79:67-Sieg über Erfurt

White Wings: Größere Rotation zahlt sich aus

Blieb diesmal unter seinen Verhältnissen: Hanaus Topscorer Omari Knox (rechts) erzielte gegen den Vorletzten Erfurt lediglich sieben Punkte, dafür trafen drei andere Spieler der White Wings zweistellig.
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Blieb diesmal unter seinen Verhältnissen: Hanaus Topscorer Omari Knox (rechts) erzielte gegen den Vorletzten Erfurt lediglich sieben Punkte, dafür trafen drei andere Spieler der White Wings zweistellig.

Angeführt vom starken Kapitän Till-Joscha Jönke haben die Drittliga-Basketballer der Ebbecke White Wings Hanau in der ProB den zweiten Sieg in Folge verbucht. Vier Tage nach dem 91:68-Erfolg gegen Schlusslicht Speyer setzte sich das Team von Trainer Kamil Piechucki gegen den Vorletzten Erfurt mit 79:67 (17:17, 24:20, 23:16, 15:14) durch und kletterte vom achten auf den siebten Platz. Jönke (19 Punkte) war Topscorer seines Teams, steuerte zudem fünf Assists bei.

Hanau – „Er musste sich zu Saisonbeginn erst an seine neue Rolle gewöhnen, von der Bank zu kommen. Inzwischen gibt er uns aber einen extremen Schub, wenn er die zweite Fünf aufs Feld führt“, lobte Sebastian Lübeck, Geschäftsführer der White Wings, den erfahrenen Spielmacher. „Er hat unser Team gepuscht, gute Pässe gespielt und selbst gepunktet. So brauchen wir ihn.“ Aber auch der junge Justus Peuser (acht Punkte, vier Assists) habe wieder eine gute Leistung gezeigt, das Spiel gut gelesen und aufgebaut sowie in wichtigen Situationen Würfe getroffen, so Lübeck. Auf diese Weise konnte man es kompensieren, dass Topscorer Omari Knox (sieben Punkte) diesmal unter seinen Verhältnissen spielte. Oder wie es der Geschäftsführer ausdrückte: „Er hatte einen ruhigen Tag. Umso besser, dass wir nicht nur von einem Spieler abhängig sind.“

Die Gäste, die auf Topscorer Rowell Graham-Bell verzichten mussten, gestalteten das erste Viertel noch ausgeglichen (17:17), doch in der Folgezeit setzen sich die Hanauer, bei denen Malik Kudic (elf Rebounds) und Michael Acosta Marte (8) unter den Körben ordentlich aufräumten, kontinuierlich ab. Zumal sie Ricky Alonzo Price jr., der den Großteil seiner 23 Punkte vor der Pause erzielte, immer besser in den Griff bekamen. „Wir haben in der Halbzeit gesagt: Wenn wir so weitermachen und es schaffen, ihn aus dem Spiel zu nehmen, gewinnen wir“, berichtete Lübeck. So kam es letztlich auch. „Am Ende hat sich die größere Rotation und Qualität durchgesetzt“, resümierte der Geschäftsführer.

Dass der Vorsprung im letzten Viertel etwas schmolz, konnte der Funktionär verschmerzen. „Das Endergebnis war nicht so deutlich wie der Leistungsunterschied. 20 Punkte Differenz wären leistungsgerecht gewesen. Aber das ist mir egal. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man in den letzten Minuten die jungen Leute noch etwas Spielpraxis sammeln lassen kann. Das ist wichtiger als ein noch höherer Sieg.“ Und der Erfolg gebe auch so Selbstbewusstsein. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Und der soll möglichst am Samstag (18 Uhr) bei Spitzenreiter Ulm fortgesetzt werden. „Das wird ungleich schwerer“, so Lübeck.

White Wings Hanau: Jönke (19 Punkte), Arques Lopez (18). Eichler (10), Peuser (8), Kudic (8), Knox (7), F. Hecker (7), Acosta Marte (2), Fichtner, P. Hecker, Dordevic, Stenger

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