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FC Hanau 93: Gegen starke Teams „fast immer geliefert“

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Geknickt: Timucin Sen fällt in Friedberg aus.
Geknickt: Timucin Sen fällt in Friedberg aus. © scheiber

Der FC Hanau 93 tritt bei Hessenliga-Tabellenführer Friedberg als Außenseiter an.

Hanau – Auf die Fußballer des FC Hanau 93 wartet am Samstag (17 Uhr) in der Hessenliga im Gastspiel bei Spitzenreiter Türk Gücü Friedberg eine der aktuell größtmöglichen Herausforderungen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge fährt der auf Rang sechs abgerutschte HFC als Außenseiter zum Friedberger Burgfeld.

Für 93-Trainer Kreso Ljubicic überhaupt kein Grund, die Erfolgsaussichten im Vorfeld kleinzureden. „Es mag vielleicht manchen überraschen, doch ich sage in aller Deutlichkeit, dass ich nicht tiefstapeln möchte. Wir fahren dorthin, um das Spiel zu gewinnen.“ Seinen Optimismus zieht der kroatische Ex-Profi aus den Eindrücken der zurückliegenden Trainingseinheiten und den, wie er sagt, guten Gesprächen innerhalb des Teams. „Die Jungs haben eingesehen, dass sie so wie zuletzt gegen Hadamar nicht auftreten können“, berichtet Ljubicic von der Aufarbeitung der ersten Saisonheimniederlage, welche die gut gestarteten Hanauer am vergangenen Samstag ausgerechnet gegen die als Schlusslicht angereiste und dazu noch ersatzgeschwächt angetretene Truppe von Rot-Weiss Hadamar kassierten (0:2).

Da davor auch die Partie beim FC Gießen (1:4) verloren ging, mussten die 93er den Kontakt zur Tabellenspitze etwas abreißen lassen. Aktuell beträgt der Rückstand auf Platz eins fünf Punkte. Er kann am Samstag auf acht Punkte anwachsen. Andererseits bietet die Partie in der Wetterau dem HFC die Möglichkeit, wieder näher an eines der Topteams heranzurücken.

Als solches treten die Friedberger – in der vergangenen Saison wie der HFC noch in der Abstiegsrunde unterwegs – derzeit auf. Seit Enis Dzihic im März das Traineramt bei Türk Gücü übernommen hat (sein Debüt feierte er beim torlosen Remis im Gastspiel bei Hanau 93), haben die Friedberger erst ein Punktspiel verloren. Und das eher unglücklich vor wenigen Wochen auswärts bei der U21 von Bundesligist Eintracht Frankfurt. Die Dzihic-Elf bevorzugt spielerische Lösungen und hat mit Noah Michel, Toni Reljic, Patrick Schorr oder Peter Jost starke Qualität in ihren Reihen. „Wir wissen, dass Türk Gücü richtig gut ist, doch gegen starke Mannschaften haben wir in der Vergangenheit fast immer geliefert“, erzählt Kreso Ljubicic.

Die Bilanz gegen den nächsten Gegner spricht jedoch eher für einen Heimsieg der Wetterauer. In den zurückliegenden sechs Partien blieben die 93er gegen Türk Gücü Friedberg sieglos, zuletzt setzte es in der zurückliegenden Abstiegsrunde auswärts eine glatte 0:4-Niederlage. An der von Ljubicic ausgegeben forschen Herangehensweise soll dies nichts ändern. „Ich habe ein gutes Gefühl und glaube fest daran, dass meine Mannschaft ein gutes Spiel machen wird“, erklärt der aktuell verletzte Spielertrainer.

Aus dem Vollen schöpfen können die Hanauer am Samstag nicht. Neben Ljubicic fallen auch Niklas Biehrer und Timucin Sen verletzt aus. Beide mussten gegen Hadamar vorzeitig ausgewechselt werden. Biehrer macht weiterhin eine Entzündung im Knie zu schaffen. Wie bei Ljubicic ist eine auskuriert geglaubte Verletzung zurückgekehrt. „Das ist bei Spielern und auch Trainern falscher Ehrgeiz. Wir haben jetzt entschieden, dass er drei Wochen lang Pause machen soll“, berichtet Ljubicic. Sen zog sich eine Leistenverletzung zu. Wie lange der Mittelfeldspieler ausfällt, ist noch offen. Weitere Akteure (Cem Kara, Kristijan Bejic, Leandro Baumann) sind angeschlagen. Fällt auch noch dieses Trio aus, wird es personell eng. (Frank Schneider)

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