Kreispokal

Germania Dörnigheim will gegen FC Hochstadt letzten Schritt machen und ins Finale einziehen

Nächstes Derby: Für Germania Dörnigheim um Jerome Boos (weißes Trikot) geht es nach dem Pokalfight gegen den Dörnigheimer SV nun im Halbfinale gegen den FC Hochstadt.
+
Nächstes Derby: Für Germania Dörnigheim um Jerome Boos (weißes Trikot) geht es nach dem Pokalfight gegen den Dörnigheimer SV nun im Halbfinale gegen den FC Hochstadt.

Wer zieht nach dem FC Erlensee ins Kreispokalfinale 2020/21 des Fußballkreises Hanau am Samstag, 31. Juli, um 16 Uhr im Herbert-Dröse-Stadion ein? Die Entscheidung fällt am Sonntag (16 Uhr, Waldsportplatz) zwischen den Maintaler Konkurrenten FC Hochstadt und Germania Dörnigheim.

Maintal – Die klassenhöheren Gäste sind Favorit. Die Germania ist der einzige Verein, der alle Pokalspiele bislang ausgetragen hat.  Im Gegensatz zu den Lila-Weißen, die nach Absagen von Safakspor Hanau (Zwischenrunde) und TSV Niederissigheim (Viertelfinale) zweimal kampflos weiter kamen. Jochen Kostiris nimmt die Favoritenrolle an. Nach Kewa Wachenbuchen (4:2) und dem Dörnigheimer SV (2:1) wartet jetzt für den Germania-Coach auf dem Weg ins Endspiel das dritte Maintal-Derby. „Wir wollen diesen letzten Schritt auch noch machen, darauf ist alles ausgerichtet“, sagt Kostiris. Wobei er vor dem ambitionierten Gegner mahnt, dessen Neuverpflichtungen Ricardo Marra und Jaouad El Kaddouri zeigten, wohin die Reise beim FCH gehen soll.

Bei den Gästen hat sich die Personallage gegenüber dem DSV-Spiel erheblich entschärft. Emanuel Becker, Alexander Turan, Michael Roth, Ugur Erdogan und Gerrit Friedel sind wieder dabei. Fehlen werden die Urlauber Mimoun Attanin, Maximilian Walter und Gjorgi Trajanov. Schlimm hat es Paul Marx getroffen. Der talentierte Defensivspieler hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt womöglich die gesamte Saison aus.

Angespannte Parkplatzsituation

Manfred Maier, Vorsitzender des FC Hochstadt, weist daraufhin, dass derzeit die Parkplatzsituation rund um den Waldsportplatz sehr angespannt ist. Die Stadt vereinbarte mit einer Baufirma, die die Kabel für das Glasfasernetz verlegt, die Hälfte des Parkplatzes als Lager- und Umschlagplatz zu nutzen. Daraus wurden sehr zum Ärger der Lila-Weißen mittlerweile mehr als 70 Prozent, die nicht mehr zur Verfügung stehen. Maier appelliert daher an die Zuschauer, wenn möglich zu Fuß oder per Fahrrad zum Sportplatz zu kommen. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, sollte eine Fahrgemeinschaft bilden und einen kleineren Fußmarsch einkalkulieren. 

Bei den Lila-Weißen ist die Personallage erheblich angespannter. Auch Cihan Deger fällt wegen eines Kreuzbandrisses monatelang aus. In Urlaub befinden sich Jeremy Nianga und Stammkeeper Caner Tekinalp, der von Rückkehrer Michael Waldert vertreten wird. Bei Ricardo Marra könnte es knapp werden, da er erst im Laufe des Sonntags von einem Kurztrip in die Schweiz zurückkehrt. Zakaria El Kaddouri ist verletzt, Zoltan Kövesdi erkrankt und Ferhat Sakarya beruflich verhindert. Noch keine Freigabe erhalten hat der von Bayern Alzenau II gekommene Soufian El Kassimi.

Trotz der langen Liste der Ausfälle betreibt Sahin Arslanergül Zweckoptimismus. „Wir haben beim 1:0-Pokalsieg gegen den Gruppenligisten Türk Gücü Hanau gezeigt, dass wir mithalten können. Wir wollen gegen die Germania nicht die graue Maus, sondern Herr im Haus sein“, betont der FCH-Übungsleiter. Arslanergül ist jedoch Realist genug, um festzustellen, dass man nur dann eine Chance gegen die spielerisch starken Gäste hat, wenn alles stimmt.

Im Rahmen des Halbfinales wird für die vom Kreisfußballausschuss initiierte Aktion „Fußballer helfen Fußballer“ zugunsten der Flutopfer in Rheinland-Pfalz gesammelt. Vor dem Anpfiff erfolgt eine Gedenkminute für die Opfer der Flutkatastrophe.  (Von Gert Bechert)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare