112 Junioren beim zehnten Stefan-Haukler-Gedächtnisturnier

Ein gelungener Jahresabschluss des Fechtclubs

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Pascal Ghiuri vom Offenbacher Fechtclub.

Offenbach - Bereits vor dem Finale in der Offenbacher Fechthalle zog FCO-Vorsitzender Eberhard Theobald gut gelaunt ein positives Fazit – nicht nur für das zehnte Stefan-Haukler-Gedächtnisturnier, sondern für das gesamte Jahr. Von Holger Appel

„Das war wirklich ein schönes Turnier, der gelungene Abschluss eines sehr beachtlichen Jahres für unseren Verein“, sagte er. „Wir können absolut zufrieden sein.“ Höhepunkt 2017 war, ganz klar, der dritte Platz von Richard Schmidt bei der Heim-WM im Sommer in Leipzig – das war die einzige Medaille für den Deutschen Fechterbund bei diesen Titelkämpfen.

Theobald musste mit Blick auf nur zwei nachgemeldete Offenbacher Athleten beim eigenen Juniorenturnier aber zugeben, „dass wir künftig versuchen müssen, mehr Jungs auf die Schiene zu bringen“. Der FCO will Schnuppertrainingseinheiten anbieten und vor allem an den Offenbacher Schulen mehr Werbung machen, um die Zahl der Fechter (zurzeit 45; von den Sechsjährigen bis zu den Aktiven) zu erhöhen.

Insgesamt 112 Junioren waren am Samstagmorgen zunächst in der Turnhalle der Edith-Stein-Schule auf zwölf Bahnen mit dem Degen im Einsatz, kämpften um den Einzug in die Zwischenrunde. Der Offenbacher Severin Achstaller, Jahrgang 2003 verfehlte sie, belegte Platz 101. „Er ist ja noch verdammt jung, hat aber echt gut gefochten und immerhin ein Gefecht gewonnen“, sagte Florina Plachta, FCO-Vizepräsidentin Sport.

112 Degenfechter auf zwölf Bahnen: Am Samstagmorgen war viel los bei der Vorrunde in der Halle der Offenbacher Edith-Stein-Schule. -   Foto: Scheiber

Der 16 Jahre alte Offenbacher Pascal Ghiuri zog mit drei Siegen und drei Niederlagen in die Top 64 ein, belegte nach einem 12:15 gegen den Reutlinger Fabio Remper Platz 62. Ghiuri war damit zufrieden. „Das ist schon ordentlich, dass ich es so weit geschafft habe. Ich habe zuletzt nur einmal die Woche trainieren können, aber großen Spaß bei Turnieren, vor allem hier in eigener Halle“, sagte er. 2018 wolle er aber versuchen, wieder dreimal pro Woche zu üben und sich bei den Junioren über die hessischen zu den deutschen Meisterschaften vorzukämpfen. In der Jugend war er bereits zweimal für deutsche Titelkämpfe qualifiziert. Er sei auf der Planche sehr ruhig und konzentriert, an Beweglichkeit und Ausdauer sei durchaus noch Verbesserungsbedarf, gab er zu.

Der ursprünglich gemeldete Offenbacher Nicholas Ulmer musste seine Turnierteilnahme kurzfristig absagen. Der ehemalige Offenbacher Maximilian Meszaros, inzwischen für den FC Tauberbischofsheim aktiv, scheiterte im 32er K.o. mit 8:15 an seinem Vereinskollegen Benjamin Pleitz und belegte Platz 19.Vizepräsidentin Plachta, beim Stefan-Haukler-Turnier der Juniorinnen im Jahr 2010 auf Platz zwei, erklärte zwar erfreut, dass die besten deutschen Degenfechter in Offenbach auf der Planche standen, sie gab aber zu, dass sie aus sportlicher Sicht nicht ganz überzeugt war. „Das Niveau war erst ab den Top 16 so richtig gut“, sagte sie. Louis Bongard vom TSV Bayer Leverkusen nahm nach dem Turnier den Siegerpokal mit nach Hause. Er gewann das Finale gegen Jonas Gudera (Fechtverein Heidelberg) mit 15:9. Platz drei teilten sich Hugo Lottner (SV Waldkirch) und Max Weise (TSG Reutlingen).

Die richtige Kampfsportart finden

Uwe Neder, international erfahrener Obmann aus Offenbach und am Samstag als Turniermanager des Deutschen Fechterbund im Einsatz, war voll des Lobes für den FCO: „Bei diesem Turnier hat letztlich alles gepasst. Das war wieder die gute Offenbacher Qualität. Im Organisieren sind wir Offenbacher unschlagbar.“

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