler von Bayern Alzenau, war Jugendnationalspieler. Sein Vater kommt aus Skopje. „Ich glaube nicht, dass wir über die Gruppenphase hinauskommen.“

GRUPPE D: England, Kroatien, Tschechien, Schottland

Kevin Moore trainiert die Fußballer des TSV Niederissgheim und ist Betreuer bei den Handballern der SG Bruchköbel.

Der englische Handball-Fan Kevin Moore: Betreuer von Bruchköbels Handballerinnen, wo seine Töchter spielen, und Coach der Fußballer des TSV Niederissigheim. Sein Vater kommt aus London. „Schlechteres Abschneiden als das Halbfinale wäre enttäuschend.“

Ivan Kovacevic steht als Pater der kroatisch-katholischen Gemeinde in Hanau vor.

Der kroatische Pfarrer Ivan Kovacevic: Lebte in Liverpool, Köln und Split, steht der kroatisch-katholischen Gemeinde Hanau vor. „Wir werden Gruppenerster, dann fliegen wir raus.“

Jan Pospisil aus Hochstadt entstammt einer der hochdekoriertesten Radball-Familien Tschechiens.

Der tschechische Radballer Jan Pospisil: Europameister, sein Vater holte 20 WM-Titel, wurde in Brünn geboren, seit 1993 in Hochstadt. Tschechien wurden in der Quali Zweiter hinter England. Darauf hofft er auch bei der EM.

Philip Monteith hält auf einer Weide bei Wachenbuchen schottische Schwarzkopfschafe.

Der schottische Hobbyschäfer Philip Monteith: Hält Schafe der Rasse Scottish Blackface, sein Opa war Schotte. Verliebte sich 1979 auf dem Hochstädter Weinfest und lebt seitdem in Maintal. „Das wird nicht einfach bei der EM. Da braucht man Leute, die talentiert sind.“

Kewin Siwek ist angehender Jurist und spielte zuletzt in der Verbandsliga für Germania Großkrotzenburg Fußball.

Der polnische Jurastudent Kewin Siwek: Will Sportmanager werden, kickte für Großkrotzenburg, kommt aus Zywiec bei Krakau. „Als Underdog können wir Favoriten ärgern und für eine Sensation sorgen.“

Angelo Ramos betreibt in Großkrotzenburg ein Friseurstudio und unterstützt die Germania sowie die HSG Preagberg.

Der spanische Friseur Angelo Ramos: Friseurmeister aus Großkrotzenburg, die Großeltern stammen aus Andalusien. Er ist sich sicher, dass Spanien weiterkommt, „aber dass Sergio Ramos ausfällt, ist eine Tragödie“.

Camilla Kättström hat für den Verein Over the top Hanau schon einige WM-Titel im Armwrestling gewonnen.

Die schwedische Armwrestlerin Camilla Kättström: Verkäuferin bei Ikea, Weltmeisterin für Over the Top Hanau. „Hoffe, dass sie unter die sechs Besten kommen – das wäre großartig. Alles was besser ist, wäre grandios!“

Matus Bucek führt seit zehn Jahren ein Restaurant in Bruchköbel. Er ist großer Eishockey-Fan.

Der slowakische Küchenchef Matus Bucek: Kocht in Bruchköbel böhmische Speisen. Bucek wuchs in Trencin auf, lebt seit 2004 in Hessen. „Wenn sie weiterkommen, freuen sich alle, aber es wird nichts erwartet.“ 

GRUPPE F: Frankreich, Deutschland, Portugal, Ungarn

Jean-Louis Philippe stammt aus Toulouse und spielt beim Tennisverein Großkrotzenburg.

Der französische Tennisspieler Jean-Louis Philippe: Kommt aus Toulouse, lebt seit 2008 in Großkrotzenburg. „2018 bei der WM hatte ich nicht gedacht, dass sie so weit kommen. So ist es diesmal auch.“

Kai Schwindt war schon bei sechs Europameisterschaften vor Ort. Erstmals beim Finale 1996 im Wembley-Stadion.

Der deutsche Fußballverrückte Kai Schwindt: Sammelt Fußball-Fanartikel, hat ein kleines Museum in seinem Hanauer Haus. „Ich tippe, dass die Mannschaft, die sich in unserer Gruppe durchsetzt, ins Finale kommt.“

Ronaldo Dos Santos Ferreira vom Fußball-Verbandsligisten SC 1960 Hanau ähnelt von seiner Spielweise Lionel Messi.

Der portugiesische „Messi“ Ronaldo Dos Santos Ferreira: Heißt Ronaldo, spielt wie Messi, hat Familie in Povoa De Varzim bei Porto, kickt bei 1960 Hanau. „Ich glaube, dass Portugal und Frankreich weiterkommen.“

Tibor Földvári aus Büdingen spielte einst über 100-mal in der ersten ungarischen Liga.

Der ungarische Ex-Profi Tibor Földvari: Ehemalige ungarischer Erstligaspieler, kam aus in Miskolc nach Büdingen. „Wenn wir Glück haben, holen wir einen oder zwei Punkte. Oder sogar drei. Im Fußball kann alles passieren.“

Von Thorsten Jung

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