Gewinnen statt nur zusehen

Rodgau-Triathlon: Anna Schloss überrascht, Steffen Rupp disqualifiziert

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Schon nach dem Schwimmen siegessicher? Die Darmstädterin Anna Schloss (links) gewann über die Jedermann-Distanz.

Rodgau - Die 17. Auflage des Rodgau-Triathlons des TSV Dudenhofen mit Start und Ziel am Badesee in Nieder-Roden bot Streckenrekorde, unverhoffte Siege und die kuriose Disqualifikation eines vermeintlichen Siegers. 876 Triathleten im Alter von 14 bis 80 Jahren waren am Start.  Von Sascha Eyßen

Für Steffen Rupp war die 2018er Auflage des Rodgau-Triathlons ein klassischer Fall von „zu früh gefreut“. Der gebürtige Jügesheimer, der mittlerweile in Darmstadt lebt, war über die olympische Distanz (1,4 Kilometer Schwimmen, 41 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) als Erster ins Ziel gelaufen. Rupp, der als bislang beste Platzierung beim Rodgau-Triathlon einen dritten Platz aufzuweisen hat, freute sich zunächst über den vermeintlichen Heimsieg, wurde allerdings später disqualifiziert: Mit seiner Startnummer 572 war er für die zweite Startgruppe, die 25 Minuten nach der ersten ins Wasser ging, eingeteilt worden. Rupp startete allerdings versehentlich in der ersten Gruppe. Ein schwacher Trost: Für den Gesamtsieg hätte seine Zeit ohnehin nicht gereicht, da die Spitzenathleten der zweiten Startgruppe schneller unterwegs waren.

So ging der Gesamtsieg an Jan Petralia (Les Tritons Meldois), der nach 1:58:25 Stunden das Ziel erreichte. Der Belgier siegte vor Christian

Trunk (1:59:37, LSV Ladenburg) und Carlos Fischer (2:04:54, LC Olympia Wiesbaden). Bodo Stanzel vom EOSC Offenbach wurde in 2:06:21 Vierter, sein Vereinskollege Frank Bachinger kam in 2:10:33 auf Platz sechs. Frank Bütow (2:14:31, SKG Sprendlingen) wurde Zehnter.

Bei den Frauen ging der Sieg an Kristina Ziemons (LC Olympia Wiesbaden), die in 2:15:34 Std. vor der Rodgauer Hindernisläuferin Lisa Oed (2:18:30), die beim Triathlon für den VfL Münster startete, siegte. Platz drei belegte die Norwegerin Kirstin Lie (2:20:57). Tina Lucas (EOSC Offenbach) wurde in 2:26:28 Std. Fünfte. Laura Camboni (2:29:51, TV Langen) kam auf Rang sieben.

Den Staffelwettbewerb gewann die erste Mannschaft von Besi & Friends, deren Namensgeber Andreas Beseler seine Teammitglieder am Streckenrand anfeuerte, in einer Zeit von 2:05:51 vor Besi & Friends III (2:15:26) und „nf2run.de“ (2:17:12).

Als erste Startgruppe war die Jedermann-Distanz (400 m, 14 km, 4 km) gestartet worden. Markus Respondek (Tria-Team Bruchköbel) führte bereits nach dem Schwimmen und siegte in 43:37 Min. vor Lucas Bacmeister (43:55, FC St. Pauli Triathlon) und Kristian Kullmann (44:05). Christoph van Roo (46:14, SKG Sprendlingen) wurde Sechster. Markus Respondek, bislang nur im Team beim Rodgau-Triathlon am Start, siegte bei seiner Einzel-Premiere. Beim Liga-Saisonfinale am Wochenende in Viernheim geht es für ihn wieder über die olympische Distanz. „Da war das ein gutes Warm-Up“, meinte Respondek.

Bilder: 17. Rodgau-Triathlon des TSV Dudenhofen

Unverhofft kamen die beiden Erstplatzierten der Frauenwertung zu ihren Startplätzen. Anna Schloss (46:18, ASC Darmstadt) und Martina Kreher (47:16, VfL Münster) waren erst kurzfristig über die Warteliste nachgerückt. Schloss glänzte bei ihrer Rodgau-Premiere mit einem neuen Streckenrekord. Ihr Freund startete beim Regionalliga-Wettkampf, so wäre sie ohnehin als Zuschauerin dabei gewesen. Umso schöner, dass es mit einem kurzfristigen Startplatz klappte. „Sonst hätte ich wahrscheinlich den ganzen Tag hier herum gestanden“, schmunzelte die Siegerin. Platz drei ging an Anna Wächtershäuser (49:41, SG Nied. Die Jedermann-Staffel gewann das Team von Kegelmann Technik in 52:39 Min. Zudem gab es Mannschaftswettkämpfe der Regionalliga, der Seniorenliga und der Mastersliga.

„Es ist alles top gelaufen, das Wetter hat auch gepasst“, freute sich Dieter Dackau vom Orgateam. Einziger Zwischenfall war, dass ein Radfahrer nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Dank des TSV geht an die mehr als 200 Helfer. Die hielten unter anderem 800 Liter stilles Wasser, 300 Liter Apfelsaft, 180 Liter Cola, 90 Kilogramm Bananen, 60 kg Weintrauben, 160 Melonen, zehn kg Äpfel und jede Menge Kekse für die Teilnehmer parat.

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