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Eileen Demes holt Bronze bei den Deutschen Meisterschaften

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Von: Jörn Polzin

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Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel.
Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. © iimago

Gemischte Gefühle bei den regionalen Startern bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin. Eileen Demes vom TV Neu-Isenburg verpasst den Titel über 400 Meter Hürden, kann sich aber über Medaille und Bestzeit freuen. Der Offenbacher Aaron Bienenfeld und die Rodgauerin Lisa Oed kommen als Fünfte ins Ziel.

Berlin/Offenbach – Eileen Demes war unter dem frischen Eindruck des Finalrennens hin- und hergerissen. Auf der einen Seite stand für das Hürden-Ass des TV Neu-Isenburg der dritte Platz über 400 Meter – mit persönlicher Bestzeit von 56,12 Sekunden. Keine Frage, die 24-Jährige hatte bei den Titelkämpfen im Berliner Olympiastadion bewiesen, dass sie zur nationalen Elite in ihrer Disziplin zählt.

„Ich bin glücklich, dass ich eine Medaille geholt habe. Es macht wieder Spaß, Wettkämpfe zu laufen“, betonte Demes. Doch so richtig zufrieden konnte und wollte die ehrgeizige Athletin nicht sein. Zwar unterbot die Vorlaufschnellste im Finale ihre bisherige Bestmarke um drei Hundertstel, blieb aber deutlich hinter der Siegerin Carolina Krafzik (Sindelfingen/55,73 Sekunden) und der zweitplatzierten Berlinerin Gisele Wender (55,84).

„Der Lauf war nicht ganz rund, und ich denke, wenn ich noch einen besseren Lauf erwische, kriege ich hoffentlich bald auch eine 55er Zeit hin. Es war meine Tagesform, die heute nicht so gut war. Das habe ich auch an der Hürdenüberquerung gemerkt, da habe ich mich nicht ganz so frisch gefühlt“, resümierte Demes. Krafzik, Olympia-Halbfinalistin von Tokio, aber erst spät in die Saison eingestiegen, holte hingegen ihren vierten Titel in Serie.

„Sie ist nach ihrer Verletzung eigentlich noch nicht in der Form des letzten Jahres. Wenn sie fit ist, kann sie aber sehr schnell laufen“, sagte Demes, die in Berlin ein anderes Ziel verpasste. Bei einer Zeit von 55,85 Sekunden hätte die Isenburgerin das Ticket für die Europameisterschaften in München vom 15. bis 21. August sicher gehabt.

Diesem Ziel – auch ohne Medaille – einen großen Schritt näher gekommen, ist Aaron Bienenfeld. Und das alleine mit seinem Start im Olympiastadion, der Voraussetzung für die Normerfüllung des Verbands ist (wir berichteten). Über 5000 Meter lief der für den SSC Hanau-Rodenbach startende Offenbacher als Fünfter in 13:47,05 Minuten ins Ziel. Knapp hinter seinem großen Rivalen um das letzte EM-Ticket, dem Düsseldorfer Maximilian Thorwirth. „Ich war nach der Anreise aus den USA sehr müde und hatte vorher wenig geschlafen. Das hat man körperlich schon gemerkt. Dafür kann ich mit dem Rennen sehr zufrieden sein“, sagte Bienenfeld.

Im nationalen Ranking belegt er den dritten Platz, mit seiner Bestzeit von 13:21,99 Minuten. Berlin-Sieger Mohamed Mohumed (Dortmund) und der zweitplatzierte Sam Parsons (Eintracht Frankfurt) liegen davor. Nur Thorwirth kann Bienenfeld mit einer schnelleren Zeit bei einem der nächsten Qualifikationsrennen noch verdrängen. „Beide bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau, aber es sieht ziemlich gut für Aaron aus“, meint SSC-Trainer Sascha Arndt. „Dass er nach der schwierigen und kurzen Vorbereitung so mithalten konnte, war schon gut.“

Weniger positiv fiel die Beurteilung eines anderen Schützlings aus. Der Vorjahresdritte Lukas Abele belegte über die 1500 Meter nur den achten Platz. „Das war sehr durchwachsen. Lukas wollte kraftsparend laufen, hat aber den Zug verpasst, als es zur Sache ging“, meinte Arndt. Zu allem Überfluss kam Abele 650 Meter vor dem Ziel nach einer Kollision ins Straucheln und wäre beinahe gestürzt. „Bis dahin dachte ich schon, dass ich die Sache kontrollieren kann, aber danach war die Lücke nicht mehr zu schließen“, so Abele, der mit einer Zeit von 3:49,88 Minuten klar hinter den Erwartungen zurückblieb.

Seine frühere Vereinskollegin Lisa Oed, die seit Jahresbeginn für den Königsteiner LV startet, legte hingegen einen ordentlichen Auftritt hin. Über 5000 Meter kam die frisch aus dem Höhentrainingslager in Livigno/Italien angereiste Rodgauerin auf den fünften Platz, wobei allen voran Siegerin Alina Reh (15:21,11 Minuten) und die Zweite Sara Benfares (15:22,56 Minuten) eine Klasse für sich waren. Für Oed standen am Ende 16:19,16 Minuten auf der Anzeigetafel – knapp sechs Sekunden hinter ihrer Saisonbestleistung.

Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel.
Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. Aaron Bienenfeld führte das Feld zeitweise an und lief am Ende über 5000 Meter als Fünfter ins Ziel. © iimago

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