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Grabowskis Grenzerfahrung macht Samurai neugierig

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Zurück auf der Matte: Der polnische Sportsoldat Kamil Grabowski (rechts) hatte dem JC Samurai Offenbach zuletzt gefehlt, weil er an der Grenze zur Ukraine eingesetzt war.
Zurück auf der Matte: Der polnische Sportsoldat Kamil Grabowski (rechts) hatte dem JC Samurai Offenbach zuletzt gefehlt, weil er an der Grenze zur Ukraine eingesetzt war. © A2

Verloren, aber dennoch bester Stimmung: Die Athleten des JC Samurai Offenbach hatten sich den Auftakt in der Judo-Bundesliga Süd natürlich anders vorgestellt, das 5:9 in Speyer hat dennoch für Zuversicht und Vorfreude auf den ersten Heimkampf der Saison am Samstag, 17 Uhr, in der Sporthalle am Buchhügel gegen den VfL Sindelfingen gesorgt.

Offenbach - „Die Jungs sind bereit und richtig heiß. Sie wollen alle kämpfen. Sie sind zwar gewarnt vor diesem Gegner, aber wir wollen unbedingt den ersten Sieg der Saison feiern“, sagt Francesco Liotta, Trainer und Vorsitzender des JC Samurai. Gewarnt, da Sindelfingen am vergangenen Wochenende eine ganz starke Leistung geboten und ein 7:7 gegen den deutschen Vizemeister KSV Esslingen erkämpft hat. Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen. „Das ist ein echter Hammer“, zollt Liotta dem nächsten Gegner großen Respekt.

Die Offenbacher freuen sich am Samstag vor allem auf Kamil Grabowski. Der polnische Sportsoldat, beim JC Samurai schon seit vielen Jahren im Schwergewicht gesetzt, hatte den Auftakt in Speyer verpasst. Liotta hat mit ihm zwar noch nicht persönlich gesprochen, aber zumindest über die sozialen Netzwerke geschrieben. Grabowski habe ihm versichert, dass er am Wochenende nach Offenbach reisen kann und wird. Er hat zunächst keinen Einsatz mehr an der polnischen Grenze zu der von Russland angegriffenen Ukraine. „Wir sind sehr gespannt, was er nach diesen Tagen alles zu berichten hat“, sagt Liotta mit Blick auf diesen schrecklichen Krieg im Osten Europas.

Alle Einnahmen vom Wettkampftag gehen an die Ukraine-Hilfe

Ob Kamil Grabowski allerdings in guter Verfassung ist, steht natürlich in den Sternen. Der JC Samurai Offenbach hat jedenfalls schon festgelegt, dass er alle Einnahmen vom Samstag aus Eintrittskarten, Kuchen und Getränken für die Ukraine-Hilfe spenden wird.

Liotta hoffe, dass er personell aus dem Vollen schöpfen kann. In den niedrigen Gewichtsklassen sieht es laut Liotta „super“ aus. David Tsokouris (Klasse bis 90 kg) war angeschlagen und hofft, gegen Sindelfingen auflaufen zu können. Markus Seifert (ebenfalls Klasse bis 90 kg) waren in Speyer die Folgen seiner Corona-Infektion zunächst noch anzumerken. Er hat sich dann aber gesteigert. Zugang Savellios Stafaridis (Ingolstadt; Klasse bis 100 kg) ist leicht verletzt.

Definitiv fehlen wird Athanasios Mylonelis (Klasse bis 81 kg), der mit der griechischen Auswahl beim European Cup in der Türkei antritt. Der aus Bad Homburg gekommene Leon Schreder hat bei seinem Debüt in Speyer zwar verloren, in dieser Gewichtsklasse aber schon einen ordentlichen Eindruck hinterlassen.  app

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